Freiburg alleine hat schon rund 220'000 Einwohner und da ist es schneller möglich, dass auch ein lokales Fernsehen zumindest zu Beginn der Vorbereitungsphase mitreist oder weiss ich was.
Warum sich immer klein machen? Legt man den Zirkle 30 km um Olten und Freiburg, ist der Unterschied gar nicht mehr so gross. Wer aber unbedingt rechnen will, dann hätten wenigsten 30 Oltner im Leibli in Genf auflaufen müssen. Hast Du die da gesehen? (Und das ist jetzt ganz bestimmt kein Spruch gegen alle die da waren.)
Dies kann ich jetzt so nicht bestätigen. Im Vergleich zu Olten bzw. zur Schweiz ist die Dichte der Vereine in Deutschland nicht so gross (zumindest nicht überall). Und du weisst wie zentral Olten liegt. Manche schimpfen sich gerne als Fan von anderen Vereinen, erst recht wenn ihre anderen Favoriten Nati A (oder wie das Zeugs heisst) spielen. Jeder darf unterstützen was er möchte, aber gerade auf Grund unserer grandiosen Lage, sind sich einige "zu Schade" NLB-Hockey zu unterstützen.
Du weisst es selbst und du schreibst es selbst. Oltner Eishockeyfreunde sind immer noch bedingt euphorisch. Die ganze Geschichte(n) zu erklären ist müssig. Warum die Leute besonders in Olten dermassen nachträglich sind, das ist eine Frage, die nicht einfach zu beantworten ist. Ein, zwei Jahre Überzeugungsarbeit reichen da leider nicht aus. Zwar erscheinen wieder mehr Leute zu Matchs. Dies sind aber Gelegenheitszuschauer, diese (wieder) zu Stammzuschauern zu machen, dies ist der schwierige Teil der Arbeit.
Zerstört ist schnell sehr viel, etwas aufzubauen benötigt enorme Zeit. Dies gilt speziell für Olten. An anderen Orten ist eine beinahe grenzenlose Unterstützung vorhanden. Warum in Olten nicht? Vielleicht, weil wir ein zu grosses Angebot an Vereinen haben?
Ich habe zwar mit den Vergleichen begonnen, aber sie sind extrem heikel. Das Eishockey bzw. der Sport hat unterschiedliche Entwicklungen erlebt. Mentalitäten, Einstellungen, Geschichten, Aufbau der Einzugsgebiete etc. sind unterschiedlich.
Wie erwähnt, auch ich war überrascht von der grossen Schar an Freiburger, die da den Weg nach Olten fanden und dies zu einem Testspiel. Und klar würde ich es begrüssen, wenn so etwas auch Olten zu stande bringen könnte. Aber dazu müssen wir Olten noch mehr Zeit lassen. Viele Leute sind ZU nachträglich. Trotz guter Arbeit in und rund um den Verein. Es benötigt immer und immer wieder eine Bestätigung. Warum? Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt,...
In Olten ist zur Zeit Eishockey die Nummer eins, nur aus der Perspektive der populärsten Sportarten gesehen.
Dumm nur, das alle, wirklich alle das wissen - mit Ausnahme des Gemeindspräsidenten, und grosser Teile von Stadt- und Gemeinderat.
So vielfältig wie das Angebot der Stadt ist, so vielfältig sind die Personen unserer Legislative und Exekutive. Nicht alle sind hockeybegeistert und das haben sie auch nicht zu sein. Das sollte uns auch klar sein. Es gibt nicht nur den EHCO in Olten, auch wenn er das national meist verbreitete Sportprodukt ist, das wir haben, welches auch wirklich mit unserer Stadt in Verbindung gebracht wird.
Manche Politiker wollen sich gar nicht für das Produkt EHCO (oder noch besser, Produkt Eisbahn) interessieren, weil sie der Meinung sind, dass es nicht wichtig für die Stadt sei. Sie wollen sich gar nicht überzeugen lassen. Sturheit pur! Es benötigt extreme Überzeugungsarbeit, sehr gute Argumente und je besser sich der EHCO präsentiert, umso enger wird die Schlinge auch für die Politisierenden. Aber wie ein Grossteil des Restes unseres Volkes (wie mir immer wieder scheint), so sind erst Recht die Mehrheit der Damen und Herren im Stadthaus oft extrem sture Böcke (oder Ziegen). Nur keine Konsternation, weiterhin gute Arbeit ist das einzige Mittel zum Erfolg. Wenn das Ganze fortlaufend erfolgreicher wird, ist es unmöglich dieses Thema zu verdrängen. Die Arbeit für die Verantwortlichen ist har, der Frust manchmal gross. Fällt aber das ganze Kartenhaus zusammen, ist jede und jeder überzeugt das richtige getan zu haben und meint ganz einfach und knapp "ich habs ja schon immer gewusst."