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#435457 - 23/01/2023 14:55 Re: quo vadis SCL [Re: Boy George]
SCLTinu Offline
Profi

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Original geschrieben von: Boy George
So… der Wahltag ist beendet. Einmal mehr eine schlappe für die Stadt. 54% der Wähler haben das Budget bachab geschickt. Langsam aber sich müssten Köpfe rollen….


Ja das Budget wurde abgelehnt. Ob gut oder schlecht wird sich in den nächsten Jahren zeigen.
Wo will man den Hebel nun ansetzen ?

Neue Leuchttürme zusammen mit der Stadt werden in Zukunft leider noch chancenloser sein.....
_________________________
Üsi Stadt - Üsi Mannschaft -Üsi Playoff's .......
Meister 11/12, 16/17, 18/19
>Streetside Langenthal - End 2013<
Schluss, aus – der SCL zieht sich aus dem Profisport zurück (07.12.2022)
>Die Wahrheit kommt ans Licht (12.01.2023)

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#435459 - 23/01/2023 15:30 Re: quo vadis SCL [Re: SCLTinu]
edelweiss0 Offline


Veteran

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Ort: Stehrampe
Original geschrieben von: SCLTinu
Ja das Budget wurde abgelehnt. Ob gut oder schlecht wird sich in den nächsten Jahren zeigen.
Wo will man den Hebel nun ansetzen ?

Neue Leuchttürme zusammen mit der Stadt werden in Zukunft leider noch chancenloser sein.....


Also zumindest kurzfristig ist die Konsequenz eher schlecht, nicht nur für den SCL sondern für alle Vereine (Stichwort Vereinsbeiträge). Ich habe so das Gefühl, dass sich das Nein mittel- und langfristig zu einem Bumerang entwickeln könnte (insbesondere wenn ich an die vemutlich vorhandenen Protestwähler denke).

Die Aussage von Reto Müller an der PK nach der Abstimmung "dass man nicht genug mobilisieren konnte" ist für mich eine Bankrotterklärung der Politik. Nimmt man an, dass man mit einer höheren Stimmbeteiligung gewonnen hätte? Woher nimmt man diese Sicherheit?

Aus meiner Sicht war dies schlicht die falsche Abstimmung um der Politik einen ans Bein zu geben, obwohl dies vermutlich genau die Motivation von vielen Leuten war (aus welchen Gründen auch immer: SCL, Inflation, Zerstrittenheit SR/GR, Grabenkämpfe in der Politik, vorhandenes EK der Stadt). Es war ein Misstrauensvotum und als solches muss man es in der Politik nun sehen. Denn ich bin nach wie vor absolut sicher, dass die Langenthaler Bevölkerung nicht grundsätzlich gegen Investitionen und gegen eine moderate Steuererhöhung ist.

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#435463 - 23/01/2023 16:23 Re: quo vadis SCL [Re: edelweiss0]
coccolino Offline
Rookie

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Beiträge: 44
Original geschrieben von: edelweiss0
Original geschrieben von: SCLTinu
Ja das Budget wurde abgelehnt. Ob gut oder schlecht wird sich in den nächsten Jahren zeigen.
Wo will man den Hebel nun ansetzen ?

Neue Leuchttürme zusammen mit der Stadt werden in Zukunft leider noch chancenloser sein.....


Also zumindest kurzfristig ist die Konsequenz eher schlecht, nicht nur für den SCL sondern für alle Vereine (Stichwort Vereinsbeiträge). Ich habe so das Gefühl, dass sich das Nein mittel- und langfristig zu einem Bumerang entwickeln könnte (insbesondere wenn ich an die vemutlich vorhandenen Protestwähler denke).

Die Aussage von Reto Müller an der PK nach der Abstimmung "dass man nicht genug mobilisieren konnte" ist für mich eine Bankrotterklärung der Politik. Nimmt man an, dass man mit einer höheren Stimmbeteiligung gewonnen hätte? Woher nimmt man diese Sicherheit?

Aus meiner Sicht war dies schlicht die falsche Abstimmung um der Politik einen ans Bein zu geben, obwohl dies vermutlich genau die Motivation von vielen Leuten war (aus welchen Gründen auch immer: SCL, Inflation, Zerstrittenheit SR/GR, Grabenkämpfe in der Politik, vorhandenes EK der Stadt). Es war ein Misstrauensvotum und als solches muss man es in der Politik nun sehen. Denn ich bin nach wie vor absolut sicher, dass die Langenthaler Bevölkerung nicht grundsätzlich gegen Investitionen und gegen eine moderate Steuererhöhung ist.


Absolut deiner Meinung. Das könnte ein grösserer Bumerang werden. Und die Konsequenzen sind eigentlich klar. Das Gesetz lässt da wenig Spielraum. Alle Ausgaben, welche nicht "unumgänglich" sind, dürfen ab sofort nicht mehr getätigt werden. Ich bin gespannt was passiert, wenn die ersten Skilager der Schulen abgesagt werden, oder die Beiträge der Stadt an die Fasnacht gestrichen werden. Von den Vereinsbeiträgen ganz zu schweigen. Beispiele dafür gibts genügend, wie Köniz, welches im 2022 ohne Budget dastand.
Will der Gemeinde und Stadtrat ein Budget präsentieren, welches ohne Steuererhöhung auskommt UND ausgeglichen ist, was im Sinne der bürgerlichen Mehrheit ist, heisst das: alle Bereiche werden massiv Sparen müssen. Auch die Vereinsbeiträge an den SCL werden dann zur Diskussion stehen, und gekürzt werden müssen. Im letzten Budgetvorschlag musste nur die Kultur Kürzungen hinnehmen. In einem neuen Budgetvorschlag könnte das durchaus anders sein.


Bearbeitet von coccolino (23/01/2023 17:03)

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#435475 - 24/01/2023 07:05 Re: quo vadis SCL [Re: Aeros]
dadeis Offline
Mitglied

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In zwei Jahren wird die Stadt immer noch an Ort und Stelle treten.......dann wird darüber diskutiert ob der Schoren noch tragbar ist oder doch besser stillgelegt werden soll aus Gründen der hohen Betriebskosten, leider....

Die Stadt braucht Macher an der Spitze, wenn ich aber den Werdegang gewisser Politiker anschaue (Wikipedia), na ja??

Für den SCL hoffe ich sehr, dass der Rückzug in die MSL wirklich finanzierbar ist. Ist es wirklich nicht möglich mit jungen Spielern welche von Langnau, Bern und Biel zur Verfügung gestellt werden, ein günstiges SL Team zu stellen?

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#435476 - 24/01/2023 08:10 Re: quo vadis SCL [Re: Aeros]
edelweiss0 Offline


Veteran

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Ort: Stehrampe
Reto Müller hat sich gestern an der Stadtratssitzung nach einer Frage von Pascal Dietrich scheinbar zur Aussage verleiten lassen, man habe das Projekt um das Stadion Hard im GR beerdigt, weil sich der SCL zurückgezogen habe. Das ist aus meiner Sicht eine krasse Verzerrung der Tatsachen... Als wäre das Stadion Hard nicht schon zuvor politisch erledigt gewesen...

Und es ist so, weshalb stellt man ein Projekt ein zu welchem es einen Volksentscheid gibt? Auch wenn ich das Heu in vielem nicht auf der selben Bühne habe wie Pascal Dietrich, aber da hat er zweifelsohne Recht...

Und man muss es immer wieder sagen: Warum schaffen dies den andere Gemeinden/Städte? Und zwar solche, welche finanziell noch viel schlechter dastehen als Langenthal?

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#435480 - 24/01/2023 11:36 Re: quo vadis SCL [Re: edelweiss0]
Reflex Offline
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Dass das Langenthaler Stimmvolk die Budgetvorlage das Klo runtergespült hat, ist eigentlich nicht verwunderlich, sondern war absehbar.

Wie eigentlich in allen grösseren Dossier der Stadt fehlte es auch hier an einer erkennbaren Linie. Die Stadtregierung hebelte sich einmal mehr gleich selber aus.

Panikmache im Vorfeld auf der ganzen Linie:
- Stadion - sei nicht finanzierbar
- Stadttheater - Kürzungen angezeigt
- zudem Defizit trotz Steuererhöhung
Dies alles bei einem extrem komfortablen Kontostand. Da käme ich mir als Steuerzahler ebenfalls etwas zu doof vor.

Die BZ bläst jedenfalls ins selbe Horn:

BZ - In Langenthal fehlt es an einer Strategie
leider nur mit Abo lesbar.

Hier einige Auszüge aus der BZ, Ausagen von Reto Steiner, Experte für Gemeindemanagement und Dozent an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.
Im Fall von Langenthal erklärt er das Nein zur Steuererhöhung damit:
«Bei den wenigsten haben die Gehälter Schritt gehalten mit den Ausgabensteigerungen.»

Langenthal habe ein hohes Eigenkapital, aber in den letzten Jahren auch über seine Verhältnisse gelebt, sagt Steiner. Er vergleicht es damit:
«Wenn Sie auf Ihrem privaten Bankkonto noch viel Geld haben, dann denken Sie wohl auch nicht ans Sparen.» Wichtig wäre es aber:
«Das Problem ist, dass die Exekutive keine Strategie hat, wie eine absehbare Landung zu einem ausgeglichenen Budget möglich ist, bevor es zu spät ist.»

Steiner nennt denn auch ein Beispiel: Der Personalbestand der Stadt Langenthal könne als hoch bezeichnet werden. Die Gemeinderäte müssten Notwendiges von Wünschbarem trennen, sagt der Experte für Gemeindemanagement.


Was mich sehr bedenklich stimmt ist, dass es in der Regierung und der Stadtverwaltung offenbar schon wieder Stimmungsmacher gäbe, welche dem SCL "scharfmache gegen die Budgetvorlage" unterstellen.
Für mich wird erneut ersichtlich, dass sich in der städtischen Politik nichts ändern wird. Die Fehler werden erneut bei allen andern gesucht, als einmal im Rahmen einer Selbstreflektion über die Bücher zu gehen, einander die Hand reichen und zusammen an einem Strick zu reissen!

Mir stellt sich unweigerlich die Frage; kann sich eine Stadt wie Langenthal unter solch verkaterten, politischen Patsituationen überhaupt noch weiter entwickeln? Kann hier in Zukunft etwas Nachhaltiges geschehen, oder ist vielmehr damit zu rechnen, dass sich die Linke und die Bürgerliche auch in Zukunft immer wieder auf Neue blockieren werden?

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#435481 - 24/01/2023 11:56 Re: quo vadis SCL [Re: Reflex]
edelweiss0 Offline


Veteran

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Ort: Stehrampe
Original geschrieben von: Reflex
Für mich wird erneut ersichtlich, dass sich in der städtischen Politik nichts ändern wird. Die Fehler werden erneut bei allen andern gesucht, als einmal im Rahmen einer Selbstreflektion über die Bücher zu gehen, einander die Hand reichen und zusammen an einem Strick zu reissen!

Mir stellt sich unweigerlich die Frage; kann sich eine Stadt wie Langenthal unter solch verkaterten, politischen Patsituationen überhaupt noch weiter entwickeln? Kann hier in Zukunft etwas Nachhaltiges geschehen, oder ist vielmehr damit zu rechnen, dass sich die Linke und die Bürgerliche auch in Zukunft immer wieder auf Neue blockieren werden?


Eigentlich ist dies alles eine absolute Bankrotterklärung der Politik und Verwaltung. Ich gehe mittlerweile soweit, dass die Stadt Langenthal in der aktuellen Situation mit der jetzigen Zusammensetzung im GR und SR nicht mehr handlungsfähig ist. Überall Grabenkämpfe, Scheuklappen und Fraktionsdenken. Michael Schenk (neuer Präsident des Stadtrats) hat es gestern Abend schön gesagt: Es braucht mehr Lösungen und weniger Kämpfe. Aber die letzten Jahre zeigen: Davon ist man wohl weit entfernt. Und ganz ehrlich: Ich habe keine Lust mehr auf irgendwelche sarkastischen Stadtratsprotokolle in irgendwelchen sozialen Medien, die Zeit, dass man dies mit Humor nehmen kann ist vorbei.

Überall dort wo Langenthal nicht alleine involviert ist und sogar in grossen Teilen nicht selber planen/beauftragen muss funktioniert es (Sanierung der Kantonsstrassen, Ausbau/Umbau Bahnhof), dort wo die Stadt das Zepter in der Hand hält stockt es in den meisten Fällen...

Und zur Personalsituation in der Stadt: Ich glaube, dass es durchaus auch mit weniger Personal ginge, nur gibt es da halt zentrale Stellen, welche das ganze System lähmen (nicht nur GR und SR)... Und solange es dort keine Veränderungen gibt, wird sich nichts ändern. Erst recht nicht beim Tempo...

Würde ein KMU so geführt, dieses wäre schon vor Jahren mit einem Vollcrash an die Wand gefahren worden. Mit einem solchen Eigenkapital (ja ich weiss es wird annehmen) müssen Investitionen erfolgen und man kann es eben nicht wie Steiner mit einem Bankkonto vergleichen. Wenn man keine Investitionen tätigt sondern nur verwaltet und alles zusammenspart erfolgt bei einer Stadt/Gemeinde/Kanton/Staat zwangsläufig irgendwann der Kollaps weil man alles abwürgt...

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#435482 - 24/01/2023 12:10 Re: quo vadis SCL [Re: Aeros]
edelweiss0 Offline


Veteran

Registriert: 06/05/2002
Beiträge: 5002
Ort: Stehrampe
P.S. Mich würde einmal noch interessieren wie die effektive Kostenrechnung aussieht, wenn der SCL in die MyHockey League absteigt. Kostenerhöhungen der Stadt (keine Eismiete mehr, Investitionen welche die Stadt nun komplett eigenständig im Schoren tätigen muss ohne Vorleistung/Kostenübernahme des SCL) und direkte und indirekte Einnahmesenkungen (Spieler, welche die Löhne ggf. nicht mehr hier versteuern, weil sie auswärts wohnen)... Ich bin mir ziemlich sicher, dass da über 5-10 Jahre gegenüber der aktuellen Situation (Swiss League) für die Stadt ein saftiges Minus herauskommt.

@Reflex: Stichwort Donnerstag/Aufnahme von Fragen wink

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#435484 - 24/01/2023 13:10 Re: quo vadis SCL [Re: edelweiss0]
coccolino Offline
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Original geschrieben von: edelweiss0
P.S. Mich würde einmal noch interessieren wie die effektive Kostenrechnung aussieht, wenn der SCL in die MyHockey League absteigt. Kostenerhöhungen der Stadt (keine Eismiete mehr, Investitionen welche die Stadt nun komplett eigenständig im Schoren tätigen muss ohne Vorleistung/Kostenübernahme des SCL) und direkte und indirekte Einnahmesenkungen (Spieler, welche die Löhne ggf. nicht mehr hier versteuern, weil sie auswärts wohnen)... Ich bin mir ziemlich sicher, dass da über 5-10 Jahre gegenüber der aktuellen Situation (Swiss League) für die Stadt ein saftiges Minus herauskommt.

@Reflex: Stichwort Donnerstag/Aufnahme von Fragen wink


Worst Case wird die Eishalle wegen zu hohen Kosten geschlossen, wenn die Kunsteisbahn AG kein Geld mehr aufnehmen kann. So wie das Hallenbad in Bützberg seit Weihnachten geschlossen ist=> zu hohe Gaskosten zum beheizen.
Bis Juni wird nun mal in Sachen Budget wohl nichts mehr gehen, die Stadt quasi im "Lockdown" sein. So wird völlige Planungsunsicherheit für alle sein, welche von den Stadt- Geldern abhängen. Ich bedaure dies vor allem für alle Schüler, welche nun nach der Corona- Zeit wieder mal in ein Skilager oder in eine Landschulwoche hätten gehen können. Oder für alle Events, welche ohne die Unterstützung der Stadt nicht stattfinden können. Es bleibt spannend.


Bearbeitet von coccolino (24/01/2023 13:15)

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#435486 - 24/01/2023 13:24 Re: quo vadis SCL [Re: Aeros]
th0emu Offline
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Ort: uf äm Land
Ohne Budget sollte die Stadt auch gleich noch die Fasnacht absagen. Die Kosten für die Zusatzauzfaufwände fürs Personal trägt die Stadt. Das ist sicher keine notwendige Ausgabe.
(Sorry hat nichts mit dem SCL zu tun)

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