Wenn ich mich richtig erinnere hat dies "Fehde" einst sogar hier im Forum angefangen.
Hab übrigens noch was hierzu gefunden (alter ehcfans.ch Bericht):
SC Langenthal - EHC Chur, Samstag, 10. Januar 2004, Schoren Langenthal
Die Ausgangslage: der EHC Chur war im Vorjahr von der 1. Liga in die Nationalliga B aufgestiegen und kämpfte nun gegen La Chaux-de-Fonds und Langenthal um den Einzug in die Playoffs. Aufgrund eines falsch ausgefüllten Matchblatts durch Coach Remo Gross waren dem EHC zwei Tage vor diesem wichtigen Spiel in Langenthal definitiv zwei Punkte aberkannt worden. Somit war man vom Playoff berechtigten Rang acht auf den zehnten und letzten Platz abgerutscht, ein Sieg im Oberaargau war also Pflicht.
Das Spiel: das Team von neo-Coach Ueli Hofmann reiste ebenso motiviert wie zwei Cars voller Churer Anhänger ins Unterland hinunter. Der Steinbock war gereizt. Die Schorenhalle wurde in einen Hexenkessel verwandelt, und auf den Schwingen dieser Stimmung waren es die Churer, welche auch auf dem Eis den Ton angaben. Nach nicht einmal drei Minuten gelang Matthias Bächler das 0:1.
Mit Fortdauer des Spiels glich sich dann das Geschehen aber aus, es war nun eher der SCL, welcher die Zügel in die Hand nahm. Zur ersten Pause verabschiedete man sich mit dem Zwischenstand von 3:2 für das Heimteam, zu viele Strafen hatten sich die Steinböcke zuschulden kommen lassen.
Obwohl diese Ausschlüsse im Mitteldrittel mehrheitlich vermieden werden konnten, waren es wiederum die Gelben, welche erfolgreich waren, das zwischenzeitliche 4:2 schien bereits so etwas wie eine Vorentscheidung.
Nach einem Time-Out von Hofmann wendete sich das Blatt aber Stück um Stück, und spätestens nach dem Ausgleich durch Postfinance Topscorer Dani Peer (Franco Collenberg hatte den Anschlusstreffer erzielt) kochte es in der Halle.
Die rund 2‘000 Fans sahen nun ein spannungsgeladenes Spiel, welches durch die Herren Schiedsrichter ein ums andere Mal in unsichere Bahnen gelenkt wurde. Eine Zehnminutenstrafe gegen den Teamleader Dani Peer (Chur trat damals nur mit Peter Bohunicky auf der Ausländerposition an) brachte die Churer Fanmeute vollends in Rage.
Umso grösser war dann der Jubel, als Diego Cavegn in der 57igsten Minute die Führung für das Team in Rot bewerkstelligen konnte, er zog alleine in den Slot und drosch den Puck wuchtig in die Maschen. Obwohl es in den letzten Minuten noch etliche Male lichterloh vor Michi Flückiger brannte, konnte der EHC die knappe Führung über die Zeit retten und diesen so wichtigen Match für sich entscheiden.
Mannschaft und Fans feierten diesen emotionalen Sieg anschliessend Minutenlang gemeinsam, das Team wurde sogar auch noch einmal aus den Katakomben herausgeholt.
Es war ein Sieg, welcher gepaart mit den vielen Emotionen wie ein Titelgewinn gefeiert wurde.
Wie ging es weiter: dieser Sieg markierte den Grundstein zur Playoffqualifikation in dieser Saison, Chur gewann in der Folge sieben von neun Spielen und duellierte sich schlussendlich mit dem EHC Biel in den Playoffs.