Der EHC Visp ist in diesem PO fast durch, noch nicht ganz – aber es braucht Wunder, dass unser EHCO diese Serie noch kehrt.
Dabei ging es am Sonntag mehr als gut los. Nach zwei Minuten hatte der EHCO 4 erstklassige Chancen und eine 1:0 Führung zu Buche stehen. Die Walliser hätten sich über eine höherer Führung nicht beschweren dürfen. Das Offensivspiel des EHCO lief erstklassig. Mit Kurzpassspiel in extremem Tempo wurde die Visper schwindelig gespielt und in Zugzwang gebracht. Danach verteidigten auch die Sturmlinien im Mitteldrittel herzhaft und erzwangen so nicht für möglich gehaltene Fehler des amtierenden NLB-Meisters. Aus einem solchen Fehler entsprang auch das 2:0, als DaSilva einen erstklassigen Sturmlauf von Sertich verwandelte. Mit der Spielanlage war der EHCO eigentlich auf der Siegerstraße.
Aber auch zu diesem Zeitpunkt war schon sichtbar, dass unserem Team im Vergleich mit den Wallisern ein paar cm Körpergröße und ein paar Kilo Muskelmasse fehlten. Mehr und mehr erarbeiteten die sich im 2.Drittel den Schritt Abstand, die es braucht, um das eigenen Spiel aufziehen zu können. Dann bedurfte es nur noch einer lächerlichen Strafe gegen Dällenbach und einen Kanonier an der blauen Linie und der Match war neu lanciert.
In der Folge zerfiel das EHCO Spiel mehr und mehr. Kurzpassspiel? Fehlanzeige! Warum? Die Spieleröffnung im eigenen Drittel war grausig. Die Stürmer holten sich mehr und mehr die Scheibe im eigenen Drittel und rannten allein in die körperlich starke Vipser Verteidigung, weil schon zu viele Abspiele nicht funktioniert hatten.
Die gesamte Oltner Defensive wurde zermahlen. Dällenbach war ein überfordertes Ärgernis, Lüthi mehrfach unkonzentriert, oft sah man, dass das Verständnis für den Mitspieler nicht gegeben war, keiner genau wusste, wer nun die Scheibe nimmt.
Die Ausländer des EHCO waren diskret. Da Silva war für mich unsichtbar und Marty ist ein toller Spieler und ein feiner Typ – aber gestern ging er den Zweikämpfen aus dem Weg, wirkte gehemmt und etwas Abseits. Das gerade er die Fehler vor dem Emty-Net beging,, war eher zwangsläufig als tragisch.
Die Spieler mit der meisten Erfahrung (PDR, Maurer) waren gestern keine Leader. Schwarzenbach, Marcon, Wüst mit all ihrer Leidenschaft dann einfach zu wenig, um Visp, die besser „dreckelten“, cleverer wirkten, am Sieg zu hindern.
Ja der EHCO hatte Chancen, Ja, Clement hat seltsame Strafen gegen, und erstaunlich wenig klare Strafen gegen Visp verteilt, aber das Outner Power-Play war sowieso nicht zwingend.
In Summe – ein gerechtes Resultat.
Ruhnke hat heute im OT erklärt, das der EHCO zu weniger Spieler für die PO hat. Man hat es gestern gut sehen können und straft all die Lügen, die zu Anfang der Saison erklärt hatten, es wären zu viele.
So konnte unser Team auch das Publikum nicht aus der Fasnacht-Schwäche reissen.
Schade, dass nun nur das Hoffen auf ein Wunder bleibt und der EHCO das Heimweh nicht lindern konnte.
Bearbeitet von Alter Preusse (20/02/2012 15:03)