NLA - 1. Spieltag - Freitag, 16. September 2022

1 : 2 (0:0, 0:1, 1:0) n.V.

Zuschauer

15105 Zuschauer (88% Auslastung)

PostFinance Arena, Bern

Schiedsrichter

Daniel Piechaczek, Alex Dipietro; David Obwegeser, Nathy Burgy

Tore

23:240:1Christian Djoos [PP]
G. Hofmann, J. Kovar
Colton Sceviour1:152:33
T. Bader, R. Untersander
61:151:2Brian O'Neill
P. Cehlarik, L. Genoni

Strafen

12:55Fabrice Herzog
2 min - Beinstellen
15:54Carl Klingberg
2 min - Beinstellen
16:43Nico Gross
2 min - Beinstellen
Philip Wüthrich21:25
2 min - Haken
36:10Leonardo Genoni
2 min - Spielverzögerung
53:47Peter Cehlarik
2 min - Beinstellen

Aufstellung / Statistik

Torhüter Torhüter
#84 D. Manzato                #30 L. Genoni 96,7% 61:15 2'
#30 P. Wüthrich 93,3% 61:15 2' #51 L. Hollenstein               
Verteidiger Verteidiger
# 2 B. Gerber ±0       1S    # 5 C. Djoos ±0 1T    1S   
#14 C. Gerber ±0             #42 T. Geisser -1       1S   
#27 C. Goloubef ±0             #66 N. Gross ±0       3S 2'
#58 R. Loeffel -1       4S    #19 N. Hansson ±0       3S   
#56 C. Pinana ±0             #44 S. Kreis ±0       1S   
#65 R. Untersander +1    1A 3S    #18 D. Schlumpf ±0            
#44 J. Zgraggen +1       4S    #14 L. Stadler ±0            
Stürmer Stürmer
#79 T. Bader +1    1A 1S    #28 D. Allenspach ±0       2S   
#98 B. Baumgartner ±0       1S    #34 P. Cehlarik +1    1A 2S 2'
#47 S. Bärtschi ±0             #22 L. De Nisco               
# 8 J. Fahrni ±0       1S    #68 F. Herzog -1       2S 2'
#23 M. Lehmann ±0       1S    #15 G. Hofmann ±0    1A 2S   
#15 O. Lindberg ±0       1S    #48 C. Klingberg -1       4S 2'
#21 S. Moser +1       4S    #43 J. Kovar ±0    1A 3S   
#20 S. Näf ±0       2S    #61 S. Leuenberger ±0            
#91 F. Ritzmann ±0             #46 L. Martschini ±0       2S   
#77 C. Sceviour ±0 1T    5S    # 9 B. O'Neill +1 1T    3S   
#10 T. Scherwey -1       1S    #88 S. Senteler -1            
#86 J. Vermin ±0       1S    #59 D. Simion ±0       1S   
#12 Y. Zehnder ±0            

SC Bern muss sich erst in der Verlängerung geschlagen geben

Von Rolf Probst

Trotz dem Fehlen von drei Importspielern startete der SC Bern gut in die neue Saison. Sie mussten zwischenzeitlich stark unten durch, liessen sich aber nie aus der Ruhe bringen. Auch nicht nach zwei aberkannten Toren. Sie kämpften weiter und erzwangen verdient die Verlängerung. Dort war der Meister aus Zug abgeklärter und holte durch das Tor von Brian O’Neill den Zusatzpunkt. Mit besserem Powerplay wäre für den SC Bern sogar mehr drin gelegen.

Spielverlauf

Der SC Bern begann das Spiel sehr erfrischend und war in den ersten 20 Minuten die Spielbestimmende Mannschaft. Dies war sicher auch dem Umstand geschuldet, dass die Zuger im Startdrittel dreimal auf die Strafbank mussten und zu Beginn nicht so Recht ins Spiel kamen. Die Berner fanden in Überzahl, bis auf zwei Ausnahmen, kaum einen Weg auf das Zuger Tor. Dabei konnten sie während 71 Sekunden in doppelter Überzahl agieren. So ging es torlos in die erste Drittelspause.

Kaum hatte das zweite Drittel begonnen, bekam Berns Goalie Philip Wüthrich eine kleine Bankstrafe für Haken (diese wurde durch Sven Bärtschi abgesessen). Im Gegensatz zum SC Bern starteten die Zuger ein kleines Feuerwerk und nahmen das Berner Tor unter Dauerbeschuss. Punktgenau nach Ablauf der Strafe erzielte Christian Djoos die Zuger Führung. Auch danach spielten nur noch die Zuger. Der SC Bern war in dieser Phase etwas von der Rolle und brachte keinen richtigen Angriff mehr zustande. Dank Philip Wüthrich und etwas Glück (Pfostenschuss Lino Martschini) blieb es beim knappen Rückstand für das Heimteam. In der 34. Minute konnte der Berner Anhang jubeln, jedoch nur kurz, denn das Tor von Sven Bärtschi wurde nach Videostudium der Schiedsrichter wegen einer Kickbewegung aberkannt. Eine weitere Strafe gegen den EV Zug (für Goalie Leonardo Genoni) konnten die Berner auch nicht ausnutzen. Es fehlten dem SC Bern im zweiten Drittel die Emotionen, sie spielten zu «brav» und brachten die Zuger nur selten in Verlegenheit.

Die Pause tat dem SC Bern gut. Sie drückten auf den Ausgleich und dieser kam tatsächlich in der 47. Minute durch Oscar Lindberg. Aber Déjà-Vu für die Berner. Erneut wurde das Tor nach Videostudium aberkannt. Dieser Entscheid brachte einerseits das Heimpublikum in Rage und andererseits mehr Emotionen ins Spiel. Emotionen taten dem SC Bern immer gut. Sie liessen sich nicht entmutigen und gaben nun erst recht Vollgas. Dies wurde in der 53. Minute mit dem 1:1 durch Colton Sceviour belohnt. Am Ende dieses Drittels waren die Berner dem Sieg sogar näher als die Zuger. Aber immerhin hatten sie sich schon mal den einen Punkt erkämpft und verdient. Es ging in die Verlängerung.

In der Verlängerung war es dann der amtierende Meister, welcher sich den Zusatzpunkt holte. Nach einem Steilzuspiel von Peter Cehlarik tauchte der US-Amerikaner Brian O’Neill alleine vor Philip Wüthrich auf und liess diesem keine Chance.

Fazit

Der SC Bern konnte das Spiel nur mit drei Importspielern bestreiten (Dominik Kahun u. Eric Gélinas sind noch verletzt sowie Chris DiDomenico ist noch aus der Vorsaison gesperrt). Zwar kam der SC Bern gut in das Spiel hinein, aber im zweiten Drittel waren die Zuger sehr dominant. Beim SC Bern machte sich das Fehlen von Dominik Kahun und Chris DiDomenico in dieser Phase klar bemerkbar. Das Heimteam war auch nicht vom Glück verfolgt. Zwei Tore wurden nach Videostudium der Schiedsrichter aberkannt, obwohl die Szenen sehr umstritten waren und keineswegs eindeutig zu Ungunsten der Berner. Durch grossen Kampfgeist kamen sie noch in die Verlängerung und verdienten sich so zumindest diesen einen Punkt.

Positiv aus Berner Sicht:

Goalie Philip Wüthrich hielt sein Team lange im Spiel. Er stand mit seiner Fangquote von 94.44 seinem Gegenüber Leonardo Genoni (96.66) in Nichts nach.

Negativ aus Berner Sicht:

In Bern ist man sich schon seit Jahren gewohnt, dass das Powerplay nicht das Gelbe vom Ei ist. Heute Abend konnten die Berner 5 Mal in Überzahl agieren, davon 71 Sekunden in doppelter Überzahl. Am Ende konnten sie aus diesen Möglichkeiten kein Tor erzielen.

Stimmen zum Spiel (geliefert von Roman Badertscher)

Sven Bärtschi (SC Bern): „Wir spielten gut, aber natürlich gab es ein paar Minuten, in denen der EV Zug noch besser war, was wir aber vom Titelverteidiger erwartet haben. Über das gesamte Spiel zeigten wir eine solide Leistung. Der EV Zug hat eine starke Mannschaft und wir hatten keine Probleme mitzuhalten. Es hätte auch in die andere Richtung gehen können. Im Mitteldrittel drückten die Zuger viel. Wir hielten dem Stand und Phipu machte super Saves. Im Schlussdrittel spielten wir wieder besseres Hockey. Ich bin stolz auf die Leistung des Teams und es war knapp bis am Ende.“

…zu seinem aberkannten Tor: „Wegen meinem vermeintlichen Tor ist es etwas schwierig. Ich stoppte, dann kam der Puck zwischen die Füsse und mit meiner Reaktion gab es dann wohl eine kleine Bewegung. Ich dachte schon zu 60 oder 70 Prozent wird der Treffer nicht zählen. Das kann passieren. Es ist eine Reaktion, die man als Spieler hat und das gehört dazu. Wir spielten weiter und mussten Emotionen ins Spiel bringen. Wir haben Spieler, die hart und physisch spielen. Deshalb möchten wir eine Mannschaft sein, die jeden Abend alles gibt. Das haben wir uns am Anfang geschworen und wollen alles daran setzen, dies durchzuziehen.“ 

SC Bern vs. EV Zug 1:2 n.V. (0:0 / 0:1 / 1:0 / 0:1)

PostFinance-Arena, Bern – 15'105 Zuschauer

SR/LM: Daniel Piechaczek (GER), Alex DiPietro; David Obwegeser, Nathy Burgy

Tore: 23:25 Djoos (Hofmann, Kovar) 0:1; 52:33 Sceviour (Bader) 1:1; 61:15 O’Neill (Cehlarik, Genoni) 1:2

Strafen: SC Bern 1 x 2 Min.; EV Zug 5 x 2 Min.

SC Bern: P. Wüthrich (Manzato); Zgraggen, Untersander (A), C. Gerber, Goloubef CAN), B. Gerber, Loeffel, Pinana; Moser © (TS), Lindberg (SWE), Vermin; Bärtschi, Baumgartner (AUT-SUI), Bader; Scherwey (A), Sceviour (CAN), Lehmann; Ritzmann, Fahrni, Näf

Headcoach: Johan Lundskog (SWE)

EV Zug: Genoni (Hollenstein); Djoos (SWE), Geisser, Stadler, Hansson (SWE), Kreis, Schlumpf, Gross; Hofmann (A), Kovar © (CZE / TS), Simion; Herzog, Senteler, Zehnder; Cehlarik (SVK), O’Neill (USA), Martschini (A); Allenspach, Leuenberger, Klingberg (SWE); De Nisco

Headcoach: Dan Tangnes (NOR)

Bemerkungen:

SC Bern ohne M. Henauer, Kahun (GER), Gélinas (CAN) (alle verletzt), DiDomenico (gesperrt), A. Henauer, Dähler, Fuss, Ryser (Farmteam Swiss League)

EV Zug ohne Suri (verletzt), D. Wüthrich (überzählig), Vogel, Neumann, Nussbaumer (Farmteam Swiss League)

Schussverhältnis: SC Bern 30 (14 / 5 / 11 / 0) – EV Zug 37 (7 / 18 / 11 / 2)

Vor dem Spiel wurde Marc Lüthi (abgetretener CEO SCB, neu VR-Präsident SCB) geehrt. Ein rotes Trikot mit der Nummer 1 und den Namen LÜTHI wurde unter das Hallendach aufgezogen.

Ereignisübersicht (ohne Tore – diese siehe oben im Bericht):

1. Drittel

12:55 2’ Fabrice Herzog, EV Zug - Beinstellen

15:54 2’ Carl Klingberg, EV Zug - Beinstellen

16:33 Pfostenschuss Peter Cehlarik, EV Zug (in Unterzahl!)

16:43 2’ Nico Gross, EV Zug - Beinstellen

19:45 Pfostenablenker Sven Bärtschi, SC Bern

2. Drittel

21:25 2’ Philip Wüthrich, SC Bern – Haken (wird abgesessen durch Sven Bärtschi)

30:36 Pfostenschuss Lino Martschini, EV Zug

33:59 Tor von Sven Bärtschi, SC Bern nach Videostudium der Schiedsrichter aberkannt (Kickbewegung)

36:10 2’ Leonardo Genoni, EV Zug – Spielverzögerung (wird abgesessen durch Yannick Zehnder)

3. Drittel

46:06 Tor von Oscar Lindberg, SC Bern nach Videostudium (Coaches Challenge) der Schiedsrichter aberkannt (vorausgegangener Handpass)

53:47 2’ Peter Cehlarik, EV Zug – Beinstellen

Verlängerung:

Keine Strafen oder sonstiges

61:15 Game-Winning-Goals: #9 Brian O’Neill

(TS): Topscorer

©: Captain

Tabelle

1. Rapperswil 1 1-0-0-0 4:1 3
2. Biel 1 1-0-0-0 3:2 3
3. Lugano 1 1-0-0-0 1:0 3
4. Servette 1 0-1-0-0 3:2 2
5. Ambrì 1 0-1-0-0 2:1 2
5. SCL Tigers 1 0-1-0-0 2:1 2
5. Zug 1 0-1-0-0 2:1 2
8. Davos 1 0-0-1-0 2:3 1
9. Fribourg 1 0-0-1-0 1:2 1
9. Bern 1 0-0-1-0 1:2 1
11. ZSC Lions 2 0-0-1-1 2:6 1
12. Lausanne 1 0-0-0-1 2:3 0
13. Ajoie 1 0-0-0-1 0:1 0

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Freitag, 16. September 2022

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