Glücklicher Sieg für die Lakers

Von Pascal Zingg

Der EV Zug verliert auch sein zweites Spiel am Lehner Cup. Diesmal scheiterten die Innerschweizer mit 3:4 an den SCRJ Lakers. Zwar zeigten die Zuger ein gutes Spiel, zum Schluss scheiterten sie aber an einem Gegner der mehr Glück im Abschluss hatte.

Der EV Zug wollte nach der gestrigen 2:4-Schmach gegen den HC Ambrì-Piotta eine Reaktion zeigen. Dies spürte man im intensiv geführten Testspiel gegen die SCRJ Lakers über 60 Minuten. Immer wieder gelang es den Zentralschweizern den Gegner aus Rapperswil einzuschnüren. Einige Male stellte man die Hintermannschaft der Rapperswiler damit vor unlösbare Probleme. Dies zeigte sich vor allem zu Beginn des zweiten Drittels, als Simion auf Pass von Hofmann und Senteler auf Pass von Diaz den Lakers zwei Tore innert 145 Sekunden einschenkten. Obwohl der EVZ auch nach diesem Doppelschlag die bessere Mannschaft war, gelang es den Zentralschweizern jedoch nicht den Vorsprung auszubauen. Schlimmer noch, sie kassierten bis zur 53. Minute zwei äusserst ärgerliche Tore durch Kevin Clark. Beim 2:3 hatte der Kanadier glücklich abgelenkt und bei 3:3 profitierte er davon, dass die Scheibe nach einem Randegger-Schuss von hinter dem Tor auf seine Schaufel sprang.

Statt einen sicher geglaubten Sieg zu bejublen, musste der EVZ deshalb zuschauen, wie der Gegner den Sieg einfuhr. Anzusprechen ist hierbei vor allem Steve Moses. Der neue Kanadier der Lakers traf bei seinem Debut gleich doppelt. Beim 1:1 knallte er einen Abpraller ansatzlos unter die Latte. Beim 4:3-Siegestreffer wurde er mustergültig von Andrew Rowe eingesetzt. Auch wenn diese Kombination durchaus sehenswert war, so musste sich der EVZ nicht nur in dieser Situation eigestehen, dass man vor allem Defensiv noch einige Mängel aufweist. Neben dem 4:3 von Moses sind hierbei auch die beiden Breakways von Eggenberger und Lehmann zu nennen, die einerseits vom Pfosten und andererseits von Goalie Hollenstein gestoppt wurden.

Bei den Zugern sass der Frust wohl nicht nur wegen diesen defensiven Problemen tief. Dies zeigte sich vor allem nach dem Schlusspfiff, als sich die beiden Teams nochmals saures geben wollten. Es hatte ganz den Anschein, als hätte der Meisterschaftsfavorit nicht verkraftet, dass er diesen Lehner Cup an letzter Stelle beenden wird. Etwas anders sieht dies bei den SCRJ Lakers aus. Sie brauchen im morgigen Spiel gegen den EHC Kloten einen Sieg nach 60 Minuten um dieses Turnier zu gewinnen.

 

Telegramm:

SCRJ Lakers – EV Zug 4:3 (1:1, 1:2, 2:0)

Eishalle Sursee: 300 Zuschauer (ausverkauft). – Schiedsrichter: Urban, Piechaczek; Fuchs, Kehrli. – Tore: 4:09 Hofmann (Kovar) 0:1; 8:44 Moses 1:1; 20:44 Simion (Hofmann) 1:2; 23:09 Senteler (Diaz) 1:3; 37:57 Clark (Dünner, Rowe) 2:3; 53:27 Clark (Randegger) 3:3; 56:53 Moses (Rowe, Dufner; Ausschlüsse: Kovar, Maier) 4:3. – Strafen: 6 x 2 Minuten + 10 Minuten (Profico) gegen die SCRJ Lakers; 6 x 2 Minuten gegen den EV Zug.

SCRJ Lakers: Bader (Nyffeler); Profico, Jelovac; Sataric, Egli; Maier, Vukovic; Randegger, Dufner; Moses, Wetter, Schweri; Lehmann, Rowe, Clark; Lhotak, Dünner, Wick; Loosli, Ness, Eggengerger.

EV Zug: Hollenstein (Genoni); Gross, Diaz; Geisser, Zgraggen; Alatalo, Cadonau; Stadler, Wüthrich; Hofmann, Kovar, Simion; Thorell, Senteler, Klingberg; Bachofner, Zehnder, Langenegger, Stoffel, Leuenberger, Döpfner.

Bemerkungen: SCRJ Lakers ohne Cervenka, Forrer,  Payr, Rehak; EV Zug ohne Albrecht, Martschini, Schlumpf; 13. Pfosten Eggenberger; 57:21 Timeout SCRJ Lakers; 59:00 Timeout EV Zug; EV Zug ab 59:20 ohne Torhüter.

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