NLB - Final - Dienstag, 4. April 2017

5 : 4 (0:1, 2:0, 3:3) 

Zuschauer

4500 Zuschauer (90% Auslastung)

Kunsteisbahn Schoren, Langenthal

Schiedsrichter

Joris Müller, Tobias Wehrli; Marc-Henri Progin, Patrick Stuber

Tore

02:150:1Corsin Casutt [PP]
keine Assists
Stefan Tschannen1:123:32
D. Kummer, B. Kelly
Jeffrey Füglister [PP]2:126:51
P. Åhlström
Nico Dünner3:144:26
J. Füglister, C. Cadonau
44:373:2Alex Hutchings
R. Sataric
Philipp Rytz4:246:10
N. Dünner
47:034:3Tim Grossniklaus
keine Assists
52:294:4Dion Knelsen
keine Assists
Pierrick Pivron5:458:41
M. Kämpf

Strafen

Arnaud Montandon01:00
2 min - Hoher Stock
Arnaud Montandon01:00
2 min - Hoher Stock
06:00Thomas Studer
2 min - Halten
24:50Team Rapperswil
2 min - Unkorrekter Spielerwechsel
26:03Cyrill Geyer
2 min - Übertriebene Härte
Effektive Dauer: 48 Sekunden
28:23Niki Altorfer
2 min - Stockschlag

Aufstellung / Statistik

Torhüter Torhüter
#73 M. Mathis 87.5% 60:00    #60 M. Nyffeler 85.3% 59:20   
#70 Y. Wildhaber                #25 M. Tobler               
Verteidiger Verteidiger
#34 C. Cadonau -1    1A 6S    # 7 P. Blatter -1            
# 8 N. Dünner +1 1T 1A 2S    # 8 T. Büsser -1       1S   
# 3 A. Marti +1       1S    # 6 C. Geyer -1       2S 2'
#11 H. Pienitz +1             #10 T. Grossniklaus +1 1T    2S   
#77 P. Rytz ±0 1T    3S    #90 A. Hutchings +1 1T    3S   
#52 M. Völlmin +1       1S    #11 F. Maier ±0            
#32 B. Wolf ±0             #33 A. Molina -1            
#95 P. Åhlström ±0    1A 1S    #41 L. Profico +1            
#22 R. Sataric ±0    1A 2S   
#27 T. Studer +1       2S 2'
Stürmer Stürmer
#91 J. Füglister +1 1T 1A 1S    #26 N. Altorfer +1       2S 2'
#93 T. Gerber ±0       1S    #14 C. Casutt -1 1T    2S   
#97 S. Hess -1       1S    #61 M. Hügli -2       2S   
#81 B. Kelly ±0    1A 4S    #12 C. Hüsler ±0       2S   
#96 F. Kläy ±0             #19 D. Knelsen ±0 1T    5S   
#27 D. Kummer ±0    1A 1S    #13 S. Mason -2       2S   
#18 M. Kämpf +1    1A 5S    #16 R. McGregor -1            
#61 V. Küng -1       3S    #17 A. Rizzello -1       3S   
#50 A. Montandon +1       1S 4' #29 R. Schmutz +1       2S   
# 7 P. Pivron +1 1T    2S    #62 J. Vogel ±0            
#21 J. Primeau ±0            
#71 S. Tschannen ±0 1T    1S   

Langenthal gewinnt Herzschlag-Finale und ist NLB-Meister

Von Pascal Zingg

Grosser Jubel im Oberaargau, der SC Langenthal sichert sich in einem verrückten Spiel den Meistertitel dank einem Tor von Pierrick Pivron nur 79 Sekunden vor dem Ende.

Das Spiel war ein Spiegelbild der Serie. Die Lakers starteten glücklicher. Sie gingen nach 135 Sekunden durch einen kuriosen Treffer von Corsin Casutt in Führung. Sein Schuss ging via die Bande und den Beinschoner von Marco Mathis zum 0:1 ins Tor. Wie schon in Serie folgte die starke Reaktion der Langenthaler. So spielten sie die Rapperswiler im zweiten Drittel an eine Wand. Der Ausgleich von Stefan Tschannen war die logische Folge. Es folgte eine unnötige Wechselstrafe der Lakers, sowie eine umstrittene Strafe gegen Cyrill Geyer. Die Langenthaler wussten diese Situation zu nutzen. Just, als der erste Rapperswiler zurückkam brachte Jeffrey Füglister die Langenthaler erstmals in Führung.

Nach dem besseren Start kam der Motor der Rapperswiler damit einmal mehr ins Stottern. Wie schon in der Serie gaben sie die Lakers jedoch nicht auf. Nein, sie kamen noch einmal auf eindrückliche Art und Weise zurück. So Konterte Alex Hutchings das 3:1 von Nico Dünner (45.) nur elf Sekunden später mit dem 3:2. Das 4:2 von Philipp Rytz beantwortete Tim Grossniklaus nur 57 Sekunden später mit dem 4:3. Fünf Minuten später war es derweil Topscorer Dion Knelsen, der den Ausgleich für die Gäste bewerkstelligte. Die letzten sieben Minuten wurden damit zur Finalissima in dieser Finalissima. Noch einmal war es dabei der SC Langenthal, der das bessere Ende für sich hatte. So war es Pierrick Pivron der nur 79 Sekunden vor dem Ende zum viel umjubelten 5:4 traf.

Das bessere Team hat gewonnen

Wie immer nach einer solch knappen Entscheidung war die Enttäuschung bei den Verlierern sehr gross. „Nach dem 4:4 war ich mir sicher, dass wir dieses Spiel noch gewinnen, umso bitterer war es kurz vor Schluss doch noch zu verlieren“, versuchte es Jeff Tomlison in Worte zu fassen. „Es ist schon verrückt, wir wollten das ganz Spiel mehr Scheiben aufs Tor bringen. Als ich kurz vor Schluss mit Vehemenz versuchte, die Scheibe aufs Tor zu bringen, liefen wir in diesen Konter“, haderte derweil Cyrill Geyer. Der Verteidiger war sowas wie der tragische Held sass er doch beim 1:2 draussen und traf beim 4:5 die falsche Entscheidung.

Gestohlen haben die Langenthaler diesen Sieg jedoch mit Bestimmtheit nicht. „Sie waren über die ganze Serie gesehen das bessere Team und haben verdient gewonnen“, gab Rappis Tomlinson unumwunden zu. Trotz dieser Überlegenheit, die sich Phasenweise auch in der Finalissima zeigte, konnten die Lakers mit viel Einsatz und Moral immer wieder dagegenhalten. „Das war unglaublich, da spielten wir so gut, und bekamen trotzdem immer wieder das Gegentor“, erklärte Langenthals Stefan Tschannen. Auch Pierrick Pivron konnte kaum glauben, mit welcher Moral die Lakers in diesem siebten Spiel auftraten. Umso schöner sei es gewesen den Treffer kurz vor Schluss zu markieren. „Marc Kämpf spielte einen super Pass, dann sah ich, dass da zwischen den Beinen ein kleines Loch offen war“, meinte der Franzose.

Während man in Langenthal ausgelassen den zweiten NLB-Titel der Geschichte feierte, schien die Ligaqauli derweil noch sehr weit weg zu sein. Obwohl die Serie gegen den HC Ambrì-Piotta bereits am Donnerstag beginnt, war den Langenthaler noch nicht viel über diese Serie zu entlocken. „Heute Abend dürfen wir diesen Titel feiern, erst ab Morgen gilt der Fokus der Ligaquali“, meinte beispielsweise Claudio Cadonau. „Das wird nicht einfach. Ich habe die Spiele von Ambrì gegen Fribourg gesehen. Wir haben allerdings mit dem Cupsieg gegen Lugano gezeigt, dass wir auch gegen ein NLA-Team bestehen können. Ausserdem haben wir nichts zu verlieren“, zeigte sich Pierrick Pivron etwas gesprächiger. Gerade die Tatsache, dass die Ligaqualifikation für die Langenthaler nur eine Zugabe ist, könnte derweil den Unterschied in dieser Serie machen. So hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass eine Mannschaft nur dann in der Ligaquali bestehen konnte, wenn sie den Aufstieg unbedingt wollte. Dies war nach dem Finale in Langenthal nicht zu spüren. Insofern dürfte der HCAP die Ligaquali wohl locker gewinnen. Dies dürfte auch der SCL-Chefetage recht sein. Schliesslich müsste man das Budget für die NLA stark erhöhen. Zudem genügt die Eishalle Schoren den Ansprüchen der NLA noch weniger als die Valascia in Ambrì.

Playoff

FINAL

1LANGENTHAL42243215
4Rapperswil35322034

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Dienstag, 4. April 2017

Langenthal - Rapperswil

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