NLA - Final - Dienstag, 16. April 2013

3 : 2 (1:0, 2:0, 0:2) 

Zuschauer

9244 Zuschauer (ausverkauft)

Malley, Lausanne

Schiedsrichter

Danny Kurmann, Didier Massy; Roman Kaderli, Simon Wüst

Tore

Jérémie Kamerzin1:010:15
F. Conz, P. Savary
Alexej Dostoinov2:023:37
C. Genoway, O. Setzinger
Alexej Dostoinov [PP]3:025:44
C. Genoway, O. Setzinger
50:333:1Sami El Assaoui
T. Nüssli
56:303:2Kurtis McLean
P. Pelletier

Strafen

Simon Fischer02:17
2 min - Stockschlag
08:13Adrian Gerber
2 min - Crosscheck
23:48Kurtis McLean
2 min - Stockschlag
Effektive Dauer: 116 Sekunden
32:52Arnaud Jacquemet
2 min - Stockschlag
36:37Pascal Pelletier
2 min - Crosscheck
Paul Savary40:00
2 min - Behinderung
Jannick Fischer59:05
2 min - Spielverzögerung persönliche Strafe
Effektive Dauer: 55 Sekunden

Aufstellung / Statistik

Torhüter Torhüter
# 1 C. Bays                #25 D. Ciaccio       60:00   
# 1 R. Giovannini               
Verteidiger Verteidiger
# 3 B. Chavaillaz +1             #92 S. El Assaoui +1 1T    3S   
#90 J. Fischer ±0       1S 2' #14 A. Jacquemet ±0          2'
#29 J. Kamerzin +1 1T    5S    # 4 F. Lardi -2       1S   
# 7 L. Leeger +1       2S    # 8 S. Lüthi +1       1S   
#77 A. Reist -2             #93 V. Lüthi -2            
#81 P. Seydoux ±0             #29 C. Moser ±0            
#14 R. Stalder -1             #39 J. Reber ±0       3S   
# 2 P. Rytz +2       4S   
Stürmer Stürmer
#46 B. Antonietti -1       1S    #97 A. Brunner -1       1S   
#28 E. Berthon -1             #18 T. Bucher ±0       1S   
#55 C. Burki ±0       1S    #40 E. Froidevaux -1       1S   
#61 F. Conz -1    1A 4S    #61 A. Gerber -1          2'
#26 A. Dostoinov ±0 2T    4S    #11 R. Leblanc ±0       2S   
#94 T. Déruns +1       2S    #71 K. McLean +2 1T    3S 2'
# 9 S. Fischer ±0       1S 2' #37 S. Moggi ±0       1S   
# 5 C. Genoway +1    2A 5S    #89 S. Moser -1            
#17 A. Küng ±0       1S    #88 T. Nüssli +2    1A      
#92 V. Le Coultre ±0             #10 P. Pelletier +1    1A 3S 2'
#41 P. Savary +1    1A    2' #87 A. Rexha -1            
#88 E. Schirjajev ±0       1S   
#91 O. Setzinger ±0    2A 4S   
Weitere
#39 C. Huet               

Lausanne zurück in der NLA!

Von David Leicht

Nach 8 Jahren Absenz kehrt der Lausanne HC in die National League A zurück, dies dank eines beherzten und verdienten 3:2 Heimsiegs gegen die SCL Tigers. Letztere verlieren die Serie somit mit 2:4 gegen den zuvor Unterklassigen und steigen nach 15 Jahren in der NLA in die NLB ab.

Als um genau 21:50 Uhr in Lausanne die Schlusssirene ertönte, brachen alle Dämme: Konfetti flog aufs Eis, die über 9'000 anwesenden Lausanne-Fans lagen sich in den Armen, und die Mannschaft der Waadtländer, mit Bier, Champagner und Zigarren, zeigten stolz ihre T-Shirts mit der Aufschrift "LNA", die sie während des Spieles unter der Ausrüstung anhatten.

Es schien denn auch von Beginn des Spieles an so, als ob die Lausanner Spieler die "Mission LNA" nicht nur unter der Ausrüstung trugen, sondern auch fest in ihren Herzen: Die Gastgeber traten von Anfang an extrem dominant auf und zwei Drittel lang fand Langnau schlicht und einfach kein Mittel gegen das beherzte Lausanner Kollektiv. Angepeitscht von den einheimischen Fans machten die Waadtländer Druck und hatten bereits in den ersten Minuten etliche Grosschancen, sei es durch den Rückkehrer und Topscorer Colby Genoway, oder seine Sturmpartner Oliver Setzinger (erstes Spiel seit dem 15. Dezember 2012!) und Alexei Dostoinov; oder durch Thomas Deruns und Florian Conz. Aber steter Tropfen höhlt den Stein, und so war es bereits in der 11. Minute, als gerade eine kleine Strafe gegen den Langnauer Adrian Gerber abgelaufen war, als Jérémie Kamerzin die Scheibe an Langnau-Hüter Damiano Ciacco vorbei zum 1:0 in die Maschen schlenzte.

Lausanne blieb danach am Drücker und Langnau hatte es nur Hüter Ciacco und der mangelnden Chancenauswertung des NLB-Meisters zu verdanken, dass Letzerer erst in der 24. Minute zum 2:0 erhöhte: Topscorer Colby Genoway passte vor das Tor, und nach einem Gestocher schob Alexei Dostoinov ein. Nur knapp zwei Minuten später legte Lausanne nach, wieder war es Genoway, der mit viel Tempo ins Langnauer Drittel fuhr und Alexei Dostoinov bediente, welcher souverän hoch zum 3:0 abschloss. Die Malley-Halle kochte und Lausanne spielte sich bis Ende des zweiten Drittels förmlich in einen Spielrausch, ohne hingegen die Partie mit einem vierten Treffer vor zu entscheiden. Aus Langnauer Sicht hingegen musste das Gezeigte während 40 Minuten bereits Anlass zur Sorge geben: Die Emmentaler waren schlicht überfordert. Die wenigen Halbchancen, die man hatte, vergab man unglücklich bis kläglich. So schoss zum Beispiel Verteidiger Philippe Rytz aus guter Position zweimal mehr als einen halben Meter übers Tor, und Thomas Nüssli schoss bei einem aussichtsreichen Angriff schon vor der Mittellinie auf das Tor der Lausanner, ohne dass die Scheibe jemals dort ankam: Philippe Seydoux blockierte nämlich den Schuss.

Im letzten Drittel griff dann Langnau mit dem Mute der Verzweiflung an. Lautstark unterstützt von circa 200 mitgereisten Fans machten die Tigers jetzt mehr für das Spiel, Lausanne hingegen kam immer wieder zu gefährlichen Konterchancen. Es blieb aber Langnau vergönnt, zuerst durch Verteidiger Sami El Assaoui in der 51., und 3:30 vor Schluss durch Topscorer Kurtis McLean, bis auf eine Länge an die Lausanner auf zu schliessen. Dank dieser Wende erspielten sich die Tigers nochmals die Chance, das Spiel in der Schlussminute auszugleichen, zumal sie sogar noch mit sechs gegen vier spielen konnten. Aber dass die Tigers schlussendlich nicht imstande waren den Ausgleich zu erzielen, war symptomatisch für die ganze Serie: Zu spät im Spiel wurden die Berner gefährlich. Und, im Gegensatz zu Lausanne's Chancen über das ganze Spiel gesehen, waren die Chancen von Langnau einfach nicht zwingend genug und das mit 2:0 Toren gewonnene Resultat des Schlussdrittel auch eher schmeichelhaft. Es stach dabei heraus, dass Lausanne mit den Ausländern Genoway und Setzinger die klar gefährlicheren Importspieler hatte als Langnau, bei denen McLean zwar ein Tor erzielte und Pascal Pelletier zwei Halbchancen hatte, aber über das Spiel und die Serie hinweg gesehen klar weniger Dominanz auf das Spiel ausüben konnten.

Am Schluss musste Cristobal Huet im Lausanner Tor noch zwei Mal präsent sein, und dann war "der Mist geführt". Lausanne gewinnt die Serie gegen die SCL Tigers dank eines verdienten 3:2 Sieges mit 4:2 Siegen. Am Schluss zählt nur noch das Resultat, und nicht das wann und wie - aber, man kann doch abschliessend sagen, dass bei Langnau am Schluss sowohl die Substanz wie auch die Kompaktheit fehlte, um gegen ein sehr hungriges und motiviertes Lausanne bestehen zu können.

So kam es wie es oft kommt im Sport: Während Queen's "We are the champions" erhallte und das Stadion feierte, hatte jeder Langnauer Spieler, Staff und Fan einen emotionalen Tiefpunkt erreicht. Die NLA verliert einen sympathischen Traditionsklub, der seit 1998 in der höchsten Spielklasse mittat. Während am Genferseeufer eine lange Festnacht beginnt, tritt das Team von Köbi Kölliker die harte Reise zurück nach Langnau an und muss sich über die Sommermonate auf eine ganz neue Challenge einstellen, die vermutlich ganz klar das Ziel "Wiederaufstieg" haben wird. Auf der anderen Seite gewinnt die National League A mit dem Lausanne HC auch einen Traditionsklub hinzu, was dem Sport in der hockeyentzückten Romandie weiter guttun wird.

Interview mit dem Torhüter des Lausanne HC, Cristobal Huet:

Hockeyfans.ch: Cristobal, herzliche Gratulation! Sie haben in Ihrer Karriere vieles erreicht, was bedeutet Ihnen dieser Sieg heute?

Cristobal Huet: Wie man sieht, sehr viel! Ich habe, wie auch das ganze Team, dem Aufstieg entgegen gefiebert und hart dafür gearbeitet. Wir wollten unbedingt gewinnen! Für mich persönlich bedeutet der Sieg sehr viel, ich fühle mich in dieser Region zuhause und habe sehr viele Freunde hier - es ist grossartig, mit und in dieser Region so einen Erfolg zu feiern!

Hockeyfans.ch: Am Schluss wurde es nochmals sehr eng, habt ihr euch nach 40 Minuten Dominanz auf eine so harte Schlussphase eingestellt?

Cristobal Huet: Ja klar, damit rechnen muss man immer. So ist eben der Sport, es kann jederzeit wieder kippen. Langnau wurde nochmals gefährlich und wir waren darauf vorbereitet. Am Schluss hat aber unser aufopfernder Kampf sich ausbezahlt.

Hockeyfans.ch: Wie feiert man einen Aufstieg?

Cristobal Huet: (lacht) Sehr, sehr fest. Wir werden ausgelassen feiern und lassen es auf uns zukommen!

Hockeyfans.ch: Danke Cristobal und nochmals herzliche Gratulation!

Playoff

FINAL

1Fribourg2131321
2BERN4440135

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