Thurgaus Aufholjagd nicht belohnt

Von Pascal Zingg

Der HC Thurgau verliert vor 805 Zuschauern hauchdünn mit 4:5 gegen die Lakers. Die Thurgauer wurden damit nur schlecht für ihre engagierte Leistung in der zweiten Hälfte der Partie belohnt.

Als Duri Camichel in der 24. Minute das 4:0 für die Lakers gelang, hätte wohl selbst der grösste Thurgauer Optimist nichts mehr auf sein Team gesetzt. Die Lakers waren den Hausenherren bis zu diesem Zeitpunkt in allen Belangen überlegen. Vorne spielten sie mit der Thurgauer Verteidigung Katz und Maus, was dazu führte, dass sie sich in den ersten 24 Minuten sehr viele Chancen erspielen konnten. Wie so oft in den letzten Jahren, scheiterten sie jedoch am eigenen Unvermögen. Immerhin konnten die Lakers in dieser Phase auf die Hilfe von Thurgau Goalie Ardizzone zählen, der bei zwei Toren eine sehr schlechte Figur machte und auch sonst sehr unsicher wirkte. In der Verteidigung hatten die Lakers unterdessen alles im Griff. So wurde es im ersten Drittel nur einmal gefährlich. Als Ronny Keller einen Querpass direkt abnahm, verschob David Aebischer allerdings blitzschnell und zeigte seinen ersten Big Save im Dress der Lakers.

So eindeutig die Situation zu Beginn schien, so ausgeglichen endete das Spiel. Was war passiert? Nur 20 Sekunden nach Camichels 0:4 war es Elia-Marius Mettler, der für Thurgau auf 1:4 verkürzte. Dies war jedoch noch nicht der Startschuss zur Thurgauer Aufholjagd. Dieser fiel in der 49. Minute, als die Lakers Verteidigung Claudio Zurkirchen vergass und ihm damit die Möglichkeit zum 2:4 eröffnete. Es schien, als würde der NLA-Vertreter nun nervös zu werden. Die Aussetzer der Verteidigung häuften sich und auch die Paraden von Jonas Müller (spielte ab der 31. für Aebischer) wirkten plötzlich nicht mehr sicher. Thurgau erkannte die Gunst der Stunde und glich innert fünf Minuten zum 4:4 aus. De Lakers waren zwar stets bemüht in der Offensive noch ein Tor nachzulegen, doch scheiterten sie Mal um Mal an Oehniger, der in der 34. für den schwachen Ardizzone gekommen war. Schlussendlich war es der Hartnäckigkeit von Robby Earl zu verdanken, dass die Lakers doch noch zum 4:5-Siegtreffer kamen. Ein Klassenunterschied war zum Schluss jedoch nicht mehr zu sehen. Die Lakers offenbarten dabei die gleichen Schwächen, wie noch in der letzten Saison. Offensiv machten sie zu wenig aus ihren Chancen und defensiv wirkten sie instabil. Immerhin mit Camenzind, Büsser, Geyer und Gmür fehlten vier Stammverteidiger, die in der Meisterschaft Elite-Junior Marzan und Stürmer Rizzello ersetzen dürften.

HC Thurgau - Rapperswil-Jona Lakers 4:5 (0:3, 1:1, 3:1)

Ort: Güttingersreuti, Weinfelden; 805 Zuschauer. – Schiedsrichter: Peer; Brunner, Küng. – Tore: 7:44 Kolnik (Earl; Ausschluss: Roos) 0:1; 11:37 Sejna (Wichser) 0:2; 19:48 Berger 0:3; 23:41 Camichel (Berger) 0:4; 24:01 Mettler (Rohner) 1:4; 48:22 Zurkirchen (Lemm) 2:4; 50:11 Arnold 3:4; 53:21 Lemm (Zurkirchen) 4:4; 56:33 Earl 4:5. – Strafen: 8 x 2 Minuten + 10 Minuten (Bloch) gegen Thurgau; 6 x 2 Minuten gegen die Lakers

HC Thurgau: Ardizzone (34. Oehninger); Bloch, Jaag, F. Maier, Suter, Roos, Keller, Wollgast, Moser; Dietrich, Lemm, Arnold; Küng, Bahar, Bieri, Charpentier, Trachsler, Zurkirchen, P. Maier, Rohner, Mettler.

Lakers: Aebischer (31. Müller); S Berger, Walser; Welti, Marzan; Geiger, Winkler; Welti, Rizzello; Kolnik, Earl, Burkhalter; Thömy, Sejna, Wichser; Jörg, Camichel, N. Berger; Neukom, Hürlimann, Thibaudeau.

Bemerkungen: Lakers ohne Riesen, Grauwiler, Camemzind, Büsser, Geyer, Gmür.

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