NLA - Final - Samstag, 7. April 2012

1 : 3 (0:0, 1:1, 0:2) 

Zuschauer

6000 Zuschauer (86% Auslastung)

Stadio Valascia, Ambrì-Piotta

Schiedsrichter

Didier Massy, Stephane Rochette; Nicolas Fluri, Joris Müller

Tore

Roman Schlagenhauf1:031:02
D. Grassi, E. Bianchi
34:421:1Marco Gruber
C. Cadonau, N. Guyaz
57:561:2Tim Weber
T. Dommen
59:521:3Stefan Tschannen
Y. Bodemann
ins leere Tor

Strafen

10:37Marc Kämpf
2 min - Haken
28:03Claudio Cadonau
2 min - Stockschlag

Aufstellung / Statistik

Torhüter Torhüter
#35 M. Schoder                #73 M. Mathis               
#30 T. Bäumle                #41 M. Eichmann               
Verteidiger Verteidiger
#81 J. Bonnet                #34 C. Cadonau       1A    2'
# 5 G. Casserini                #98 S. Flückiger               
#22 R. Kobach                #72 N. Guyaz       1A      
#14 P. Müller                #16 M. Leuenberger               
#26 M. Noreau                # 5 Y. Müller               
#11 M. Schulthess                #21 M. Schefer               
#28 P. Sidler                #96 N. Steiner               
#84 A. Trunz               
Stürmer Stürmer
#20 E. Bianchi       1A       #91 Y. Bodemann       1A      
#63 M. Bianchi                #23 D. Carbis               
#55 A. Demuth                #47 A. Chatelain               
#46 P. Duca                #87 T. Dommen       1A      
#12 D. Grassi       1A       #13 M. Gruber    1T         
#10 V. Lakhmatov                #24 D. Hobi               
#87 M. Pedretti                #14 M. Holenstein               
#17 J. Perrault                #81 B. Kelly               
#18 I. Pestoni                #18 M. Kämpf             2'
#13 R. Raffainer                #94 L. Neher               
#44 R. Schlagenhauf    1T          #71 S. Tschannen    1T         
#91 J. Walker                #68 T. Weber    1T         
#76 M. Wolf               

„Gewinnen macht Spass“

Von Leroy Ryser

Der SC Langenthal versetzt den HC Ambri-Piotta in Angst und Schrecken: Mit dem 3:1 Erfolg im dritten Spiel verkürzen die Berner die Serie gegen die Tessiner auf 2:1 und können nun am Ostermontag zu Hause ausgleichen.

Zwischen Ambri und Langenthal stand es vor dem Spiel am Ostersamstag 2:0 für die Tessiner – das heisst aber noch lange nicht dass die Berner am Ende sind. Bereits im NLB-Final gegen Lausanne machten sie einen solchen Rückstand wett, im dritten Spiel gewannen sie mit einem 1:0 nach Penaltyschiessen.

Ambri war also gewarnt und genau dies bemerkte man im Spiel der Südschweizer auch. Weder die Pässe, noch die Puckannahmen waren stilsicher. Die Zuschauer konnten den Spielern eine Verunsicherung ansehen. Trotzdem waren es die Ambri-Akteure, die im ersten Drittel die besseren Chancen hatten. Walker scheiterte alleine vor dem Tor an Marc Eichmann, Pestoni zog gleich mehrmals gegen den Langenthaler Keeper den Kürzeren. Aber auch der SCL musste sich nicht verstecken, denn das erste Drittel war ausgeglichen und verfügte über gute Abschlüsse auf beiden Seiten. Für ein Tor reichte es im ersten Drittel aber noch nicht – das gefiel dem SC Langenthal mit Sicherheit besser als dem HC Ambri Piotta.

Im zweiten Drittel hatte Ambri dann die Überhand im Spiel. Sie waren gefährlicher vor dem Tor und sorgten mehrmals für Furore. Vor allem ab der 24. Minute waren die Gastgeber sehr stark vertreten vor dem SCL-Tor. Erneut war es die erste Linie um Pestoni, Walker und Lakhmatov, die ebendiese Phase starteten. Als die Langenthaler in der Folge sogar noch in Unterzahl spielen mussten, erwartete man eigentlich bereits das Tor – Ambri scheiterte jedoch abermals an Marc Eichmann. Die heiklen Momente schienen überstanden als Brent Kelly sich im Angriff einen Fehler leistete und ein Querpass zu Tschannen nicht anbrachte. In der Folge startete der HCAP einen Konter, bei welchem Daniele Grassi aufs Tor schoss, den SCL-Keeper zu einem Abpraller zwang und Schlagenhauf somit das leere Tor auf dem Tablett präsentierte. Das 1:0 hätte für Ambri befreiend sein können, wäre da nicht Marco Gruber gewesen. Der Stürmer aus der zweiten SCL-Linie lief zwei Minuten später über die gegnerische Linie und schloss schnörkellos ab. Bäumle griff schlicht und einfach dagegen und auf einmal zitterte Ambri wieder. „Ich selber habe die Scheibe gar nicht gesehen. Mein Ziel war es nur, den Puck am Schoner des Verteidigers vorbei zu spielen. Dann habe ich die Fans jubeln gehört. Das war sicherlich ein wichtiges Tor“, so Gruber nach der Partie. Bis zur Pausensirene war es auf einmal der SC Langenthal, der das Spiel im Griff hatte. Zum Führungstreffer kam es aber nicht – erneut war es ausgeglichen, ein weiteres Mal ging Langenthal zufriedener als Ambri in die Pause.

Im letzten Drittel machte sich ein erstes Mal die Müdigkeit der Langenthaler stark bemerkbar. Sie gerieten gegen die nun sicherer auftretenden Ambri Spieler unter Druck und konnten ihrem Torwart gleich mehrmals ein Kränzchen winden, da er sie im Spiel hielt. Je länger die Partie dauerte, desto mehr verzweifelte das Heimteam an den eigenen Möglichkeiten, bis in der 58. Minute Tim Weber den SC Langenthal sogar in Führung schoss. Dommen setzte sich dabei vorangehend im Slot gegen zwei Ambri-Spieler durch und schloss zwei Mal ab. Beim zweiten Streich sprang die Scheibe vor Webers Füsse, der nur noch einschieben musste. „In diesem Moment sprang der Puck endlich mal für uns“, erklärte Weber das Tor. Man habe die wohl bisher schlechteste Leistung in der Ligaquali gezeigt, aber das Glück auf der eigenen Seite gehabt. Nun beginnt in Ambri mit Sicherheit das Zittern. Der einzige Vorteil bleibt die Frische. Aus diesem Grund wird sich Heinz Ehlers wohl überlegen müssen, ob er auf die noch frischen Spieler Simon Kühni, Marc Wolf, Patrick Meyer und auch Mike Wolf zurückgreifen will. Im letzten Spiel machten nämlich genau die jungen Spieler aus der vierten Linie einen hervorragenden Eindruck. Die Chancen für den SCL sind auf jeden Fall in Takt: „Ein solcher Spiel verleiht Energie – gewinnen macht Spass“, erklärte Tim Weber nach dem Spiel und auch Gruber ist über die positive Wirkung des Erfolgs überzeugt: „Der Druck liegt weiterhin bei Ambri. Am Montag wird es ein volles Haus geben, das einen topmotivierten SCL sehen wird. Da kann das 2:2 sicherlich fallen.“

HC Ambri-Piotta – SC Langenthal 1:3 (0:0, 1:1, 0:2)

Valascia. – 6000 Zuschauer. – SR: Massy/Rochette, Fluri/Müller. – Tore: 32. Schlagenhauf (Daniele Grassi, Elias Bianchi) 1:0. 35. Gruber (Cadonau, Guyaz) 1:1. 58. Weber (Dommen, Kämpf) 1:2. 60. (59:52) Tschannen (Bodemann/ins leere Tor) 1:3. – Strafen: 0mal 2 Minuten gegen Ambri. 2mal 2 Minuten gegen Langenthal.

Ambri: Bäumle; Kobach, Noreau; Sidler, Trunz; Schulthess, Casserini; Pascal Müller, Bonnet; Lakhmatov, Walker, Pestoni; Raffainer, Perrault, Pedretti; Elias Bianchi, Schlagenhauf, Daniele Grassi; Demuth, Mattia Bianchi, Duca.

Langenthal: Eichmann; Schefer, Müller; Cadonau, Guyaz; Leuenberger, Steiner; Flückiger; Tschannen, Bodemann, Kelly; Gruber, Chatelain, Carbis; Kämpf, Weber, Dommen; Neher, Holenstein, Hobi; Mike Wolf.

Bemerkungen: Ambri ohne Botta, Croce, Hofmann, Incir, Kariya, Kutlak, Meier, Murovic, Stucki, Enzo Walker (alle verletzt), Frunz, Guerra, Kohn, Landry, Loichat und Schaefer (alle überzählig). Langenthal ohne Brägger, Campbell, Meyer (alle verletzt), Brunner, Kühni, Marc Wolf (alle überzählig) und Andrea Grassi (Militär). 51. Time-out Ambri. 59:11 bis 59:52 Ambri mit sechstem Feldspieler anstelle von Goalie Bäumle.

Playoff

FINAL

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