NLA - Final - Montag, 13. April 2009

1 : 2 (0:0, 0:2, 1:0) 

Zuschauer

7624 Zuschauer (ausverkauft)

Kolping Arena, Kloten

Schiedsrichter

Danny Kurmann, Brent Reiber; Tobias Wehrli, Dany Wirth

Tore

26:150:1Dino Wieser
S. Rizzi, M. Wieser
31:360:2Reto von Arx
D. Bürgler
Félicien Du Bois [PP]1:244:07
M. Liniger

Strafen

01:31Andres Ambühl
2 min - Haken
01:31Peter Guggisberg
2 min - Hoher Stock
04:38Marc Wieser
2 min - Haken
Marc Welti17:28
2 min - Spielverzögerung persönliche Strafe
19:14Robin Grossmann
2 min - Beinstellen
Patrick von Gunten35:57
2 min - Penaltyschuss
Félicien Du Bois39:05
2 min - Crosscheck
43:12Robin Grossmann
2 min - Haken
Effektive Dauer: 55 Sekunden
49:41Robin Leblanc
2 min - Stockschlag

Aufstellung / Statistik

Torhüter Torhüter
#71 J. Gallmann                #30 L. Genoni       60:00   
#66 R. Rüeger       60:00    #35 R. Berra               
Verteidiger Verteidiger
#14 J. Bonnet ±0             #16 F. Blatter +1            
#37 C. Brown ±0             #29 B. Forster ±0            
#62 F. Du Bois ±0 1T       2' #55 L. Gerber ±0            
#77 R. Hamr -1             # 5 M. Gianola ±0            
#17 A. Jacquemet ±0             #91 R. Grossmann +1          4'
#11 M. Schulthess ±0             #78 J. von Arx +1            
#28 P. Sidler -1            
# 2 M. Welti -2          2'
#72 P. von Gunten ±0          2'
Stürmer Stürmer
#87 S. Kellenberger ±0             #10 A. Ambühl ±0          2'
#55 S. Lindemann ±0             #87 D. Bürgler +1    1A      
#23 T. Santala -1             #12 A. Furrer +1            
#22 V. Stancescu -1             #94 P. Guggisberg ±0          2'
#18 T. Walser ±0             #72 L. Jinman ±0            
#27 R. Wick -1             #48 R. Leblanc ±0          2'
#24 J. Marha ±0            
#79 M. Riesen ±0            
#69 S. Rizzi +1    1A      
#27 P. Sykora +1            
#71 P. Taticek ±0            
#56 D. Wieser +1 1T         
#65 M. Wieser +1    1A    2'
#83 R. von Arx +1 1T         
Weitere
#10 M. Jenni ±0            
#41 M. Liniger -1    1A      
#33 K. Rintanen -1            
#76 F. Rothen -1            
#16 R. Schrepfer ±0            

Davoser Erfahrung setzte sich durch

Von Pascal Zingg

Der HC Davos ist in einem siebten Spiel nicht zu schlagen, dies bewiesen die Bündner im siebten Finalspiel aufs Neue und liessen sich als Meister 2009 feiern. Den Grundstein zum Sieg legten die Davoser dabei im zweiten Drittel, als sie mit 2:0 in Front gingen. Die Aufholjagd der Flyers kam schliesslich zu spät.

Die Davoser gaben den Kloten Flyers bereits nach 91 Sekunden die beste Chance zum Führungstreffer. Mit Ambühl und Guggisberg kassierten nämlich gleich zwei Davoser eine Strafe und bescherten den Klotener eine doppelte Überzahl. Die Klotener selber taten sich aber schwer das Geschenk anzunehmen, sie konnten die drei Davoser zu wenig unter Druck setzen und kamen daher zu keiner guten Chance. Als die beiden Davoser wieder zurück waren, ging es gleich auf der anderen Seite ab. Ambühl wurde lanciert und zusammen mit Guggisberg lief er einen Konter, letzterer Schlug nach dem Pass von Ambühl allerdings über die Scheibe. Es entwickelte sich nun ein aufregendes Hin und Her, das in einem Lattenschuss von Rothen gipfelte. Nach dieser Topchance, merkten wohl beide Mannschaften was es geschlagen hatte und konzentrierten sich fortan wieder auf die Defensive, so dass das erste Drittel mit 0:0 endete.

Auch im zweiten Drittel regierte vor allem die Defensive. Die erste gute Chance hatte Lukas Gerber in der 25. Minute, er scheiterte jedoch an Ronnie Rüeger. Rund eine Minute später war die vierte Linie der Davoser auf dem Eis. Die Wieser Brothers wirbelten und plötzlich hatte Dino Wieser nach einem Abpraller von Rüeger das offene Tor vor sich. Wieser liess sich nicht zwei Mal bitten und erlöste die HCD-Kurve mit dem 0:1. Die Klotener Reaktion war zunächst heftig, doch der HCD verteidigte geschickt und konnte sich in der 32. Minute durch Bürgler lösen. Bürgler lief vors Tor und lancierte dort Reto von Arx, der das 0:2 markierte. Auch nach dem 0:2 waren es vor allem die Davoser, die mit Kontern gefährlich wurden. In der 36. Minute war es Dino Wieser der auf und davon zog, um Rüeger zu bezwingen. Wieser zog am Tor vorbei ohne zu treffen. Weil er aber anschliessend zu Fall kam, entschieden die Schiedsrichter auf Penalty. Ein sehr harter entscheid wie ich meine, denn als Wieser zu Fall kam, war die Szene bereits geklärt. Lee Jinman war dies sicher egal, trotzdem scheiterte er aber an Rüeger. So war nach zwei Dritteln doch noch etwas Spannung im Spiel.

Im letzten Drittel peitschte der bemerkenswerte Anhang der Klotener die Mannschaft nochmals nach vorne. Auf dem Eis gab Jenni in der 42. Minute mit einem Pfostenschuss den Startschuss für die Aufholjagd. Als Grossmann in der 44. Minute dann noch eine kleine Strafe kassierte, gab es bei den Klotenern kein Halten mehr. Der Druck war riesig und wurde schliesslich mit dem 1:2 von Du Bois belohnt. Beflügelt vom Anschlusstreffer nahm man in der 50. Minute das nächste Powerplay in Angriff. Santala schaffte es allerdings zwei Mal aus bester Position nicht das 2:2 zu erzielen. Obwohl nun nur noch die Kloten Flyers spielten, rannte ihnen langsam die Zeit davon. Schliesslich lief auch schon die letzte Minute und Rüeger verliess sein Tor. Auch mit sechs Feldspielern wollte den Klotenern aber kein Tor mehr gelingen und so zählten die Davoser Fans alsbald die Sekunden zum Meistertitel runter.

Stimmen zum Spiel

Sven Lindemann war nach dem Spiel sichtlich niedergeschlagen: „Wir haben alles probiert, aber irgendwie wollte es einfach nicht, das tut sehr weh.“ Für Lindemann gewann schlussendlich das glücklichere Team: „Ich glaube nicht, dass wir verloren haben, weil wir unerfahrener waren. Im siebten Finalspiel zählen andere Gesetze.“

Andres Ambühl war der Meinung, dass zum Schluss vor allem die Erfahrung den Unterschied ausgemachte: „Wir waren schon oft in ähnlichen Situation, deshalb waren wir in diesem Spiel wohl auch etwas lockerer als der Gegner.“ Ambühl meinte auch, dass er während der ganzen Serie ein gutes Gefühl hatte: „Wir spielen am besten, wenn wir das Messer am Hals haben, von daher war es vielleicht nicht schlecht, das wir in der Serie 0:1 in Rückstand gerieten. Auch die Kraft für die WM sollte noch reichen, meinte der Davoser: „Ich hatte am Anfang der Playoffs etwas ein Tief, aber zu letzt lief es mir immer besser. Ich bin nun auch motiviert für die WM, ich will da unbedingt dabei sein.“

Für viel Wirbel im Spiel sorgte die Linie um Marc Wieser, der meinte, dass man einfach seinen Job tat: „Wir haben konzentriert und einfach gespielt, das war unser Erfolgsrezept.“ Wieser gab aber auch zu, zum Schluss etwas nervös gewesen zu sein: „Ich konnte fast nicht mehr hinsehen, doch mit dem Pokal vor Augen haben wir nochmals das Letzte aus uns rausgepresst.“ Das Erfolgsrezept schob Wieser den Routiniers zu: „Der harte Kern weiss einfach wie man wichtige Spiele angehen muss, die reissen dann jeweils auch die Jungen mit.“

Auch für Beat Forster war die Erfahrung das Erfolgsrezept: „Wir waren uns einfach gewohnt im siebten Spiel unsere Leistung abzurufen, das hat den Unterschied ausgemacht.“ Für Forster machte es denn auch nichts aus, dass er beim CHL-Titel der Zürcher nicht dabei sein konnte: „Als ich gewechselt habe, musste ich die Championsleague abschreiben. Nun sind wir Meister, das ist einerseits eine tolle Sache und auf der anderen Seite haben wir nun die Gelegenheit in der CHL selbst etwas zu erreichen.“ An die Nationalmannschaft mochte Forster noch nicht denken: „Im Moment zählt noch der Club und da ist feiern angesagt. Über das was nachher kommt mache ich mir jetzt noch keine Gedanken.“

Telegramm:

Kloten Flyers – HC Davos 1:2 (0:0; 0:2; 1:0)

Kolping Arena, Kloten: 7624 Zuschauer (ausverkauft). – SR: Reiber, Kurmann; Wehrli, Wirth. – Tore: 27. D. Wieser (Rizzi, M. Wieser) 0:1; 32. R. von Arx (Bürgler) 0:2; 44. Du Bois (Liniger; Ausschluss: Grossmann) 1:2. – Strafen: 2 x 2 Minuten gegen Kloten; 6 x 2 Minuten gegen Davos.

Kloten Flyers: Rüeger (Ersatz: Gallmann); Welti, Hamr, du Bois, Sidler, von Gunten, Bonnet; Rothen, Santala, Rintanen, Jaquemet, Brown, Stancescu, Jenni, Liniger, Wick, Lindemann, Kellenberger, Schrepfer, Walser.

Davos: Genoni (Ersatz: Berra); Gianola, Forster, J. von Arx, Grossmann, Blatter, Gerber, Furrer; Riesen, R. von Arx, Jinman, Sykora, Marha, Taticek, Guggisberg, Ambühl, Bürgler, M. Wieser, Rizzi, D. Wieser, Leblanc.

Bemerkungen: Kloten ohne Winkler (verletzt), Müller, Bodenmann, Della Rossa, Lemm (alle überzählig); Davos ohne Wellinger, Daigle, Stoop (alle überzählig); 11. Lattenschuss Rothen; 36. Jinman scheitert mit einem Penalty an Rüeger; Pfostenschuss Jenni; Kloten ab 59:12 ohne Torhüter; 59:39. Timeout Kloten.

Playoff

FINAL

3Kloten32514211
4DAVOS41620402

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