NLA - Final - Donnerstag, 14. April 2005

0 : 4 (0:0, 0:1, 0:3) 

Zuschauer

9000 Zuschauer (ausverkauft)

Malley, Lausanne

Schiedsrichter

Reto Bertolotti; Jürg Simmen, Adrian Sommer

Tore

32:470:1Cornel Prinz
J. Peltonen
50:070:2Ruedi Forster
D. Legwand
58:480:3David Legwand
H. Domenichelli
ins leere Tor
59:350:4David Legwand
H. Domenichelli, A. Zehnder
ins leere Tor

Strafen

Michaël Neininger08:57
2 min - Behinderung
18:55Cornel Prinz
2 min - Behinderung
30:40Cornel Prinz
2 min - Hoher Stock
34:11David Legwand
2 min - Haken
Patrick Boileau37:39
2 min - Halten
46:07Cornel Prinz
2 min - Behinderung

Aufstellung / Statistik

Torhüter Torhüter
R. Schürch                O. Wissmann               
T. Berger       60:00    P. Schöpf       60:00   
Verteidiger Verteidiger
P. Boileau             2' R. Forster    1T         
B. Heldstab                R. Keller               
M. Holzer                O. Schäublin               
M. Kamber                R. Stalder               
M. Ngoy                M. Tuulola               
A. Reist                M. Wüthrich               
A. Roach                A. Zehnder       1A      
Stürmer Stürmer
F. Andenmatten                R. Badertscher               
G. Christen                A. Chatelain               
F. Conz                H. Domenichelli       2A      
S. Gähler                R. Friedli               
L. Hurtaj                D. Legwand    2T 1A    2'
O. Kamber                T. Nüssli               
M. Neininger             2' J. Peltonen       1A      
P. Schaller                C. Prinz    1T       6'
L. Schönenberger                S. Schnyder               
M. Tuomainen                B. Sigrist               
J. Turler                S. Tschuor               
S. Weibel                S. Voegele               
Weitere Weitere
G. Zenhäusern                A. Plavsic               

Basel schafft Aufstieg, Lausanne im Elend

Von Martin Merk, Fotos von Samuel Hufschmid

Der EHC Basel hat den Aufstieg geschafft. Cornel Prinz’ Tor bei Spielmitte ebnete den Weg zum 0:4 und zu einer langen Nacht beim NLB-Meister. Für den Lausanne HC endete der Abend dagegen im Elend und mit einem Pfeifkonzert.

Die spannende Ligaqualifikation um den letzten freien Platz in der Nationalliga A zwischen dem NLA-Letzten Lausanne HC und dem NLB-Meister EHC Basel ging in die letzte Runde. Nach je drei gewonnenen Spielen (davon je zwei auswärts) musste die „Belle“, mussten Details über die Ligazugehörigkeiten der Clubs entscheiden. Die Partie wurde mit Spannung erwartet. Nachdem in der sechsten Runde in Basel erstmals diese Saison ausverkauft gemeldet wurde, gab es nun erstmals seit letzten Oktober in Lausanne volles Haus. Die Lausanner als Favorit mit dem teureren Kader standen am ehesten unter Druck, doch im Gegensatz zu den bisherigen Spielen entwickelte sich von Beginn an eine offene Partie. Beide Mannschaften bemühten sich, in der Defensive gut zu stehen und vorne Chancen zu kreieren, worauf die Zuschauer nicht viele, aber gute Chancen hüben und drüben anschauen konnten. Beide Mannschaften erschienen im Vergleich zu den bisherigen Partien erstaunlich diszipliniert, so dass der Schiedsrichter Reto Bertolotti in seinem letzten Meisterschaftsspiel nicht viele Strafen zu pfeifen hatte.

Für die Zuschauer war es eine spannende Partie, bei der sich jedoch lange kein Sieger heraus kristallisierte. Erst in der 33. Minute, bei einem kapitalen Fehler der Lausanner Mannschaft und des Coachings fiel eine Vorentscheidung. Nach einem vieler harmloser Powerplay-Situationen der Gastgeber kam der Basler Stürmer Cornel Prinz von der Strafbank und dies gleich zum richtigen Zeitpunkt, um von Jarno Peltonen angespielt zu werden. Prinz konnte so ungestört auf den LHC-Goalie Thomas Berger losziehen und traf im Stile eines Routiniers. Damit waren die Waadtländer nun definitiv unter Druck und gefordert, gegen einen defensiv stabil erscheinenden Gegner mehr herauszuholen. Eine Aufgabe, der man nicht so ganz gewachsen schien. Die Chancen des LHC waren selten zwingend, desöfteren kamen die Basler dafür zu Konterchancen, aus welchen meist wenig gemacht wurde. Bis auf das Tor von Ruedi Forster in der 51. Minute, welches die Basler gar 0:2 in Führung brachte. Vier Minuten später verpasste Alexander Chatelain mit seinem Schuss ans Gehäuse gar noch den dritten Treffer. Je näher man dem Spielende kam, desto mehr schien sich bei den Spieler und Fans des Lausanne HC Ernüchterung breit zu machen. Einzig die rund 450 Basler Fans im Gästesektor feierten bereits. Und David Legwand, der namhafteste Spieler mit zuletzt absteigender Formkurve, konnte ins leere Tor doch noch das 0:3, später gar das 0:4 erzielen. Mit dem Schlusspfiff waren die Lausanner am Boden zerstört, während sich die Basler Spielerbank leerte und man sich feiern lassen konnte.

Der EHC Basel ist damit in der NLA, der Lausanne HC muss mit der NLB planen – sofern er am 27. April 2005 anlässlich der Nationalliga-Versammlung in Zug nicht auf dem grünen Tisch gerettet werden sollte. Die Chancen scheinen aber gering. Ein trauriges Ende der „Hockeystadt“ Lausanne nach vier Jahren am Tabellenende.

Sollte Lausanne wirklich absteigen, drohen einige gewichtige Abgänge, vor allem von guten Transfers (Keller, Aeschlimann), die noch gar nicht erst da sind. Interesse an Basel sollen auch Michel und Oliver Kamber haben, die Brüder, welche aus dem Baselbiet stammen. Nicht mehr für Basel spielen werden ebenfalls einige Spieler. Sicher ist der Rücktritt von Cornel Prinz, der nun an der Universität Zürich Jus studieren wird. Er wird zukünftig für den Erstligisten Dübendorf auf dem Eis stehen. Offen ist auch, ob Andreas Zehnder weiter macht. Er überlegt sich, ob er eine Trainerkarriere startet. Entsprechende Kurse und Lizenzen hat er bereits. Offen ist auch, ob Alex Stein als Assistent von Kent Ruhnke mit aufsteigt. Für ihn wäre dies genauso eine Herausforderung wie ein Job als Headcoach in der NLB, wo er mit Olten in Kontakt steht. Dass beim Aufsteiger alle zufrieden waren, muss wohl nicht extra erwähnt werden. Der Trainer Kent Ruhnke hat nach dem Feiern ein paar ruhigere Tage angekündigt. Zumindest bis zu seiner ersten Bierdusche, nach welcher er ein Training morgens um 7 Uhr angekündigt hat. Wie er die Saison kurz umschreiben würde? "Eine Mannschaft mit Herz!" war seine Antwort. Nun wird die Nacht durchgefeiert und um 21 Uhr erfolgt die offizielle Aufsstiegsfeier in Basel (Hattrick, St. Jakob-Park).

Playoff

FINAL

2DAVOS446343
3ZSC Lions163232

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Donnerstag, 14. April 2005

Lausanne - Basel

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