NLA - Final - Montag, 28. März 2005

4 : 6 (1:4, 0:1, 3:1) 

Zuschauer

7480 Zuschauer (99% Auslastung)

Eisstadion, Davos

Schiedsrichter

Reto Bertolotti; Jürg Simmen, Adrian Sommer

Tore

02:250:1Mark Streit
T. Paterlini, R. Robitaille
05:590:2Martin Kout
C. Micheli, A. Camenzind
Rick Nash [PP]1:207:11
J. Thornton
14:441:3Andreas Camenzind
S. Helfenstein, C. Micheli
18:141:4Mark Streit [PP]
J. Alston, R. Petrovicky
25:021:5Reto Stirnimann [SH]
T. Paterlini
Peter Guggisberg [PP]2:542:45
J. Thornton
Reto von Arx [PP]3:544:44
J. Thornton
Niklas Hagman4:557:43
J. Thornton
59:484:6Jan Alston [PP]
keine Assists
ins leere Tor

Strafen

Rick Nash00:24
2 min - Halten
06:39Andri Stoffel
2 min - Stockhalten
Effektive Dauer: 32 Sekunden
11:52Raeto Raffainer
2 min - Unerlaubter Körperangriff
15:23Pascal Tiegermann
2 min - Übertriebene Härte
Jan von Arx15:36
2 min - Übertriebene Härte
Beat Forster17:51
2 min - Haken
Effektive Dauer: 23 Sekunden
22:16Pascal Tiegermann
2 min - Beinstellen
Reto von Arx22:57
2 min - Behinderung
24:01Andreas Camenzind
2 min - Behinderung
Jan von Arx25:24
2 min - Beinstellen
Reto von Arx40:24
2 min - Stockschlag
41:07Michel Zeiter
20 min - Disziplinar
41:07Michel Zeiter
5 min - Hoher Stock
Rick Nash43:41
2 min - Halten
43:44Randy Robitaille
2 min - Haken
Effektive Dauer: 60 Sekunden
Reto von Arx55:07
2 min - Übertriebene Härte
55:07Andri Stoffel
2 min - Übertriebene Härte
Rick Nash58:17
2 min - Halten
Effektive Dauer: 91 Sekunden

Aufstellung / Statistik

Torhüter Torhüter
J. Hiller       60:00    A. Sulander       60:00   
T. Bäumle                M. Schoder               
Verteidiger Verteidiger
F. Blatter                A. Camenzind    1T 1A    2'
B. Forster             2' M. Höhener               
M. Gianola                M. Kout    1T         
A. Häller                K. Lindemann               
A. Ramholt                T. Ramholt               
J. von Arx             4' E. Salis               
M. Seger               
A. Stoffel             4'
M. Streit    2T         
Stürmer Stürmer
A. Ambühl                J. Alston    1T 1A      
B. Christen                S. Helfenstein       1A      
P. Guggisberg    1T          C. Micheli       2A      
N. Hagman    1T          T. Paterlini       2A      
J. Marha                R. Petrovicky       1A      
L. Müller                R. Raffainer             2'
R. Nash    1T       6' R. Robitaille       1A    2'
M. Riesen                P. Tiegermann             4'
S. Rizzi                T. Virta               
F. Sutter               
J. Thornton       4A      
R. von Arx    1T       6'
Weitere Weitere
B. Winkler                R. Stirnimann    1T         
M. Zeiter             25'

Hiller mit Problemen, ZSC Lions mit Glück

Von Urs Berger, Bilder von Christian Wassmer

In einem schnellen und interessanten Spiel bezwangen die Zürcher Löwen die Steinböcke aus Davos. Lange schien der Sieger der Partie klar, ehe der Zürcher Michel Zeiter eine fünfminütige Strafe wegen hohem Stock erhielt. Danach konnten die Davoser innerhalb von zwei Minuten auf 3:5 herankommen. 137 Sekunden vor Schluss verkürzte Niklas Hagman auf 4:5 ehe 12 Sekunden vor Schluss Jan Alston ins leere Tor zum 4:6-Schlussresultat traf.

Das Spiel begann animiert und mit guten Spielzügen auf beiden Seiten. Schon nach 24 Sekunden musste Rick Nash wegen Haltens auf die Strafbank. Nun zogen die Zürcher ihr in der ganzen Liga befürchtetes Powerplay auf, konnten aber zuerst nicht reüssieren. Doch mit dem vierten Schuss, und eine Sekunde nach dem die Davoser wieder komplett waren, konnte Mark Streit das 0:1 erzielen. Nun setzen die Löwen nach und knapp 90 Sekunden nach den 0:1 vergab Randy Robitaille eine weiter grosse Chance zum 0:2, schoss aber neben dem leerstehenden Tor vorbei. Die Zürcher setzten die Davoser nun stark unter Druck und konnten in der 6. Minute das 0:2 durch Martin Kout erzielen. Nun kam der HC Davos wieder besser ins Spiel und machten mehr Druck auf die Zürcher als auch schon. Die grosse Chance der Davoser kam dann in der 7. Minute, als der Zürcher Andri Stoffel eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Stockhaltens bekam. Die Davoser zogen nun ein schnelles Powerplay auf und nur 32 Sekunden später verkürzten die Bündner auf 1:2. Von nun an spielte der HCD das gefährliche Power-Hockey von Arno del Curto. Immer wieder kamen sie nun gefährlich vor das Tor von Ari Sulander, der jedoch die Schüsse auf sein Tor hielt und wie ein Leuchtturm im Sturm stand. Diese Sturm-und-Drang-Phase des Heimklubs dauerte über sechs Minuten, war aber erfolglos. Nachdem die Davoser im Angriff einen Fehler machten, konnten die Zürcher sich aus der Umklammerung lösen und mit einem schnellen Konter den heute Abend mehr als unglücklich spielenden Jonas Hiller zum 1:3 bezwingen. Mark Streit lancierte auf der eigenen blauen Linie den freistehenden Sven Helfenstein, welcher mit einigen schnellen Schritten die neutrale Zone überbrückte und Andreas Camenzind bediente. Dieser drückte ab und es schien, als habe Jonas Hiller den Puck unter den Schonern begraben. Doch dieser kullerte für den jungen Torhüter unglücklich ins Tor hinein. Dies gab den Löwen noch einmal Kraft und sie spielten in der Defensive sehr solide. Doch auch Davos gab nicht auf und versuchte im ersten Drittel noch ein Tor zu erzielen. Als dann in der 18. Minute Beat Forster wegen eines Hakens auf die Strafbank musste, konnten wiederum die Zürcher, diesmal nach 23 Sekunden Strafzeit, von Mark Streit profitieren, welcher auf 1:4 erhöhte.

Im Mittelabschnitt ging es mit den Strafen munter weiter, doch keines der Teams schien sich einen weiteren Vorteil herausarbeiten zu können. So auch in der 25. Minute, als der Zürcher Andreas Camenzind auf der Strafbank sass und die Davoser Druck machten. Dennoch gelang es Thierry Paterlini, den Puck zu erlaufen und den auf der blauen Linie freistehenden Reto Stirnimann zu lancieren, welcher den wiederum unglücklich aufspielenden Jonas Hiller zum 1:5 bezwingen konnte. Nur vier Minuten später sah sich Arno del Curto zu einem Time-out gezwungen und wird wohl einige nicht gerade nette Worte an seine Mannschaft gerichtet haben. Von nun an erwachte der HC Davos und spielte das, was sie schon in der Qualifikation und in den Playoff Serien gegen Rapperswil-Jona und den SC Bern gezeigt hatten. Hinten standen sie defensiv besser und vorne wurde aus allen Lagen geschossen. Doch in diesem Mittelabschnitt war Fortuna nicht mehr auf der Seite der Bündner.

Der letzte Spielabschnitt begann für die Zürcher mit einer harten, aber vertretbaren Fünf-Minuten-Strafe gegen Michel Zeiter, als dieser die Stockschaufel im Gesicht des Davosers Josef Marha parkierte. Da sich Gianola im Gesicht verletze, konnte der gute Head-Schiedsrichter Reto Bertolotti nicht anders, als dem Zürcher den Weg in die Garderobe zu zeigen. Nun rochen die Bündner den Braten zum Torreigen. Zuerst vergab Hagman in der 42. Minute die erste Chance, ehe Peter Guggisberg auf ein wunderbares Zuspiel von Joe Thornton auf 2:5 verkürzen konnte. Nur 119 Sekunden später traf Reto von Arx wiederum auf ein schnelles und präzises Zuspiel von Joe Thornton zum 3:5. Nun war das Spiel wieder neu lanciert. Die Bündner hatten nun die besseren und effizienteren Chancen, konnten aber von ihrem Chancen-Plus von 17 Schüssen nur noch einmal profitieren, als 137 Sekunden vor Schluss Niklas Hagman mit dem schönsten Tor des Abends Ari Sulander mit einem Heber bezwingen konnte. Nun riskierte Arno del Curto noch einmal alles und nahm, nachdem eine Minute zuvor Rick Nash wegen Haltens auf die Strafbank musste, den Torhüter aus dem Tor. Die Davoser machten Druck, versuchten alles und konnten dennoch kein Tor mehr erzielen. Die Zürcher konnten sich dann 12 Sekunden vor Schluss durch Jan Alston den sechsten Treffer zuschreiben lassen.

Die Finalserie ist nun eröffnet und die Davoser müssen nun am nächsten Donnerstag im Zürcher Provisorium antreten. Dies wird sicher ein hartes Spiel werden, könnten doch die Zürcher in der Serie schon früh mit 2:0 in Führung gehen. Doch wer Arno del Curto kennt, der weiss, wie er seine Spieler motivieren kann. Es wird sicher nicht wieder zu einem solchen offensiven Schlagabtausch kommen. Die Davoser werden eher den Betonmischer brauchen, um wie in der Serie gegen Bern aus einer gesicherten Defensive mit schnellem Flügelspiel die Zürcher in die Knie zwingen zu können. Doch wie haben wir in unserer Vorschau geschrieben? Vorteil ZSC. Behalten wir Recht?

Playoff

FINAL

2Davos04
3ZSC Lions16

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Montag, 28. März 2005

Davos - ZSC Lions

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