NLA - 2. HF - Donnerstag, 17. März 2005

4 : 1 (2:0, 2:0, 0:1) 

Zuschauer

3113 Zuschauer

(Unbekannter Ort)

Schiedsrichter

Reto Bertolotti; Jürg Simmen, Adrian Sommer

Tore

Thierry Paterlini [PP]1:005:21
J. Alston, M. Streit
Michel Zeiter2:011:54
R. Raffainer, P. Tiegermann
Randy Robitaille [PP]3:026:30
R. Petrovicky, C. Micheli
Andreas Camenzind [PP]4:037:06
R. Petrovicky, R. Robitaille
50:454:1Patric Della Rossa [SH]
keine Assists

Strafen

05:00Patrick Oppliger
2 min - Beinstellen
Effektive Dauer: 21 Sekunden
Pascal Tiegermann07:37
2 min - Haken
Mark Streit14:02
2 min - Bandencheck
18:32Patrick Fischer
2 min - Stockschlag
22:16Raphael Diaz
2 min - Stockschlag
25:03Patrick Oppliger
2 min - Behinderung
Effektive Dauer: 87 Sekunden
30:28Oleg Petrov
2 min - Haken
32:07Patrick Fischer
2 min - Hoher Stock
36:05Mike Fisher
2 min - Halten
Effektive Dauer: 61 Sekunden
44:06Gaëtan Voisard
2 min - Crosscheck
46:58René Back
2 min - Haken
49:38Oleg Petrov
2 min - Stockschlag
Andreas Camenzind53:13
2 min - Haken
55:31Barry Richter
2 min - Halten
57:08Gian-Marco Crameri
2 min - Stockschlag

Aufstellung / Statistik

Torhüter Torhüter
A. Sulander       60:00    L. Weibel       60:00   
M. Schoder                R. Walter               
Verteidiger Verteidiger
A. Camenzind    1T       2' S. Anthamatten               
M. Höhener                R. Back             2'
M. Kout                G. Crameri             2'
K. Lindemann                R. Diaz             2'
T. Ramholt                L. Fazio               
E. Salis                P. Müller               
M. Seger                B. Richter             2'
A. Stoffel                G. Voisard             2'
M. Streit       1A    2'
Stürmer Stürmer
J. Alston       1A       D. Camichel†               
S. Helfenstein                C. Casutt               
C. Micheli       1A       P. Della Rossa    1T         
T. Paterlini    1T          M. Fisher             2'
R. Petrovicky       2A       D. Giger               
R. Raffainer       1A       N. Kapanen               
R. Robitaille    1T 1A       P. Oppliger             4'
P. Tiegermann       1A    2' O. Petrov             4'
T. Virta                F. Schnyder               
B. Schuler               
Weitere Weitere
R. Stirnimann                P. Fischer             4'
M. Zeiter    1T          F. Rothen               

ZSC Lions lassen „Boxplay-Zug“ entgleisen

Von Martin Merk, Fotos von Melanie Beyli

Die ZSC Lions sind in der dritten Halbfinal-Runde in der Serie gegen den EV Zug mit 2:1 in Führung gegangen. Spiel drei gewannen die Stadtzürcher überlegen mit 4:1.

Vor zwei Tagen noch konnten die ZSC Lions die Schmach von Spiel eins in Zürich wettmachen und auswärts den EV Zug besiegen. Würde man nun zu Hause den Sieg schaffen? Die Zürcher hatten nach ihrer Niederlage praktisch nichts an der Aufstellung geändert und auch Zug ging nach dessen Niederlage mit gleicher Aufstellung ins Spiel. Doch die Wende blieb aus: Wieder begann der Spielverlauf zu Gunsten der ZSC Lions. Im Ausweichstadion vor etwas mehr als 3000 Zuschauern liessen die Zürcher den EVZ-Spielern kaum Atempausen, immer wieder leiteten sie Angriffe ein, während die Zuger sich meist um die Defensive zu kümmern hatten. Nach fünf Minuten erzielte Thierry Paterlini nach schönem Zuspiel von Robert Petrovicky das 1:0 nur 21 Sekunden, nachdem Zugs Stürmer Patrick Oppliger als erster Spieler auf der Strafbank Platz nehmen musste. Zu einer Reaktion liess man die Zuger kaum kommen. In der 12. Minute erhöhte Michel Zeiter auf 2:0 und dann war die Luft beim EVZ draussen. Ein Schiedsrichter Reto Bertolotti, der sehr genau hinschaute, kam den Zugern nicht entgegen. Von der 19. bis zur 52. Minute holten sich die Zuger ganze neun Strafminuten ein, waren also in dieser Zeitspanne mehrheitlich im Boxplay. Die Müdigkeit steigerte sich dadurch umso mehr, man kam in einer regelrechten Strafenspirale.

Anders als mit Müdigkeit und einem Schiedsrichter, dem das Defensivspiel der Zuger nicht entgegen kam, kann man diese Strafenflut nicht erklären. In der Regular Season holten die Zuger im Schnitt 5,2 kleine Strafen und waren damit die zweitfairste Mannschaft nach Fribourg, in den Playoffs war man bisher mit dem Schnitt von 6,3 das zweitfairste Team nach Lugano. Entsprechend der Spielverlauf: Randy Robitaille erzielte in der 27. Minute das 3:0, als wieder Oppliger auf der Strafbank sass und Andreas Camenzind erhöhte in der 38. Minute mit einem weiteren Powerplay-Treffer auf 4:0. Die Zuger hatten sich wohl zu sehr auf ihre Boxplay-Stärke verlassen, wo sie in den Playoffs bislang die drittbeste Statistik aufweisen konnten. Doch umgekehrt haben die ZSC Lions auch die beste Powerplay-Statistik und diese hatte sich von jenen beiden Statistiken eher bestätigt.

Trotzdem gingen die Zürcher etwas mit angezogener Bremse in diese Powerplay-Serie. Trotz der Überzahl hatten sie nicht das deutliche Chancenplus, wie sie es haben sollten. Diesem Schlendrian sei Dank, konnte Patric Della Rossa 46 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels sogar einen Alleingang mit einem Shorthander zum 4:1 abschliessen und die Zuger hatten für kurze Zeit sogar eine dominante Phase. Doch mit weiteren Strafen zu einer doppelten Überzahl für die ZSC Lions kurz vor Spielende machten sich die Zuger weiter das Leben schwer und Bertolotti musste sich zumindest nicht gefallen lassen, ein „Gast-Schiedsrichter“ gewesen zu sein, konnte sich dafür „Hoyzer-Rufe“ vom EVZ-Fanecken gefallen lassen. Die ZSC Lions konnten das Resultat so ohne grossen Aufwand bei 4:1 halten, obwohl die Zuger in den Schlussminuten sogar deutlich mehr vom Spiel hatten.

Doch die Strafstatistik von 24:6 „zu Gunsten“ der Zuger sprach klare Bände. Die ZSC Lions führen nun also 2:1. Kann der EV Zug diese Serie noch wenden? Der „fighting Spirit“ ist noch da, jedoch nicht immer so wie er sein sollte und die Klasse und Energie fehlte.

Doch die beiden Trainer sehen die Serie noch völlig offen. „Zürich war das ganze Spiel über besser. Wir hatten zu viele Strafen, müssen mit mehr Disziplin spielen“, so Simpon, „Nach dem 2:0 waren wir schwach, dürfen nicht die ganze Zeit im Boxplay spielen. Zu viele Leute waren nicht richtig dabei!“ Doch hat man überhaupt Energie um die Serie zu wenden? „Samstag ist ein neues Spiel, dann schauen wir mal“, so die knappe Antwort des Kanadiers. Und der ZSC-Trainer Christian Weber mahnt, dass die Serie noch langen icht gewonnen ist: „Es kann eine lange Serie werden und es wird hart am nächsten Samstag, wir müssen besser werden.“ Ob er damit den Schlendrian seiner Spieler meinte, die auch das ZSC-Urgestein Michel Zeiter am Schluss kritisierte? Solche Analysen will Weber nicht kommentieren: „Entscheidend ist, dass wir gewonnen haben, alles andere ist nicht interessant!“ Doch in der Kabine dürfte die schwache Schlussphase, als der EV Zug selbst im Powerplay das Spiel machte, zu reden gegeben haben. Denn Weber will verhindern, dass seine Mannen schon für das Finale planen.

Playoff

Halbfinal

2Davos2242
8Bern1151
3ZSC Lions2144
4Zug1311

Aktuelle Spiele

Donnerstag, 17. März 2005

Davos - Bern

ZSC Lions - Zug

Lausanne - Fribourg

Kalender

<< März 2005 >>
MoDiMiDoFrSaSo
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031