NLA - 5. Spieltag - Samstag, 25. September 2004

5 : 4 (2:3, 3:0, 0:1) 

Zuschauer

3300 Zuschauer

(Unbekannter Ort)

Schiedsrichter

Reto Bertolotti; Dominique Hofmann, Laurent Schmid

Tore

04:410:1Rick Nash [PP]
J. Thornton
05:020:2Laurent Müller
C. Neff
12:330:3Peter Guggisberg [PP]
A. Ambühl, R. von Arx
Jan Alston1:313:54
T. Paterlini
Tony Virta [PP2]2:319:59
R. Petrovicky, J. Alston
Martin Höhener3:324:13
R. Petrovicky, C. Micheli
Mark Streit4:326:02
J. Alston, T. Paterlini
Thierry Paterlini5:333:33
R. Stirnimann, S. Helfenstein
48:215:4Jan von Arx [PP]
A. Ambühl, R. von Arx

Strafen

Martin Höhener03:14
2 min - Stockschlag
Effektive Dauer: 87 Sekunden
07:25Fabian Sutter
2 min - Beinstellen
Pascal Tiegermann11:00
2 min - Unerlaubter Körperangriff
Effektive Dauer: 93 Sekunden
18:36Marc Gianola
2 min - Hoher Stock
Effektive Dauer: 83 Sekunden
19:43Benjamin Winkler
2 min - Haken
Reto Stirnimann25:45
2 min - Haken
25:45Andres Ambühl
2 min - Unsportliches Verhalten
34:10Beat Forster
2 min - Haken
40:30Laurent Müller
2 min - Übertriebene Härte
Andreas Camenzind47:42
2 min - Halten
Effektive Dauer: 39 Sekunden

Aufstellung / Statistik

Torhüter Torhüter
A. Sulander                J. Hiller               
S. Grauwiler                T. Bäumle               
Verteidiger Verteidiger
R. Back                F. Blatter               
A. Camenzind             2' B. Forster             2'
M. Höhener    1T       2' M. Gianola             2'
M. Kout                A. Häller               
T. Ramholt                M. Kress               
E. Salis                A. Ramholt               
A. Stoffel                J. von Arx    1T         
M. Streit    1T         
Stürmer Stürmer
J. Alston    1T 2A       A. Ambühl       2A    2'
S. Helfenstein       1A       P. Guggisberg    1T         
C. Micheli       1A       N. Hagman               
T. Paterlini    1T 2A       J. Marha               
R. Petrovicky       2A       L. Müller    1T       2'
R. Raffainer                R. Nash    1T         
P. Tiegermann             2' C. Neff       1A      
M. Trachsler                M. Riesen               
T. Virta    1T          S. Rizzi               
F. Sutter             2'
J. Thornton       1A      
R. von Arx       2A      
Weitere Weitere
R. Stirnimann       1A    2' B. Winkler             2'
M. Zeiter               

Bäumles Geburtstagsüberraschung misslungen

Von Martin Merk

Die ZSC Lions konnten sich vor nur 3300 Zuschauern gegen den HC Davos nach einem 0:3-Rückstand noch mit 5:4 durchsetzen. Matchwinner war der allgegenwärtige ZSC-Topscorer Jan Alston, während beim HC Davos das Teambuilding noch in der Vorbereitung steht. Nicht gelungen ist Arno del Curtos Geburtstagsüberraschung an den heute 20 Jahre alt gewordenen Thomas Bäumle: Als Motivation zum Geburtstag durfte er ran, sah beim einen oder anderen Gegentreffer aber nicht so vorteilhaft aus.

Der HC Davos begann stark auf der Kunsteisbahn Oerlikon, kam als erste Mannschaft zu Chancen und nutzte nach knapp fünf Minuten auch das erste Powerplay des Spiels. Die Stars Rick Nash als Torschütze und Joe Thornton als Passgeber setzten sich bereits früh ins Szene und die Davoser kämpften auch gleich weiter. Gleich mit dem nächsten Angriff schoss der Ex-ZSC-Spieler Laurent Müller 21 Sekunden später das 0:2. Der ZSC-Trainer Christian Weber musste sogleich ein Timeout nehmen, denn seine Spieler waren bereits mit zwei Toren im Rückstand, bevor sie überhaupt zu spielen begannen. Das Timeout zeigte insofern seine Wirkung, dass die ZSC Lions öfters zu Offensiv-Aktionen kamen, doch die defensive Absicherung war eines Leaders unwürdig: Immer wieder eröffnete man den Gästen hochkarätige Kontermöglichkeiten. Die grösste ZSC-Chance auf der anderen Seite vergab Robert Petrovicky, als er mit einem Rebound-Versuch nach einem Paterlini-Schuss an das wie im gestrigen Schlussdrittel von Thomas Bäumle gehütete Tor scheiterte. Eine Minute später blieb eine Unsicherheit vom Bäumle ungenutzt, weil kein ZSC-Spieler so recht an den freien Puck rankam. Der dritte Davoser Treffer fiel indes nicht durch ein Breakaway, sondern mit der nächsten Powerplay-Gelegenheit: Ein Schuss von Andres Ambühl gelang dabei via Schlittschuh von Peter Guggisberg ins von Ari Sulander gehütete Tor. Eine gelungene Wiedergutmachung nach der Schlappe gegen Kloten der Davoser? Nicht ganz, zwar wirkten die Davoser bemühter, doch die Zürcher taten mehr für das Spiel. In der 14. Minute wurde der ZSC-Topscorer Jan Alston seinem Löwen auf der Brust gerecht, kämpfe sich gegen mehrere Davoser durch und bezwang auch noch Bäumle mit einem gezielten Schuss zum 1:3. Gegen Ende des Startdrittels erzielten die Zürcher dann eine Gelegenheit für ein weiteres Tor: Der Verteidiger Marc Gianola im Angriffsdrittel musste wegen einem unnötigen „Stürmerfoul“ per hohem Stock in die Kühlbox und weil die ZSC Lions für Gefahr vor Bäumle sorgten, musste ihm wenig später auch Benjamin Winkler wegen eines Fouls folgen. Eine Sekunde vor Drittelsende fiel dann das erlösende 2:3: Der Finne Tony Virta bekam aus kurzer Distanz vor Bäumle den Puck und verwertete die Tormöglichkeit.

War dies der Grundstein zu einer Aufholjagd in zweiten Abschnitt? Die Zürcher kamen jedenfalls mit viel Elan aus der Kabine und setzten Bäumle rasch unter Beschuss. In der 25. Minute gelang dem Verteidiger Martin Höhener mit einem Schuss von der blauen Linie den 3:3-Treffer. Zwei Minuten später kam der HCD-Stürmer Andres Ambühl zu einer Kontermöglichkeit, doch wurde er von Reto Stirnimann zu Fall gebracht. Penalty? Powerplay? Nichts da für den HC Davos, denn der Schiedsrichter Reto Bertolotti sah im Umfallen Ambühls vor Ari Sulander eine Schwalbe und schickte beide Spieler auf die Strafbank. Während sich die Davoser noch über den Fehlentscheid ärgerten, konzentrierten sich die ZSC Lions auf das Spiel – und prompt traf der Nationalverteidiger Mark Streit zum 4:3 in der 27. Minute. In der 34. Minute vermochte Thierry Paterlini gegen seinen Ex-Club sogar zum 5:3 zu erhöhen und Bäumle kassierte einen weiteren Treffer, bei welchem er nicht gerade vorteilhaft aussah. Man könnte von einem Goalieproblem bei den Davosern sprechen, würde die Abwehr ihre Arbeit besser lösen. Doch diese war ebenfalls nicht auf dem Stand eines guten NLA-Teams, allgemein scheint der HCD-Trainer Arno del Curto weder vorne (durch die drei NHL-Zugänge nach dem World Cup) noch hinten eine gute Mischung gefunden zu haben. Denn seine drei NHL-Stars liessen zwar ihre Klasse dann und wann aufblitzen, doch konnten sie ihre Wirkung bei weitem nicht voll entfalten. Del Curto dazu: „Wir haben die NHL-Spieler geholt um Zuschauer zu locken und wenn wir nicht absteigen, hat sich dies auch gelohnt“, meinte er ironisch und fügte an, dass er mit einem solch schweren Saisonstart gerechnet hatte. In einigen Wochen sollte es besser aussehen um das Team.

Die Davoser waren nun im Schlusdrittel gefordert und del Curto liess mit Jonas Hiller als Torhüter weiterspielen. Gute Chancen hatten die Davoser nicht und die Zürcher schauten vermehrt, dass sie hinten nicht allzu anfällig waren. Eher überraschend fiel deshalb der Anschlusstreffer zum 5:4 in der 49. Minute. Jan von Arx schoss in Überzahl zentral von der blauen Linie und erwischte Ari Sulander mit einem nicht allzu harten Schuss. Zu mehr reichte es aber nicht und die Zürcher gewannen verdient mit 5:4. Deren Trainer Christian Weber: „Davos machte zu Beginn sehr viel Druck. Das 2:3 vor der Pause hat das Spiel für uns gekehrt, danach hatten wir das Spiel im Griff.“ Der gelassen wirkende Arno del Curto sprach nach der Niederlage von vier in der Entstehung geschenkten Toren zum ZSC-Sieg. „Wir haben gut angefangen und kämpferisch gut aufgehört“, so der Bündner. Nach dem Spiel standen die siegenden ZSC-Spieler noch mit ernster Miene auf dem Feld, beim HC Davos dagegen schienen die NHL-Stars auch nach dem verlorenen Spiel ihren Spass zu haben. Doch nun wird es langsam ernst für die Davoser. In den kommenden sechs Tagen ist Spielpause für den HCD und del Curto hat Zeit, um seine Stars ein homogeneres Team zu bauen.

Tabelle

1. ZSC Lions 5 4-0-1 20:15 8
2. Lausanne 5 3-0-1 21:16 7
3. Rapperswil 5 3-0-2 19:14 6
4. Servette 5 3-0-2 13:12 6
5. Lugano 5 2-0-2 14:11 5
6. Bern 5 2-0-1 15:13 5
7. Ambrì 5 1-0-2 14:14 5
8. SCL Tigers 5 2-0-2 13:14 5
9. Zug 5 1-0-2 18:20 4
10. Kloten 5 1-0-3 14:17 3
11. Davos 5 1-0-3 14:20 3
12. Fribourg 5 1-0-3 11:20 3

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Samstag, 25. September 2004

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