Schweizer scheitern an starken Russen

Von Pascal Zingg

Die Schweizer U20-Nationalmannschaft verliert das Viertelfinal gegen Russland mit 1:3. Die Eisgenossen zeigten erneut ein gutes Spiel. Ein russischer Doppelschlag kurz vor der zweiten Pause sollte die Schweizer jedoch kurzer Hand aus dem Traum vom Halbfinale reissen.

«Nach dem 1:1 hatte ich einen kurzen Moment das Gefühl, das Spiel könnte auf unsere Seite kippen», erklärte Thierry Paterlini nach dem Spiel. Übers ganze Spiel gesehen, war es wohl tatsächlich die zweite Hälfte des zweiten Drittels, die den Unterschied zu Gunsten der Russen machte. Statt das Momentum zu nutzen, kassierten die Schweizer innert drei Minuten zwei Tore. Ein Doppelschlag, der ihnen das Spiel kostete. «Beim 2:1 standen wir etwas zu tief in der gegnerischen Zone. Da wir danach nicht mehr zurückkommen, konnten die Russen den Rush zum Tor nutzen», analysierte Paterlini. Bitter für die Eisgenossen war die Tatsache, dass sich die Russen nur ein einziges Mal mit so viel Tempo durch die Schweizer Verteidigung spielen konnten. Zeigten die Russen beim 2:1 einen schönen Spielzug, mussten sich die Schweizer beim 3:1 selbst an der Nase nehmen. «Wir haben im zweiten Drittel zu viele Strafen genommen, dies hat uns viel Energie gekostet», konstatierte der Coach. Wie schon beim 1:0 war es auch beim 3:1 Dimitri Voronkov, der dank seiner Präsenz vor dem Tor einen Powerplaytreffer markieren konnte.

Neben der Tatsache, dass die Schweizer am heutigen Nachmittag zu viele Strafen kassierten, mussten sie sich ebenfalls zugestehen, dass sie offensiv zu wenig kreieren konnten. «Wir haben alles probiert, um zu Chancen zu kommen. Gerade im letzten Drittel haben uns jedoch die PS gefehlt, um die Scheibe nochmals reinzudrücken», konstatierte Paterlini. Dabei war auch ihm bewusst, dass die Russen heute ein sehr starker Gegner waren. «Neben ihrer technischen Fähigkeit haben sie gezeigt, dass sie auch physisch sehr präsent sein können» zeigte sich Paterlini beeindruckt.

Trotz der Stärke der Russen zeigte einer, dass man auch gegen diesen Gegner ein Tor schiessen kann. Gaetan Jobin stand nach einem Bully ganz unerschrocken vor Askarov. Er war dabei so frech seinen eigenen Abpraller gleich selbst zu verwerten. Zum Leidwesen der Schweizer war dies jedoch eine der einzigen Szenen, in welcher sie den Abpraller erfolgreich erkämpfen konnten. Eine zweite Situation hatte Tim Berni in der achten Minute. Obwohl der Verteidiger schnell reagierte, gelang es Askarov jedoch die Scheibe mit einem Hechtsprung zu behändigen.

Um die Russen zu bezwingen hätte man wohl auch diese Chance nutzen müssen. Da dies nicht gelang, mussten die Schweizer zum Schluss feststellen, dass die Russen heute einfach besser waren. Gerade die Tatsache, dass das Spiel bis zur 35. Minute ausgeglichen war, unterstreicht jedoch, dass die Schweizer auch am heutigen Abend eine gute Leistung gezeigt hatten.

 

Telegramm:

Schweiz – Russland 1:3 (0:0, 1:3, 0:0)

Werk Arena: Trinec: 3158 Zuschauer. – Schiedsrichter: Campbell (CAN), Heikkinen (FIN); Lederer (CZE), Nordlander (SWE). – Tore: 21:12 Voronkov (Denisenko, Alexandrov; Ausschluss: Berri) 0:1; 27:08 Jobin (Sakzgeber) 1:1; 34:07 Khovanov (Denisenko) 1:2; 38:13 Voronkov (Khovanov, Zamula) 1:3. – Strafen: 7 x 2 Minuten gegen die Schweiz; 5 x 2 Minuten gegen Russland.

Schweiz: Hollenstein (Charlin); Berni, Aebischer; Guggenheim, Moser; Pezzullo, Gross; Berri, S. Schmid, Wetter; Verboon, Nussbaumer, Kohler; Gerber, Salzgeber, Sopa; Knak, Jobin, Mettler; Patry.

Russland: Askarov (Miftakov); Galenyuk, Romanov; Zamula, Pylenkov; Zhuravlyov, Misyul; Malyshev; Khovanov, Sololov, Denisenko; Morozov, Alexandrov, Dorofeyev; Marchenko, Voronkov, Podkolzin; Sorkin, Rtishev, Groshev; Kruglov.

Bemerkungen: Schweiz ohne Henauer (verletzt), A. Schmid (überzählig); Russland ohne Isayev (überzählig); 56:48 Timeout Schweiz; Schweiz zwischen 56:48 und 58:13 ohne Torhüter.

World Juniors: 1/4 Final SUI - RUS Luca Hollenstein #30, David Aebischer #26, Nikita Alexandrov #24 Werk Arena, Trinec ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
World Juniors: 1/4 Final SUI - RUS Yegor Zamula #4, Joel Salzgeber #22 Werk Arena, Trinec ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
World Juniors: 1/4 Final SUI - RUS Kyen Sopa #25, Yegor Sokolov #13, Joel Salzgeber #22 Werk Arena, Trinec ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
World Juniors: 1/4 Final SUI - RUS Yaroslav Askarov #30, Jeremi Gerber #11 Werk Arena, Trinec ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
World Juniors: 1/4 Final SUI - RUS Alexander Khovanov #7, Tim Berni #21, Danila Galenyuk #3, Simon Knak #15, Stéphane Patry #7, Yegor Sokolov #13 Werk Arena, Trinec ©Puckfans.at/Andreas Robanser
World Juniors: 1/4 Final SUI - RUS Daniil Zhuravlyov #2, Stéphane Patry #7 Werk Arena, Trinec ©Puckfans.at/Andreas Robanser
World Juniors: 1/4 Final SUI - RUS Yaroslav Askarov #30, Daniil Pylenkov #6 Werk Arena, Trinec ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
World Juniors: 1/4 Final SUI - RUS David Aebischer #26, Chris Egli #21, Pavel Dorofeyev #27 Werk Arena, Trinec ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
World Juniors: 1/4 Final SUI - RUS Gaétan Jobin #19, Yaroslav Askarov #30 Werk Arena, Trinec ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
World Juniors: 1/4 Final SUI - RUS Yaroslav Askarov#30, Janis Moser #8, Rocco Pezzullo #12, Simon Knak 15 Werk Arena, Trinec ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
World Juniors: 1/4 Final SUI - RUS Yaroslav Askarov Werk Arena, Trinec ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
World Juniors: 1/4 Final SUI - RUS Alexander Khovanov #7, Luca Hollenstein #30 Werk Arena, Trinec ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
World Juniors: 1/4 Final SUI - RUS Luca Hollenstein Werk Arena, Trinec ©hockeyfans.ch/Andreas Robanser
© Andreas Robanser

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