Ambrì raus! Trinec gewinnt in der Verlängerung mit 2:3

Von Casper Thiriet

HC Ambrì-Piotta verliert im Spengler Cup gegen HC Ocelari Trinec mit 2:3 n.V. und muss nach Hause reisen.

Wieder einmal war die Stimmung bereits vor dem Spiel wieder einzigartig – es wurde gesungen und gefeiert. Das ausgeruhte Ambrì konnte einmal mehr wieder auf die zahlreiche Unterstützung vieler Ambrì-Fans freuen. Hingegen Ocelari Trinec ist mehr durch Glück ins Halbfinale gekommen, mit einem kuriosen Tor gegen ein KHL B-Team das einmal mehr durch Motivationslosigkeit enttäuscht hat an diesem Spengler Cup konnte man ins Halbfinale vordringen.


Sowie die Fans, begann auch Ambrì mit einem Powerstart. Bereits im ersten Powerplay in der dritten Minuten kamen die Tessiner zu gewaltigen Chancen. Miranda hat die Scheibe sauber vor das Tor gespielt, es wäre die erste Möglichkeit für einen Treffer gewesen. Noch im selben Powerplay fand ein wunderschönes Passspiel statt. Innert kürzester Zeit mehrere Pässe, Flynn hat versucht die Scheibe abzudrücken, er zog aber leicht nach links ab. Es überraschte nicht, dass Dal Pian relativ bald nach der Strafe das 1:0 schoss.


Was das Hauptproblem von Ambrì, vor allem im ersten Drittel war, ist der Abschluss. Während dem ersten Drittel sah man im Eisstadion Davos wahnsinnig schnelle und schöne Passspiele. Meistens scheiterte Ambrì dann am finalen Schuss. Torhüter Stepanek hat zwar auch seine Leistung gebracht, aber das war nicht der Grund, dass Ambrì nicht mehr in Führung ging.


Von dem war im zweiten Drittel aber nicht mehr viel zu sehen. Trinec drehte auf und konnte sich auf das Powerhockey vom HCAP einstellen. Das Spiel wurde plötzlich sehr ausgeglichen. Wo Trinec noch im ersten Drittel kaum vernünftig in die Zone von Ambrì kam, mussten letztere sich kräftig um den Einzug der Tschechen wehren. So kam es, dass Kovarcik noch kurz vor Drittelsende den Ausgleich schoss.


Im dritten Drittel ging es nur fünf Spielminuten, bis Trinec mit dem Führungstreffer kam. Ambrì schien plötzlich geschwächt, es musste hart kämpfen um noch wirkliche Chancen zu kreieren. Dennoch, wie die Spengler Cup Fans Ambrì an dieser Turnierausgabe erlebt haben, kämpften sie ordentlich und kamen zurück. Es war ein kurioses Tor, denn bei einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor jubelten die Ambrì-Spieler plötzlich. Die Schiedsrichter hiessen das Tor erst nach dem Videobeweis gut.


So ging es in die Verlängerung – in die Erste des diesjährigen Spengler Cups. Dort ging es dann nur zwei Minuten, bis Trinec die Ambrì-Power unterbrach das Stransky das Spielentscheidende Tor schoss.

Somit steht HC Ocelari Trinec im Finale des Spengler Cups 2019 gegen Team Kanada! Anspiel ist morgen, 31. Dezember um 12:10 im Eisstadion Davos.


HC Ambrì-Piotta – HC Ocelari Trinec 2:3 n.V. (1:0, 0:1, 1:1)

Eisstadion Davos – 6300 Zuschauer (ausverkauft)

Schiedsrichter: Micha Hebeisen (SUI), Anssi Salonen (FIN) – Marc-Henri Progin (SUI), Dmitri Shishlo (RUS)

Tore: 4:37 1:0 Dal Pian (Incir, Douay), 39:14 1:1 Kovarcik (Martynek, Kovarcik), 45:25 1-2 Dravecky (Gernat, Stransky), 51:06 2:2 Flynn (Jelovac), 61:46 2:3 Stransky (Martynek, Musil)

Schüsse: Ambrì 37 (18, 10, 9, 0) – Trinec 34 (12, 9, 12, 1)

Strafminuten: 2 mal 2 Minuten gegen Ambrì; 4 mal 2 Minuten gegen Trinec

HC Ambrì-Piotta

Tor: Manzato (ET Waeber)

1. Linie: Jelovac, Plastino, Flynn, D’Agostini, Wolski

2. Linie: Dotti, Fora, Mueller, Zwerger, Miranda

3. Linie: Pinana, Ngoy, Trisconi, Goi, Egli

4. Linie: Fohrler, Dal Pian, Sabolic, Douay | Incir

 

HC Ocelari Trinec

Tor: Kvaca (Stepanek)

1. Linie: Gernat, Doudera, Dravecky, Stransky, Marcinko

2. Linie: Hrachovsky, Musil, Kovarcik, Martynek, Kovarcik

3. Linie: Tahradnicek, Adamek, Chmielewski, Polansky, Adamsky

4. Linie: Haman, Mikulik, Novotny, Hrna | Szturc


Tschechischer Torjubel nach dem 1:1 Ausgleichstreffer
Marco Müller (13, Ambri) und Martin Gernat (28, Trinec)
Ambri Präsident Filippo Lombardi
Ondfej Hrachovsky (4, Trinec) und Giacomo Dal Pian (14, Ambri)
Marco Miranda (85, Ambri) und Petr Kvaca (60, Trinec)
David Musil (6, Trinec) und Wojtek Wolski (88, Ambri)
Milan Doudera (52, Trinec) und Dominic Zwerger (16, Ambri)
Roman Szturc (69, Trinec), Floran Douay (72, Ambri) und Petr Kvaca (60, Trinec)
Chris Egli (96, Ambri), Marian Adamek (55, Trinec), Noele Trisconi (18, Ambri) und Petr Kvaca (60, Trinec)
Dmitri Shishlo (55, Linesman) und Aron Chmielewski (8, Trinec)
Luca Cereda (HC, Ambri) beim Powerbreak
Rene Matte (AC, Ambri) und Luca Cereda (HC, Ambri)
Ondfej Hrachovsky (4, Trinec), Floran Douay (72, Ambri) und Petr Kvaca (60, Trinec)
Hitsch
Floran Douay (72, Ambri)
Tschechischer Siegesjubel
Enttäuschte Ambri Spieler
Daniel Manzato (79, Ambri) und Tommaso Goi (26, Ambri)
Keyplayers: Daniel Manzato (79, Ambri) und Petr Kvaca (60, Trinec)
Three Stars HC Ocelári Trinec: Rostislav Martynek (82, Trinec), Jakub Stepanek (30, Trinec) und Ondrej Kovarcik (34, Trinec)
Three Stars HC Ambri-Piotta: Matt D'Agostini (36, Ambri), Marco Müller (13, Ambri) und Daniel Manzato (79, Ambri)
Jakub Stepanek (30, Trinec) und Marco Müller (13, Ambri)
Team HC Ocelári Trinec
Team HC Ambri-Piotta
© Christoph Perren

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