HCD wird vom Karma bestraft – Turku im Halbfinale

Von Casper Thiriet

Die HCD Taktik ging nicht auf, man verlor trotz mehrheitlich ausgeruhter Spieler gegen Turku mit 3:1 und ist somit ausgeschieden. «Die Fans sind verwöhnt», meint Trainer Christian Wohlwend. Turku darf nun ins Halbfinale gegen Kanada.

Beide Mannschaften mussten zum dritten Mal innert drei Tagen am Spengler Cup antreten. Davos hatte gar noch am Abend vorher ein Spiel, welches man gegen Team Kanada mit 5:1 verloren hatte. Doch wie HCD Trainer Christian Wohlwend bereits sagte, war das Teil der Taktik. Man wollte den Halbfinal Einzug schaffen, in dem man Spieler schonte und so beide Male nur drei Linien einsetzte.


Finnen teils Überfordert

Zu Beginn des Spiels hielten die Davoser, was Headcoach Christian Wohlwend am Vorabend versprochen hat. Man wollte unbedingt den Sieg, denn der Plan war, aber dem Viertelfinal richtiges Hockey zu spielen. Die Finnen standen in den Startminuten teils völlig orientierungslos in der eigenen Zone. Erst ab der vierten Minute schienen auch die Finnen im Spiel angekommen zu sein.


Schöne Tore

Eine wahrer Augenschmaus war das 1:0 durch Yannick Frehner. Er konnte im Alleinlauf von der blauen Linie bis zum Torhüter vorbeiziehen, wo er, nachdem er an Torhüter Tirronen vorbei ging, die Scheibe backhand in das Tor buchsieren.

So tat dies aber auch Turku. Dort war er Pajuniemi, der mit einem kleinen Sololauf den Ausgleich erzielte. Er konnte die Scheibe vom Bully gewinnenden Parssinen übernehmen und konnte ebenfalls bei Aeschlimann vorbeiziehen um ihn dann ins Tor zu schiessen.


Kulanter Schiedsrichter

Mehrmals ist aufgefallen, dass die Referees Mark Lemelin und Evgeni Romasko die Scheibe laufen liessen. Vor allem im Startdrittel ist Turkus Korpikoski mehrmals aufgefallen, wie er mehrmals hart ran ging. So haben später beide Teams diesen Spatzig ausgenutzt und haben generell ein bisschen dreckiger gespielt.


Powerplay hat gut getan

Im zweiten Drittel erhielt Fabrice Herzog eine Strafe, die eine Stärkephase von Turku eingeleitet hat. Nicht nur im Powerplay, sondern auch danach hatten die Finnen mehrmals gute Chancen. Vor allem im Powerplay selbst hätte Korpikoski durchaus die Chance gehabt, in Führung zu gehen. Er kam vor Aeschlimann zum Puckbesitz und hat nur nicht getroffen, weil er etwas nach links abzog.


Beide Teams überzeugten

Es war eines dieser Spiele, die zwar eng, aber spannend waren. Von Trinec kennen wir es, dass das auch ganz anders geht am Spengler Cup. Es hätte für beide Teams in die positive Richtung kippen können. Schlussendlich war es aber Turkus Janatuinen, der mit indivdueller Klasse für den Führungstreffer der Finnen sorgte. Das 3:1 in der 56. Spielminute machte dem HCD dann eine Strich durch die Rechnung. Auch dass man Torhüter Aeschlimann noch zwei Mal rausnahm half nichts, vor allem als Rantakari noch eine 2-Minuten-Strafe erhielt.


Somit ist die Rechnung vom HC Davos nicht aufgegangen. Turku darf sich nun gegen Team Kanada beweisen, dieses Spiel findet morgen, 30.12. um 15:10 statt.

Im dritten Drittel sorgte zudem noch die Spielerbank für Aufsehen, das Törchen auf der Davoser Seite musste vom Eismeister repariert werden.


Stimmen zum Spiel

UBS Key Player Korpikoski von Turku meinte: «Wir hatten einen etwas langsamen Start. Wir hatten dasselbe Line-Up wie die letzten Spiele als was es unsere Schuld. Aber je länger das Spiel war, desto besser kamen wir ins Spiel. Aber wir hatten die Tore die wir brauchten im dritten Drittel, das war eine sehr gute Leistung von Janatuinen. Kanada wird eine tolle Challenge für uns, wir werden bereit sein für das!»


Trainer Christian Wohlwend: «Wir hatten recht hohe Anforderungen an uns selber. Diese ‘Must-Win’ Situationen haben bei uns in dieser Saison recht gut funktioniert, deshalb sind wir umso mehr enttäuscht dass wir heute solch einen ‘Magenbox’ erhalten haben. Die Fans müssen die Strategie nicht hinterfragen. Ein Fan ist ein Fan. Es gibt Fans die Clubs unterstützen, die immer aufs ‘Dach’ bekommen und die lautstark unterstützen. Da sind unsere Fans schon ein bisschen verwöhnt. Dieses Jahr haben wir viel gewonnen, aber die Ambrì Fans waren lauter im Stadion. Deshalb bezweifle ich, dass unsere Fans wirklich da sind. Weil diese sind normalerweise positiv und stehen auch hinter uns, wenn wir verlieren.»



TPS Turku – HC Davos 3:1 (1:1, 0:0, 2:0)

Eisstadion Davos – 6036 ZuschauerInnen

Schiedsrichter: Marc Lemelin (USA), Evgeni Romasko (RUS) – Roman Kaderli (SUI), Lauri Nikulainen (FIN)

Tore: 08:42 0:1 Frehner (Nygren, Meyer), 15:44 1:1 Pajuniemi (Parssinen), 48:42 2:1 Janatuinen (Wirtanen), 55:53 3:1 Janatuinen (Karvonen)

Schüsse: Turku 20 (10, 4, 6) – Davos 30 (13, 7, 10)

Strafminuten: 2 mal 2 Minuten gegen Turku; 3 mal 2 Minuten gegen Davos


TPS Turku

Tor: Julius Pohjanoksa (Tirronen)

1. Linie: Piskula, Olsson, Budish, Korpikoski, Filppula

2. Linie: Viro, Larsson, Wirtanen, Pyyhtia, Janutuinen

3. Linie: Salonen, Sund, Parssinen, Pajuniemi, Nurmi

4. Linie: Windlert, Holm, Karvonen, Suoranta, Kuru


HC Davos

Tor: Aeschlimann (van Pottelberghe)

1. Linie: du Bois, Jung, Wieser, Corvi, Pesonen

2. Linie: Guerra, Nygren, Ambühl, Tedenby, Kristo

3. Linie: Rantakari, Stoop, Wellman, Palushaj, Baumgartner

4. Linie: Kienzle, Aeschlimann, Herzog, Meyer, Frehner

© Christoph Perren

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