Das Cup-Monster hat wieder zugeschlagen

Von Pascal Zingg

Es gehört zu den ungeschriebenen Gesetzen in diesem Land, dass eine Cupreise nach Rapperswil niemals einfach ist. Dies musste der EV Zug heute Abend am eigenen Leib erfahren. So verloren die Zentralschweizer gegen ein völlig entfesseltes Rappi mit 0:4.

Wenn die Rapperswiler über 60 Minuten eine gute Leistung zeigen, dann können sie jedes Team in dieser Liga schlagen. Dies bewiesen die Rosenstädter auch am heutigen Abend. So spielten sie den EV Zug vor allem in den ersten beiden Drittel förmlich an die Wand. Aufgefallen waren dabei vor allem Danny Kristo und Juraj Simek. Der eine, weil er vor allem beim zweiten Tor sensationell auflegte, der andere, weil er die Vorlagen von Kristo Spitzbübisch bis gekonnt verwertete. So streckte Simek bei 1:0 geschickt seinen Schlittschuh in die Schusslinie. Beim 2:0 lief er sich derweil wunderbar frei, so dass er nach Kristos Wunderpass nur noch einzuschieben brauchte.

Trotz dreier Tore bei personellem Gleichstand, scheint es fast logisch, dass es an einem guten Rappiabend auch ein Powerplaytor geben muss. Dieses besorgte Andrew Rowe nach herrlicher Vorlage von Andrew Clark. Dass zum Schluss auch noch der Captain zu einer Doublette kam, war vor allem der Slapstick Einlage von Raphael Diaz geschuldet. Der Zuger Routinier chippte einen Abpraller von Luca Hollenstein total unglücklich über seinen eigenen Torhüter.

Ohne zu wissen, wie ihnen genau geschieht, waren die Zuger im letzten Drittel somit mit 0:4 hinten. Während man bei den Einheimischen spürte, dass sie wieder einmal einen magischen Cupabend zeigen wollten, blieben die Zuger in Sachen Einstellung und Kampfeswillen vieles schuldig. Nur selten tauchte man in den ersten beiden Dritteln gefährlich vor Melvin Nyffeler auf. Erst im letzten Drittel sah man endlich eine Reaktion des Titelverteidigers. Dabei schien es jedoch symptomatisch, dass Hoffmann, Martschini und Klingberg innerhalb von drei Minuten drei Mal an der Torumrandung scheiterten.

Es schien, als hätten sich die Hockeygötter in dieser Phase auf die Seite der Rapperswiler geschlagen. Diese verdienten sich dieses Glück mit einer soliden Leistung in der Defensive, in der man Nyffeler optimal unterstütze und sehr viele Schüsse blockte. Gerade diese Arbeit in der Defensive strich Jeff Tomlinson nach dem Spiel heraus. «Alle haben ihren Job in der Defensive zu meiner vollsten Zufriedenheit erledigt. Es hat mich gefreut, dass die Mannschaft bis zuletzt gekämpft hat, um diese Null zu halten», erklärte der Coach, der heute erstmals seit seiner Nieren-OP wieder an der Bande stand.

Dass gerade die Rückkehr des Chefs das Team nochmals motivierte, bestätigte auch Captain Andrew Rowe: «Jeff zurück zu haben ist eine tolle Sache. Er hat eine grosse Präsenz und gibt uns viel Energie.» Für den Captain war dabei klar, dass die Lakers diese Energie gut gebrauchen können. Da man in den letzten acht Spielen eine sehr schwierige Phase durchlief, fiel man in der Meisterschaft auf den vorletzten Platz zurück. Da scheint es fast logisch, dass man sich bereits am Samstag gegen Lugano weitere Punkte wünscht.

Melvin Nyffeler (SCRJ) vor der Lidokurve nach dem Cup-Viertelfinal zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug, am Dienstag, 26. November 2019, in der St. Galler Kantonalbank Arena Rapperswil-Jona. (Thomas Oswald)
Trainer Jeff Tomlinson und Assistenztrainer Sven Berger (SCRJ) im Cup-Viertelfinal zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug, am Dienstag, 26. November 2019, in der St. Galler Kantonalbank Arena Rapperswil-Jona. (Thomas Oswald)
Kevin Clark (SCRJ) gegen Torhueter Luca Hollenstein (Zug) im Cup-Viertelfinal zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug, am Dienstag, 26. November 2019, in der St. Galler Kantonalbank Arena Rapperswil-Jona. (Thomas Oswald)
Roman Schlagenhauf (SCRJ) gegen Torhueter Luca Hollenstein (Zug) im Cup-Viertelfinal zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug, am Dienstag, 26. November 2019, in der St. Galler Kantonalbank Arena Rapperswil-Jona. (Thomas Oswald)
Juraj Simek (SCRJ) erzielt das 1:0 mit dem Schlittschuh gegen Dominik Schlumpf und Torhueter Luca Hollenstein (Zug) im Cup-Viertelfinal zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug, am Dienstag, 26. November 2019, in der St. Galler Kantonalbank Arena Rapperswil-Jona. (Thomas Oswald)
Fabian Maier, Juraj Simek, Cedric Haechler und Daniel Kirsto (SCRJ) jubeln nach dem 1:0 gegen TorhueterLuca Hollenstein (Zug) im Cup-Viertelfinal zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug, am Dienstag, 26. November 2019, in der St. Galler Kantonalbank Arena Rapperswil-Jona. (Thomas Oswald)
Roman Cervenka (SCRJ) gegen Dominik Schlumpf (Zug) im Cup-Viertelfinal zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug, am Dienstag, 26. November 2019, in der St. Galler Kantonalbank Arena Rapperswil-Jona. (Thomas Oswald)
Melvin Nyffeler und Flurin Randegger (SCRJ) gegen Gregory Hofmann (Zug) im Cup-Viertelfinal zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug, am Dienstag, 26. November 2019, in der St. Galler Kantonalbank Arena Rapperswil-Jona. (Thomas Oswald)
Juraj Simek (SCRJ) jubelt nach dem 2:0 im Cup-Viertelfinal zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug, am Dienstag, 26. November 2019, in der St. Galler Kantonalbank Arena Rapperswil-Jona. (Thomas Oswald)
Dominik Egli, Andrew Rowe, Melvin Nyffeler und Daniel Kristo (SCRJ) gegen Gregory Hofmann (Zug) im Cup-Viertelfinal zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug, am Dienstag, 26. November 2019, in der St. Galler Kantonalbank Arena Rapperswil-Jona. (Thomas Oswald)
Andrew Rowe (SCRJ) erzielt das 3:0 gegen Torhueter Luca Hollenstein (Zug) im Cup-Viertelfinal zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug, am Dienstag, 26. November 2019, in der St. Galler Kantonalbank Arena Rapperswil-Jona. (Thomas Oswald)
Dominik Egli, Andrew Rowe, Daniel Kristo und Kevin Clark (SCRJ) jubeln nach dem 3:0 gegen Torhueter Luca Hollenstein (Zug) im Cup-Viertelfinal zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug, am Dienstag, 26. November 2019, in der St. Galler Kantonalbank Arena Rapperswil-Jona. (Thomas Oswald)
Melvin Nyffeler und Flurin Randegger (SCRJ) gegen Dario Meyer (Zug) im Cup-Viertelfinal zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug, am Dienstag, 26. November 2019, in der St. Galler Kantonalbank Arena Rapperswil-Jona. (Thomas Oswald)
Andrew Rowe, Daniel Kristo und Florian Schmuckli (SCRJ) jubeln nach dem 4:0 gegen Torhueter Luca Hollenstein (Zug) im Cup-Viertelfinal zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug, am Dienstag, 26. November 2019, in der St. Galler Kantonalbank Arena Rapperswil-Jona. (Thomas Oswald)
Andrew Rowe, Daniel Kristo und Juraj Simek (SCRJ) jubeln im Cup-Viertelfinal zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EV Zug, am Dienstag, 26. November 2019, in der St. Galler Kantonalbank Arena Rapperswil-Jona. (Thomas Oswald)
© Thomas Oswald

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