Im Viertelfinale kam das Aus

Von Andreas Robanser

Die Russinnen machten ab der ersten Minute des Viertelfinals gegen die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft das Spiel und siegten am Ende verdient mit 3:0.

Nach der knappen Niederlage in der Gruppenphase konnte die Schweizer Frauen-Nati recht positiv in dieses Viertelfinal gehen. Zu diesem Spiel waren auch die langjährige Torhüterin Florence Schelling und der Direktor der Nationalteams Raeto Raffainer extra angereist. Dabei musste Trainerin Daniela Diaz aber umstellen, fehlte verletzungsbedingt doch Evelina Raselli. Die Russinnen starteten mit viel Druck in das Spiel. In der achten Minute musste dann auch noch Sabrina Zollinger wegen eines Stockschlags auf die Penaltybox. Nun lag der Führungstreffer der Russinnen in der Luft, die Verteidigung um die wieder stark spielende Andrea Brändli überstand diese heikle Phase aber ohne Gegentor. In den weiteren Minuten des Stardrittels gelang es den Eisgenossinnen ein wenig vom Druck zu nehmen und so brachte man dieses 0:0 in die Kabine.

Im zweiten Abschnitt gelang es den Schweizerinnen aber einfach nicht vor das russische Tor zu gelangen, selbst in Überzahl hatte man Mühe. In der 33.Minute war es dann soweit als Anna Shokhina mit einen Schuss unter die Latte die Russinnen in Führung brachte. Nur eine Minute später musste die Nati wieder eine Unterzahl überstehen und auch dies gelang dank einer recht gut stehenden Defensive.

Nun blieben noch 20 Minuten um dem Spiel eventuell doch noch eine Wende geben zu können. Doch wieder gelang Richtung Russlands Torfrau Nadezhda Morozova zu wenig und das dritte Unterzahlspiel führte in der 46. Minute dann auch durch Yelena Dergachyova zur Zwei-Tore-Führung der Russinnen. Danach gelang es das eine oder andere Mal gefährlich vor das russische Tor zu kommen und so riskierte man etwas mehr. Als drei Minuten vor dem Ende bereits das Spiel mit sechs Feldspielerinnen in Angriff genommen wurde, nutzte dies Alevtina Shtaryova in der 59. Minute mit einem Gegenangriff zur endgültigen Endscheidung.

Trainerin Daniela Diaz: «Der erste Eindruck kurz nach dem Spiel ist natürlich eine grosse Enttäuschung, wir hatten klar den Fokus das Viertelfinale zu gewinnen, aber es war eben schwierig mit den vier Niederlagen zu starten. Wir haben gekämpft, das Powerplay war einfach zu wenig gut, da hätten wir zuschlagen müssen. Das hat uns das Momentum wieder genommen aber am Schluss hat es schlicht weg nicht gereicht.»

Russland – Schweiz 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)

Metro Areena, Espoo. – 114 Zuschauer. – SR: Ariano Lortie (CAN) / Fuhrberg (SWE), Heikkinen (FIN) / Kainberger (Ö).

Tore: 32:04 Shokhina (Shtaryova, Dergachyova) 1:0. 45:24 Dergachyova (Shokhina, Shibanova / Ausschluss Zollinger) 2:0. 58:22 Shtaryova (Shokhina / ins leere Tor) 3:0.

Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Russland, 4-mal 2 Minuten gegen die Schweiz.

Torschüsse: 44:14 (18:1, 12:8, 14:5).

Schweiz: Brändli (Ersatz: Maurer); Christen, Leemann; Vallario, Bullo; Forster, Altmann; Sigrist, Wetli; Waidacher, Müller, Staenz; Rüedi, Enzler, Rüegg; Quennec, Zollinger, Rhyner; Schlegel.

Bemerkungen: Schweiz ohne Raselli, Stalder (beide verletzt) und Alder (dritte Torhüterin).

© Andreas Robanser

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