Kanada qualifiziert sich mit Torfestival in die Halbfinals

Von Casper Thiriet

Gleich mit 6:2 bodigten die Kanadier die Ice Tigers aus Nürnberg und kommen damit direkt in die Halbfinals. Nürnberg muss sich schon morgen gegen Metallburg beweisen, um das Turnier-Aus zu verhindern.

Anders als bei den Spielen in der Gruppe Torriani konnte man bei dieser Begegnung wohl mehrere Tore erwarten. Team Kanada ist eine Klasse für sich und die Nürnberg Ice Tigers wissen sich zurück zu kämpfen. Das haben sie bereits beim Spiel gegen Davos bewiesen.

Beide Mannschaften spielen sehr physisch. Auch die Nürnberger, denn sie haben 13 Spieler aus Kanada oder Nordamerika, die sich das Physische angeeignet haben.

Kanada noch vorsichtig

Wie erwartet hat Kanada im Startdrittel dominiert. Das Team zeigte die gewohnte Schnelligkeit und das gute Zusammenspiel. Wenig überraschend konnten sie die erste grössere Chance auch gleich nutzen, in der dritten Minute liess Dante Fabro die Kanadier gleich in Führung bringen.

Dass physisch gespielt wurde, sah man in der 4. Spielminute, als die Nürnberger verzweifelt versuchten zu verteidigen und dabei einen Kanadier ins Tor schubsten. Das Spiel wurde kurz unterbrochen und auch der Eismeister bekam seinen Einsatz.

Nicht, dass Nürnberg unterlegen war. Zumindest im ersten Drittel waren meistens die Chancen von Nürnberg fast schon besser als die von Team Kanada. Einzig der Einsatz, um überhaupt zu solch einer Chance zu kommen, waren wesentlich höher als die bei Team Kanada. Dort war jeweils Kanadas Torhüter Fucale zur Stelle.

Powerplay, die Geheimformel?

Ein gutes Beispiel war in der siebten Spielminute, dort hatte Shawn Lalonde wohl die beste Chance, als er im Powerplay einen Schuss Richtung Fucale weiterleiten konnte.

Kurz vor der ersten Drittelpause wurde es noch ein wenig hektisch um die Ice Tigers. Knapp verpasste Pfoederl den Ausgleich und nur ein wenig später hätte Nürnberg fast schon ein Eigentor kassiert. Der Puck prallte nach einem Schuss auf die Bande hinter dem Tor und gelangte fast schon mittels Rücken von Jenike ins eigene Tor.

Generell taten sich die Nürnberger im Powerplay sehr gut. Dort schossen sie auch ihr erstes Tor. Kurz nach Beginn des Mitteldrittels konnte Patrick Reimer mithilfe von Pfoederl und Dupuis den Ausgleich erzielen.

Vier Minuten lang konnte Nürnburg den Ausgleich halten, dann kassierten sie den erneuten Führungstreffer. Generell schien Team Kanada den Ernst der Lage erkannt zu haben. Ab der dreissigsten Minute schossen sie innert sieben Minuten drei Tore und entschieden somit das Spiel vor.

Zu viel schnell für Nürnberg

Die Ice Tigers schienen den Faden verloren zu haben. Es galt, stärker zurückzukommen als man gegangen ist. Kurz nach der Pause war man auch nah dran, eine würdige Reaktion zu zeigen. Patrick Reimer konnte mit einem Backhandschuss Fucale fast umgehen.

Weiteres konnten die Nürnberger aber nicht mehr erzwingen. Team Kanada blieb das komplette Spiel durch konzentriert und konnte gleich nach dieser Chance von Reimer das 6:1 schiessen. Nur noch im Powerplay kamen die Deutschen zu wirklichen Chancen.

Ruhetag für Kanada

Team Kanada katapultiert sich mit diesem Torfestival direkt und ohne Umweg in die Halbfinals. Mit zwei Spielen und jeweils drei Punkten pro Spiel sind sie unbezwungen Gruppensieger. HC Davos folgt auf Platz zwei, sie werden morgen auf Ocelari Trinec. Nürnberg kann sich nochmals morgen gegen Metallburg Magnitogorsk versuchen.



Brandon Buck (Nürnberg):«Wir sind eigentlich ziemlich gut gestartet und haben im Mitteldrittel sogar noch den Ausgleich erzielt. Aber dann haben wir Kanada zu viel Zeit und Raum gelassen. Wenn du das mit einem Team machst, dass so gut ist, dann werden sie Tore schiessen. Wir haben in der Garderobe besprochen, dass wir die Fehler minimieren wollen.

Das Spiel gegen Metallburg wird umso härter. Wir probieren so diszipliniert wie möglich zu spielen. Sie skaten sehr gut, das versuchen wir mit einem physischen Spiel zu verhindern.»



Vaillant Arena – 6300 Zuschauer (ausverkauft)

SR: Brad Watson (CAN)/Marc Wiegand (SUI), Marc-Henri Progin (SUI)/Simon Wüst (SUI)

Tore: 2:21 1:0 Fabro (Moore/Conrad), 20:52 1:1 Reimer (Pfoederl/Dupuis), 24:52 2:1 Winnik (Wiercioch/Knelsen), 31:14 3:1 Ebbet (D'Agostini/DiDomenico), 33:01 4:1 Dalpe (Winnik), 37:45 Knelsen (Lapierre/Moore), 42:08 6:1 Fabbro (Lapierre/Moore), 57:54 6:2 Mieszkowski (Brown/Jurcina)

Strafen: Kanada 5-mal 2 Minuten, Nürnberg 4-mal 2 Minuten

Torschüsse: 39:21 (7:5, 21:4, 11:12)

Timeout: keine

Torhüter: keine


Kanada:

Tor: Fucale (Ersatz: Coreau)

2. Linie: Fabbro, Quincey, Ebbett, D’Agostini, DiDomenico

2. Linie: Despres, Noreau, Conrad, Moore, Lapierre

3. Linie: Bieksa, Wiercioch, Mitchell, Cracknell, Winnik

4. Linie: Curran, Knelsen, Dalpe, Boychuk, Emmerton

Headcoach: Kevin Dineen


Nürnberg:

Tor: Jenike (Ersatz: Treutler)

1. Linie: Lalonde, Mebus, Brown, Acton, Mieszkowski

2. Linie: Festerling, Aronson, Buck, Bast, Lerg

3. Linie: Newton, Gilbert, Segal, Ness, Dupuis

4. Linie: Jurcina, Bender, Reimer, Weiss, Pfoederl

Headcoach: Martin Jiranek

© Christoph Perren

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Freitag, 28. Dezember 2018

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