Schweden bezwingt auch Kanada

Von Pascal Zingg

Da bereits vor diesem Spiel klar war, das Schweden die Gruppe gewinnen und Kanada dritter werden würde, ging es in diesem Spiel eigentlich um nichts mehr. Die beiden Teams wollten davon jedoch nichts wissen. Sowohl die Tre Kronor als auch die Ahornblätter wollten beweisen, wer Herr im Haus ist. Einmal mehr zeigte sich jedoch der Eindruck, dass die Ausgabe 2016 von Team Kanada nicht so stark ist wie in anderen Jahren.

Es war ein grosser Denkzettel, den die Schweden dem Mutterland des Eishockeys hinterliessen. Die Tre Kronor waren den Kanadiern in allen belangen überlegen und dominierten sie von A bis Z. Beeindruckend war dabei vor allem das erste Drittel, in dem die Schweden kaum Chancen zu liessen. Auf der anderen Seite nutzten sie bereits früh zwei Powerplay Chancen um mit 2:0 in Führung zu gehen. Die Schweden tankten dabei soviel Selbstvertrauen, dass sie sich selbst vom Anschlusstreffer von Mitchell Stephens nicht aus der Ruhe bringen liessen.

Nach dem erfolglosen ersten Drittel versuchten die Kanadier im zweiten Drittel vor allem Härte ins Spiel zu bringen. Phasenweise wurde alles aus dem Weg gecheckt, was sich bewegte. Die Tre Kronor liessen sich jedoch auch davon wenig beeindrucken und hielten munter dagegen. Auf dem Scoreboard konnten sich deshalb nur die Herrn in blau eintragen. Kempe markierte den dritten Powerplaytreffer. Ein Treffer bei dem auch Mackenzie Blackwood nicht restlos überzeugen konnte. Der kanadische Torhüter musste nach dem Querpass von Holmström zwar verschieben, hatte dabei aber ein extrem grosses Loch zwischen den Beinen.

Im letzten Drittel sollte es den Schweden schliesslich auch noch der Treffer bei personellem Gleichstand gelingen. Zwar traf Marner danach noch bei doppelter Überzahl, dies war jedoch genau so Resultatkosmetik, wie der Empty Netter von Asplund. Mit einer makellosen Vorrunde machte sich Schweden damit zum grossen Favoriten auf den Titel des Junioren-Weltmeisters.

Telegramm:

Kanada – Schweden 2:5 (1:2, 0:1, 1:2)

Helsingin Jäähalli, Helsinki. – Schiedsrichter: Anisimov (RUS), Pesina (CZE); Nieminen (FIN), Oliver (USA). – Tore: 4:37 A. Nylander (Asplund; Timashov; Ausschluss: Virtanen) 0:1; 7:08 Forsling (A. Nylander, Timashov; Ausschluss: Beauviller) 0:2; 15:51 Stephens (Holmström, Chabot) 1:2; 33:38 Kempe (Holmström, Forsling) 1:3; 47:09 Karlsson (Carlsson, Looke) 1:4; Marner (Hicketts, Strome; Ausschlüsse: Grundström, Carlsson) 2:4; 59:49 Asplund (Englund; ins leere Tor) 2:5. – 10 x 2 Minuten gegen Kanada; 7 x 2 Minuten gegen Schweden.

Kanada: Blackwood (McDonald); Hicketts, Chabot; Fleury, Hickey; Sanheim, Dermott; McKeown; Chartier, Mariner, Point; Strome, Virtanen, Crouse; Gauthier, Barzal, Beauvillier; Perlini, Konecny, Quenneville; Stephens.

USA: Söderström (57. Sandström); Lageson, Forsling; Ollas Mattson, Englund; Pettersson, Carlsson; Lindblom, Holmström, Kempe; Timashov, Asplund, A. Nylander; Looke, Ehn, Karlsson; Forsbacka Karlsson, Grundström.

Bemerkungen: Kanada ohne Montembeault; Schweden ohne Larsson, Eriksson Ek, W. Nylander, Kallgren; 54:05 Timeout Kanada; Kanada von 58:24 bis 59:49 ohne Torhüter.

© Andreas Robanser

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