Blamable Niederlage gegen Dänemark

Von Simon Wüst

Im letzten Gruppenspiel verlor die Schweiz gegen taktisch sehr gut agierende Dänen deutlich, obschon es am Schluss nochmals eng wurde. Unser Team nahm zu viele Strafen und konnte sich in den Zweikämpfen zu wenig durchsetzen.

Für das heutige und gleichzeitig letzte Gruppenspiel gegen Dänemark hat Trainer Patrick Fischer die Linien kräftig durcheinandergemischt. Denis Malgin kehrt nach seiner Isolation ins Team zurück und sollte in der Offensive zusätzliche Power bringen.

In den ersten Minuten legten die Schweizer los wie die Feuerwehr und die Dänen standen mit einer 5er Kette an der blauen Linie. Doch schon bald änderte sich das Geschehen und Dänemark ging zu einem aggressiven Forechecking über. Die Schweizer brachten während des gesamten Drittels kaum Schüsse aufs gegnerische Tor. Dies besseren Möglichkeiten hatten die Dänen und Berra im Tor dadurch alle Hände voll zu tun. In der 16. Minute zog Yannick Weber hinter dem dänischen Tor durch und spielte den alleine vor Dahm stehenden Enzo Corvi an, welcher den Puck nur noch versenken musste. Eine glückliche aber nicht unverdiente Führung zur ersten Pause.

Den Start ins Mitteldrittel verschliefen die Schweizer klassisch. Eine unnötige Strafe von Malgin ermöglichte den Dänen einen Doppelschlag. Zuerst traf Peter Regin im Powerplay und nur 21 Sekunden später auch noch Frederik Storm bzw. Lukas Frick mit seinem Schlittschuh (in der Wertung der Eigentore würden wir bestimmt eine Goldmedaille gewinnen). Ein echter Schocker welcher zuerst verdaut werden musste. Dies stachelte die Dänen natürlich an und sie waren aufsässig wie noch nie in diesem Spiel. Die Schweiz verlor zwischenzeitlich den Faden und es kamen Strafen hinzu, welche die Lage auch nicht verbesserten. Die Dänen zeigten in dieser Phase eine unglaubliche Effizienz. In der 34. Minute kurvte Mikkel Boedker ungehindert durch die Zone und erwischte Berra zwischen den Beinen. Zuvor hatte Berra noch einen Big Save gegen zwei Dänen. Aber selbst das Powerplay funktionierte nicht mehr wie gewünscht. Einen Pfostenschuss, durch Weber in der 39. Minute, konnte man sich noch gutschreiben lassen. Aber auch mit dieser Wertung gewinnt man keine Spiele.

Auch das Schlussdrittel begann mit einem Rückschlag. Den Abschluss von Jensen konnte Berra noch parieren aber gegen den Nachschuss von Nicolai Meyer war er machtlos. Danach wieder ein unkontrolliertes hin- und her. Ein Lichtblick war der zweite Treffer der Schweizer. Im Powerplay schloss Romain Loeffel ein Zuspiel direkt ab und traf. Der Schuss war noch leicht abgelenkt vom dänischen Verteidiger. Sogar der Anschlusstreffer gelang den Eisgenossen zwei Minuten vor Schluss. Ohne Goalie und mit einem Mann mehr konnte Corvi einen schönen Querpass durch die Zone auf Fabrice Herzog spielen, welcher mit einem Direktschuss abschloss. Nun keimte wieder Hoffnung auf und Patrick Fischer setzte «all in». Doch diesmal ging es ins Auge. Corvi verlor den Puck in der neutralen Zone eher dumm und 59 Sekunden vor Schluss entschied Frederik Storm das Spiel zu Gunsten der Dänen mit dem Schuss ins leere Tor.

Somit geht es für die Schweizer im Achtelfinal weiter.

Telegramm:

Schweiz - Dänemark  3:5 (1:0, 0:3, 2:2)

Wukesong Sports Centre – Refrees: Gofman (RUS) / Vikman (FIN), Linesmen: Malmqvist (SWE) / Shalagin (RUS)

Strafen:

SUI 7 x 2 Min. ; DEN 3 x 2 Min.

Tore:

16. Corvi (Weber, Thürkauf) 1:0 ; 21. Regin (Storm, N.Jensen) 1:1 ; 22. Storm (N.Jensen, Russell) 1:2 ; 34. Boedker (Russell) 1:3 ; 42. Meyer (N.Jensen, Jakobsen) 1:4 ; 45. Loeffel (Untersander, Corvi / Ausschluss Storm) 2:4 ; 58. Herzog (Corvi, Untersander) 3:4 ; 60. Storm (Russell) 3:5

Aufstellung:

Schweiz

Berra; Diaz, Müller; Frick, Untersander; Weber, Loeffel; Alatalo; Malgin, Hollenstein, Andrighetto; Hofmann, Moser, Haas; Ambühl, Corvi, Thürkauf; Vermin, Mottet, Bertschy; Herzog

Dänemark

Dahm; O.Lauridsen, Jensen Aabo; Lassen, M.Lauridsen; Larsen, N.B.Jensen; Kristensen; N.Jensen, Nielsen, Boedker; Storm, Russell, Regin; Madsen, Meyer, Bau; Poulsen, J.Jensen, Aagaard; Jakobsen

 

Bemerkungen:

39. Pfostenschuss SUI (Weber); 56:07-57:28 / 58:10-59:01 SUI ohne Goalie; 59. Timeout SUI

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