Lugano scheidet nach einer 2:4 Niederlage gegen die Eisbären Berlin aus der CHL aus.

Von Maurizio Urech

Die Mannschaft von Chris Mc Sorley zeigte während mehr als 30 Minuten eine mehr als schwache Leistung und nur durch ein paar starke Paraden von Goalie Leland Irving blieb man im Spiel. Die Entscheidung fiel mit dem 2:3 durch Matthew White in der 46. Minute.

Nach dem 4:2 Sieg von Tappara Tampere gegen Skelleftea am Dienstag hatte die Mannschaft von Chris Mc Sorley die Möglichkeit mit einem Sieg sich für den Achtelfinal der CHL zu qualifizieren. Leland Irving kam zu seinem Debut, Elia Riva kehrte zurück.

Auch wenn es für die Gäste um nichts mehr ging, übernahmen die Eisbären das Spieldiktat vom ersten Bully. In der fünften Minute bediente Boychuk mit einem Rückpass Matthew White der alle Zeit der Welt hatte und Irving mit einem platzierten Schuss zum 0:1 bezwang. In der achten Minute kam Lugano zur ersten Überzahl, Fazzini zweimal und Thürkauf mit Möglichkeiten. Doch es waren weiterhin die Gäste die dominierten und zu weiteren Chancen durch Pföderl und Desprès kam, dessen Schuss lies Irving durchrutschen, doch der Puck ging am Tor vorbei. In den Schlusssekunden kassierte Tschumi nach einem hohen Stock eine 2 + 2 Minuten Strafe, damit konnten die Gäste das Mitteldrittel mit einer langen Überzahl beginnen.

Die Gäste brauchten nicht lange um diesen Vorteil auszunützen, Pföderl dem wieder zu viel Platz zugestanden wurde schoss aus zentraler Position, Irving parierte konnte den Puck nicht festhalten und Blaine Byron staubte zum 0:2 ab. Immerhin überstanden die Bianconeri die zweite Strafe und kamen aus dem nichts zur Riesenmöglichkeit zum Anschlusstreffer, nach einem Fehlpass kam Arcobello an den Puck, doch der scheiterte an Ancicka. In der 25. Minute bewahrte Irving Lugano gleich zweimal vor einem grössen Rückstand, er stoppte zuerst den allein anstürmenden Noebels und stoppte wenige Sekunden später auch einen Direktschuss des gleichen Spielers. Bei der zweiten Überzahl der Bianconeri hatten Fazzini und Alatalo die besten Möglichkeiten. In der 31. Minute leisteten sich die Gäste einen Fehler in der eigenen Zone, Loic Vedova schnappte sich den Puck und traf zum 1:2. Damit war das Spiel für Tobias Ancicka zu Ende er wurde durch Leon Hungerecker ersetzt. Nach einer ersten Möglichkeit durch Walker, bediente Werder mit einem Rückpass Bernd Wolf der zum 2:2 Ausgleich traf. Bei einer weiteren Überzahl der Bianconeri hatten die Gäste durch Rossmy die beste Chance, er scheiterte alleine vor Irving. In der 37. Minute bediente Alatalo den aufgerückten Riva der aus kürzester Distanz an Hungerecker scheiterte.

In der 42. Minute kam M. Müller nach dem Rückpass von Fazzini zum Abschluss, Hungerecker auf dem Posten. Drei Minuten später bediente Arcobello Riva der erneut an Hungerecker scheiterte. Doch es waren die Gäste aus Berlin die erneut in Führung gingen, nach dem einzigen Fehler von Irving er befreite die Scheibe genau vor den Stock von Clark, dieser bediente Matthew White der zum 2:3 ablenkte, aber die Scheibe hätte man schon vorher aus der Zone befreien müssen. Wenig später scheiterte Clark mit einem Ablenker an Irving. In der 48. Minute kamen die Gäste zu einer weiteren Überzahl, doch es war Thürkauf der die beste Möglichkeit hatte, er scheiterte Backhand an Hungerecker. In einer anschliessenden Überzahl für die Bianconeri hatten Thürkauf und Fazzini Chancen. Bei einem weiteren Powerplay hatten Boedker und Müller Möglichkeiten. Lugano versuchte es anschliessend ohne Torhüter, doch es war Giovanni Fiore der ins leere Tor zum 2:4 traf.

In beiden Spielen gegen die Eisbären Berlin war die Leistung der Mannschaft von Mc Sorley ganz einfach ungenügend um sich ein Weiterkommen in der CHL zu verdienen. Natürlich sind die vielen Absenzen ein Handicap aber am Samstag im Derby hat man gezeigt dass man ganz anders auftreten kann, von diesen Tugenden war heute Abend gar nichts zu sehen, bezeichnend dass der Paradeblock Fazzini-Arcobello-Boedker sich bei fünf gegen fünf kaum eine Chance erspielte. Damit beendet Lugano die Gruppenphase auf dem vierten und letzten Platz und verpasst zum erstenmal die Qualifikation für das Achtelfinale."

Chris Mc Sorley: "Heute Abend war ein Spiel mit vielen Hochs und Tiefs, mein Eindruck war dass uns vor allem der dritte und vierte die nötige Motivation gab um endlich ins Spiel zu kommen. Irving hielt uns lange mit seinen Paraden im Spiel, aber Tatsache ist dass wir heute Abend nicht genügend Feuerkraft hatten um die Differenz zu machen. Wir hatten einen guten Gameplan, doch in den ersten dreissig Minuten machten wir alles mit nur halber Geschwindigkeit, so kannst du den DEL-Champion nicht in Verlegenheit bringen. Wir gewinnen und verlieren als Team. manchmal machen deine besten Spieler die Differenz heute Abned nicht um die zu kompensieren brauchen wir eine grössere Tiefe. Dazu vergaben wir in den auch noch ausgezeichnete Chancen um das Spiel zu drehen, ich hoffe wir qualifizieren uns wieder für die CHL um eine neue Chance zu haben. Trotz der aktuellen Situation können wir das ausscheiden so nicht akzeptieren, dazu hätten die Leistungen besser sein müssen."


Bernd Wolf: Was war heute mit euch los, die Leistung war über weite Strecken ungenügend? "Wir haben uns von anfang an schwer getan ins Spiel zu kommen. Berlin stand kompakt und dann trafen wir auch noch falsche Entscheidungen. Wir haben trotzdem Charakter gezeigt, haben zum 2:2 ausgeglichen und hatten sogar die Möglichkeit zum dritten Tor, aber auf diesem Niveau müssen wir 60 Minuten Eishockey spielen sonst gewinnts du auf diesem Niveau kein Spiel. Unser grösstes Problem ist momentan die inkonstanz, wenn wir ein Topteam werden wollen, müssen wir viel konstanter werden. Seit meiner Rückkehr von der Nationalmannschaft habe ich persönlich keine gute Spiele gehabt, ich bin unzufrieden, vielleicht habe ich mich selbst zu viel Unter Druck gesetzt. Jetzt gilt es Schritt für Schritt meine Leistung zu verbessern und dem Team zu helfen, ich bin ein defensiv verlässlicher Verteidiger kann aber auch offensiv viel mehr kreieren."


Best player

*** Matthew White (EBB)

** Blaine Byron (EBB)

* Loic Vedova (HCL)



Lugano – Eisbären Berlin 2:4 (0:1; 2:1; 0:2) – Cornèr Arena – 2'166 Zuschauer

Schiedsrichter: Stricker,Urban/Obwegeser, Fuchs

Tore 04'07 White (Boychuk) 0:1; 21'28 Byron (Pföderl/Ausschluss Tschumi) 0:2; 30'48 Vedova 1:2; 32'10 Wolf (Werder) 2:2; 45'18 White (Clark) 2:3; 58'20 Fiore 2:4 (empty net) 2:4

 

Strafen

7 x 2 gegen Lugano

8 x 2 gegen Berlin + 1 x 10 

Lugano: Irving; Riva, Alatalo; Chiesa, M. Müller; Nodari, Guerra; Ugazzi,Wolf; Fazzini, Arcobello, Boedker; Werder, Thürkauf, Walker; Vedova, Morini, Stoffel; Traber, Tschumi, Haussener

Eisbären Berlin: Ancicka (ab 30'48 Hungerecker); Ellis, J. Müller; Wissmann, Mik; Jensen, Desprès; Geibel; Pföderl, Byron, Noebels; White, Boychuk, Veilleux; Clark, Streu, Tuomie; Rossmy, Wiederer, Fiore

 

Bemerkungen

Lugano ohne Schlegel, Loeffel, Herburger, Josephs, Carr und Bertaggia (alle verletzt)

Berlin ohne Niederberger, Hördler und Nielsen (geschont) 

29'28 Time-out HC Lugano

Lugano von 58'05 - 58'20 und von 58'31 - 60'00 ohne Torhüter

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