Die ZSC Lions ziehen in den CHL 1/8-Final ein

Von Andreas Bernhard

In der wohl schwierigsten Gruppe der diesjährigen Champions Hockey League haben die ZSC Lions hinter Frölunda den hervorragenden zweiten Rang belegt. Im abschliessenden Gruppenspiel gegen BK Mladá Boleslav zeigten sich die ZSC Lions überlegen, wenn auch zu Beginn etwas nachlässig. Boleslav kam dadurch dreimal zu einer Führung. Am Ende siegten die Zürcher deutlich. Gemessen an den Schüssen an die Torumrandung hätte der Sieg gar noch höher ausfallen können.

Für den Tabellenführer der Tschechischen Extraliga ging es heute nur noch um die Ehre. Sie stellten deshalb heute nur drei vollständige Linien auf. Das Hinspiel vor zwei Wochen war eine mühsame Angelegenheit. Die ZSC Lions gewannen 0:1 dank einem Shorthander von Garrett Roe, der davon profitierte, dass ein tschechischer Stürmer vor dem eigenen Tor zu Drippling ansetzte und die Scheibe an den Zürcher verlor. Heute liess sich das Spiel viel engagierter an. In den ersten zehn Minuten sahen die Zuschauer bereits vier Tore. Mladá Boleslav ging in der fünften Minute in Führung. Yannick Weber sass auf der Strafbank. Martin Planek schoss von der blauen Linie. Die Scheibe blieb in den Beinen vor Ludovic Waeber hängen und geriet zur Vorlage für Adam Raska. Der Tscheche traf ins offene Tor. Genau 30 Sekunden später war der Ausgleich der Lions schon Tatsache. Garrett Roe deckte zunächst die Scheibe in der rechten Ecke im tschechischen Drittel gekonnt ab, drehte sich und passte vors Tor zu Chris Baltisberger. Die Direktabnahme war für Marek Schwarz nicht zu halten. Auch der zweite Treffer von Boleslav fiel im Powerplay. Reto Schäppi wurde für ein Beinstellen bestraft. Milos Kelemen traf mit einem gezogenen Schuss in der neunten Minute zum 1:2. Wieder reagierten die Zürcher sofort. Diesmal traf Denis Malgin 33 Sekunden später mit einem Handgelenkschuss auf der Stockhand von Marek Schwarz vorbei zum 2:2. Mladá Boleslav blieb brandgefährlich. Wieder traf Milos Kelemen. Diesmal nicht im Powerplay. Die Lions waren etwas zu offensiv eingestellt und liessen sich auskontern. Jakub Kotala passte zu Kelemen, der alleine vor Waeber auftauchte und diesem keine Chance liess. Etwas mehr als 12 Minuten waren erst gespielt. Die Lions kamen erst knapp am Ausgleich vorbei, als Schwarz einen Schuss von Maxim Noreau unter dem Schoner durchgleiten liess, die Scheibe dann aber knapp am Tor vorbei rutschte. Beim ersten Powerplay der Zürcher an diesem Abend reichte es für den Ausgleich. Sven Andrighetto legte sein ganzes Gewicht in einen Schuss von der blauen Linie und traf 3:30 nach dem 2:3 unter die Latte zum erneuten Ausgleich.

Ab dem zweiten Abschnitt war die Partie bedeutungslos. Zu diesem Zeitpunkt hatte Frölunda das Spiel gegen IFK Helsinki gewonnen. Die Lions waren damit vorzeitig eine Runde weiter. In der 24. Minute stürzten sich Marek Schwarz, Pavel Pycha und Jakub Kotala gleichzeitig auf den Puck. Schwarz wurde von seinen beiden Mitspielern gecheckt und verlor dabei die Orientierung und den Stock. Marc Aeschlimann profitierte und schob ins verlassene Tor zur erstmaligen Führung der ZSC Lions ein. Nur wenig später traf Denis Malgin nur den Pfosten. Der Rest des Drittels verkam, nicht verwunderlich, zum Schaulaufen auch wenn Boleslav versuchte noch etwas Härte ins Spiel zu bringen. Es blieb beim 4:3 nach 40 Minuten, weil die Lions noch dreimal nur die Torumrandung trafen. Die geneigten Zuschauer hatten ihre Freude am offenen Spiel und an der inzwischen grossen Überlegenheit der ZSC Lions.

Mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend erhöhte Sven Andrighetto in der 49. Minute auf 5:3. Durch einen Fehler im Spielaufbau der Tschechen kam Andrighetto unbedrängt zum Schuss und liess sich diese Gelegenheit nicht entgehen. John Quenneville wurde eine Minute später von Martin Planik gelegt. Marcus Krüger traf zunächst nur die Latte. Die Scheibe kam zurück vors Tor. John Quenneville konnte erben und zum 6:3 treffen. Zwischen dem 5. und 6. Tor der Lions lagen nur 82 Sekunden. Am Ende zauberten die Zürcher gar Malgin passte zu Hollenstein, der nochmals quer vor dem Tor zu Azevedo passte. Azevedo vollendete zum 7:3 in der 55. Minute. Der Szene war vermutlich ein Offside der Lions vorausgegangen. Pavel Patera war es inzwischen egal. Er verzichtete auf eine Coaches Challenge.

Schüsse aufs Tor: 41:19 (14:5;16:6;11:8)

Bully: 42:26 (19:9;9:6;14:11)

Aufstellung:

ZSC Lions: Waeber (Ersatz: Flüeler); Weber, Geering; Noreau, Marti; Guebey, Phil Baltisberger; Trutmann; Quenneville, Malgin, Azevedo; Andrighetto, Roe, Chris Baltisberger; Hollenstein, Krüger, Sigrist; Pedretti, Schäppi, Diem; Aeschlimann.

BK Mladá Boleslav: Schwarz (Ersatz: Ruzicka); Pycha, Planek; Bernad, Vacik; Sidlik, Jasecko; Kelemen, Raska, Kotala; Dufek, Claireaux, Grim; Eberle, Zavora, Stransky; Simon, Snasel.

Bemerkungen:

24. Pfostenschuss Denis Malgin

32. Pfostenschuss Denis Hollenstein

34. Lattenschuss Denis Hollenstein

37. Pfostenschuss Maxim Noreau

50. Lattenschuss Marcus Krüger

58. Pfostenschuss Petr Sidlik

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Dienstag, 12. Oktober 2021

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ZSC Lions - Mlada Boleslav

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