Dritter Berner Cup-Sieg in Serie für den SC Bern

Von Roman Badertscher

Bereits letztes Jahr gab es die Finalpaarung SC Bern gegen die SCL Tigers am Berner Cup. Damals gewann der SCB mit 4:3, obschon die SCL Tigers mit 1:0 und 2:1 in Führung gingen. Heute ging der SCB in Front und konnte dank einem erkämpften 5:3-Sieg den Berner Cup bereits zum dritten Mal in Serie für sich entscheiden.

Mika Henauer trifft zum frühen 1:0, Alexandre Grenier gleicht aus

Wie es zu einem Finalspiel gehört, schenkten sich beide Teams von Beginn weg nichts. Bereits in der fünften Minute gab es den ersten Treffer zu bewundern. Tristan Scherwey passte auf den freistehenden Mika Henauer, der den Puck zum 1:0 versenkte. Kurz darauf scheiterte der SCB in Überzahl und so sorgten auch die Langnauer für Gefahr vor Daniel Manzato.

Alexander Grenier war es, der in einer 4-3-Überzahl mit einem Slapshot den Ausgleich für die SCL Tigers ermöglichte. In der 15. Minute bekamen sich Jeremi Gerber und Sebastian Schilt in die Haare nach einem Schussversuch von Gerber. Beide mussten frühzeitig unter die Dusche, Schilt bekam eine zusätzliche 2-Minuten-Strafe aufgebrummt. Doch die Berner nutzten das Powerplay nicht. Auf der anderen Seite sorgten Flavio Schmutz und Keijo Weibel in der 18. Minute für Torgefahr vor Manzato.

Trotz Langnauer Druckphase gelingen dem SCB zwei Tore

Die SCL Tigers schnürten am Anfang des Mitteldrittels den SCB richtiggehend ein. Bern kam kaum aus der Zone. Die Langnauer waren deutlich gefährlicher, dennoch war der SCB effizienter. Ein Entlastungsangriff der Moser-Conacher-Jeffrey-Reihe führte zum 3:1, bei dem Conacher den perfekten Pass auf Moser am entfernten Torposten spielte und dieser nur noch den Stock hinhalten musste.

Noch vor Spielhälfte erhöhte Kaspars Daugavins mit seinem Nachschuss auf 3:1, nachdem der Puck via Torlatte und Torhüter knapp vor der Linie liegen blieb. Die Tigers gaben sich nicht kampflos geschlagen und beschäftigten Manzato im SCB Tor, der mehrmals eingreifen musste. Die Abschlüsse der Tiger landeten entweder bei Manzato oder sie scheiterten an sich selber. Dies nutzte der SCB aus. Yannick Hänggi glänzte mit einem perfekten Querpass auf Kaspars Daugavins, der die Scheibe im Tor zum 4:1 unterbrachte.

Langnauer Aufholjagd dank zwei Assists von Grenier nicht belohnt

Vincent Praplan vergab in der 45. Minute einen Penalty, nachdem ein Langnauer den Puck im Torraum mit der Hand blockierte. Die Berner waren eine Zeit lang die spielbestimmende Mannschaft. Eine Unterzahl kam den Tigern auch nicht gerade gelegen, doch dank harter Arbeit konnte Schlimmeres verhindert werden.

Dank Harri Pesonen hiess es zehn Minuten vor Schluss 4:2. Die Spannung war plötzlich wieder zurück im Finalspiel. Bei angezeigter Strafe und kurzerhand mit 6 gegen 5 Spielern für Langnau entwischte Michael Loosli, der den SCB mit seinem Anschlusstreffer nochmals zum Zittern brachte.

Der SCB reagierte in der Person von Cory Conacher, der mit einem platzierten Handgelenkschuss zum fünften Berner Treffer die mitgereisten Fans jubeln liess und das Spiel definitiv entschied.

Stimmen zum Spiel und zum Turnier:

Mika Henauer (SC Bern): „Wir sind sicher zufrieden, es waren zwei gute Matchs. Heute hat man gesehen, dass Langnau sehr physisch gespielt haben und das hilft uns sicher, um zum Saisonstart bereit zu sein. Was wir besser machen können ist, dass wenn wir eine gute Phase haben, nicht nachzulassen. Das sollte uns dann in der Meisterschaft nicht passieren. Wir haben jetzt noch 2,5 Wochen Zeit um an dem zu arbeiten. Für mich war es extrem cool, wieder zurückzukommen. Ich wurde mit Langenthal hier einmal Meister, man kennt noch viele Leute, es ist sehr familiär und es macht immer Spass im August hierhin zukommen.“

Pascal Berger (SCL Tigers): „Wir und Bern haben viel Intensität ins Spiel gebracht. Es gab viele Checke. Am Anfang war Bern besser, im zweiten Drittel haben wir zeitweise dominiert und viele Chancen gehabt, leider nicht ausgenutzt. Das haben sie eiskalt ausgenutzt. Es war schwer auch im dritten Drittel, obwohl wir nochmals zurückkamen. Dies stimmt uns positiv, wir sind auf einem guten Weg. Es gibt kleine Details, die wir verbessern müssen. Einfacher spielen, konsequenter vor dem Tor sein, vor dem Tor härter arbeiten, so dass möglichst wenige Chancen zugelassen werden. Es gab viel Gutes und wir müssen positiv bleiben.“

SC Bern – SCL Tigers 5:3 (1:1, 3:0, 1:2)

KEB Schoren, Langenthal. – 675 Zuschauer. – SR: Wiegand, Wolf/Progin.

Tore: 4:05 Mika Henauer (Scherwey) 1:0. 13:06 Grenier (Olofsson, Saarela/Ausschluss Pinana) 1:1. 27:38 Moser (Conacher, Jeffrey) 2:1. 28:59 Daugavins (Pinana) 3:1. 39:32 Daugavins (Hänggi) 4:1. 49:05 Pesonen (Grenier) 4:2. 52:50 Loosli (Grenier) 4:3. 55:01 Conacher (Moser, Jeffrey) 5:3.

Strafen: 5-mal 2 Minuten und 1-mal 5 Minuten plus Spieldauer (Jeremi Gerber) gegen den SC Bern, 4-mal 2 Minuten und 1-mal 5 Minuten plus Spieldauer (Sebastian Schilt) gegen die SCL Tigers.

SC Bern: Manzato (Ersatz: Wüthrich); Beat Gerber (A), Andersson; Colin Gerber, Pinana; Mika Henauer, Hänggi; Kast; Moser (C), Jeffrey, Conacher; Scherwey, Daugavins, Praplan; Bader, Neuenschwander, Sciaroni; Jeremi Gerber, Fahrni, Alain Berger; Schaub.

Head Coach: Johan Lundskog

SCL Tigers: Stettler (Ersatz: Zaetta); Elsener, Huguenin; Erni, Guggenheim; Grossniklaus, Leeger (A); Schilt; Lossli, Diem, Langenegger; Pesonen (A), Saarela, Petrini; Olofsson, Grenier, Weibel; Sturny, Schmutz, Pascal Berger (C); Schweri.

Head Coach: Jason O‘leary

Bemerkungen: SC Bern ohne Fuss, Andri Henauer (Farmteam/Swiss League). – 29. Lattenschuss Pinana. – 32. Lattenschuss Conacher. – 57:35 Time-out SCL Tigers. – SCL Tigers von 57:35 bis 60:00 ohne Goalie.

Best player: Alexandre Grenier (SCL Tigers), Kaspars Daugavins (SC Bern).

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