Zweite Niederlage gegen Finnland

Von Pascal Zingg

Die Schweizer U20-Nationalmannschaft verliert auch ihr zweites Spiel. Diesmal muss man sich Finnland mit 1:4 geschlagen geben. Die Schweizer zeigten einen guten Start, welchen sie sogleich zum 1:0 nutzen konnten. Spätestens ab dem zweiten Drittel liess der Gegner aus Finnland jedoch keinen Zweifel offen, wer Herr im Haus ist.

Es war vor allem der Start in dieses Spiel, der aus Schweizer Sicht Mut macht. Die Schweizer schienen bereit für dieses Spiel und konnten gleich die erste Strafe gegen Finnland zum Führungstreffer nutzen. «Gleich im nächsten Shift kassieren wir jedoch den Ausgleich. Wenn man gegen solche Nationen bestehen will, muss man Momentum kreieren, das ist uns in diesem Moment nicht gelungen», erklärte Marco Bayer. Der Dämpfer aus Schweizer Sicht war deshalb ärgerlich, weil die Schweizer einen Wechselfehler begingen und den Finnen damit ein Drei-gegen-Eins ermöglichten. 

Obwohl der Treffer aus Schweizer Sicht zu einem dummen Zeitpunkt kam, riss man sich im ersten Drittel zusammen und blieb am Gegner aus Finnland dran. Anders sah dies jedoch ab dem zweiten Drittel aus. Mehr und mehr stand nun Torhüter Thibault Fatton im Mittelpunkt. Ihm ist es zu verdanken, dass die Schweizer lange in diesem Spiel blieben. So war der Führungstreffer von Pärssinen in der 25. Minute für lange Zeit das einzig Zählbare, dass die Finnen in der Offensive zu Stande brachten. Erst zwei Treffer in den letzten zehn Minuten sollten das Resultat auf ein 4:1 korrigieren, das durchaus dem gezeigten entsprach. 

Gerade zur Mitte des Spiels hätten die Schweizer also die Gelegenheit gehabt in dieses Spiel zurück zu kehren. Dass ihnen dies nicht gelang hatte aus Sicht von Marco Bayer zwei Gründe. «Wenn man gegen einen grossen Gegner die Scheibe erobert, muss man sofort umschalten und den Gegenangriff suchen, das ist uns nicht gelungen», analysierte der Trainer. Für Bayer ist klar, dass sich sein Team in einem Prozess befindet. In diesem muss es erst lernen, wie man schnell umschaltet. Anders als in der Vergangenheit konnte ein solcher Prozess im Vorfeld des Turniers infolge Corona nur sehr verzögert stattfinden.

Neben dem schnellen Umschaltspiel waren bei den Schweizern aber auch die Special Teams ein Thema. Für Torschütze Attilio Biasca war klar, dass man im Powerplay härter gearbeitet hatte als noch gegen die Slowaken. Der Lohn war dann auch der erste Treffer des Turniers. Trotz dieses Tores war der Trainer mit dem Überzahlspiel aber noch immer nicht zufrieden. «Wir konnten insgesamt sechs Mal in Überzahl spielen, da müsste noch mehr als nur ein Tor kommen», kritisierte Bayer. Wie man es besser macht, zeigten derweil die Finnen. Sie erzielten in fünf Gelegenheiten drei Tore.

Wie nicht anders zu erwarten durchliefen die Schweizer im heutigen Spiel einen Lernprozess. Einen ähnlihen Lernprozess werden sie wohl auch im nächsten Spiel gegen Kanada durchlaufen. «Danach sollten wir bereit sein, um auch im wichtigen Spiel gegen Deutschland zu bestehen», erklärte Bayer.

 

Telegramm:

Finnland – Schweiz 4:1 (1:1, 1:0, 2:0)

Rogers Place, Edmonton. – Schiedsrichter: Garon, Maille; Harris, O’Quinn. – Tore: 3:44 Biasca (Fust, Allenspach; Ausschluss: Niemela) 0:1; 4:20 Lundell (Simontaival) 1:1; 24:53 Pärssinen (Niemela, Lambert; Ausschluss: Vouardoux) 2:1; 50:41 Räty (Lambert, Niemela; Ausschluss: Bottini) 3:1; 56:49 Simontaival (Hirvonen; Ausschluss: Fust) 4:1. – Strafen: 6 x 2 Minuten gegen Finnland; 5 x 2 Minuten gegen die Schweiz.

Finnland: Taponen (Piiroinen); Hatakka, Heinola; Puutio, Kokkonen; Viro, Niemela; Rafkin; Lundell, Hirvonen, Simontaival; Järventie, Pärssinen, Lambert; Pyyhtiä, Nikkanen, Räty; Puhakka, Helenius, Petman; Mantykivi.

Schweiz: Fatton (Patenaude); Chanton, Baragano; Fiedler, Meier; Guggenheim, Delémont; Vourdoux, Pezzullo; Knak, Canonica, Fust; Biasca, Allenspach, Hofer; Schläpfer, Marchand, Bottini; Dähler, Derungs, Jobin.

Bemerkungen: Finnland ohne Rajaniemi, Blomqvist, Korhonen; Schweiz ohne Salzgeber (verletzt); Villa, Henauer (überzählig); 9. Pfosten Hirvönen, 32. Latte Lundell.

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Sonntag, 27. Dezember 2020

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11:0 (1:0 6:0 4:0)

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2:16 (1:4 0:7 1:5)

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