Russland gewinnt Spektakelspiel

Von Pascal Zingg

Das war beste Werbung für die World Juniors! Russland gewinnt ein verrücktes Offensivspektakel mit 5:4 nach Verlängerung.

«Das war ein unglaublich hartes Spiel, ich bin überglücklich, dass wir es gewonnen haben», erklärte Dimitri Voronkov nach dem Spiel. Zusammen mit 8693 Zuschauern sah der russische Stürmer ein unglaubliches Halbfinale in dem es von Beginn weg zur Sache ging. So traf Rasmus Sandin bereits nach 16 Sekunden zum 1:0. Statt sich von den positiven Emotionen leiten zu lassen, liess man aus schwedischer Sicht jedoch die Disziplin vermissen. So bestraften die Russen Strafen gegen Holtz und Höglander eiskalt mit zwei Toren. Neben den Toren war dabei auch entscheidend, dass Schweden Nils Höglander durch eine Spieldauer-Disziplinarstrafe verlor. Als beim 1:3 auch noch Goalie Alnefeldt floppte, drohte dieses Spiel bereits früh entschieden zu werden.

Schweden fing sich jedoch. Noch im ersten Drittel konnte Samuel Fagemo das 2:3 erzielen. Angetrieben vom unermüdlichen Rasmus Sandin taten die Schweden in der Folge alles, um das Spiel noch einmal zu wenden. Ein Unterfangen, dass dank Toren von Sandin und Lundkvist tatsächlich gelang. Noch einmal war es jedoch der schwedische Schlussmann Alnefeldt, der beim 4:4 nicht sehr gut aussah und den Russen damit die Overtime ermöglichte. In dieser war es schliesslich Ivan Morozov, der den vielumjubelten Game-Winner schoss.

«Russland hat eines mehr geschossen, dazu muss man ihnen gratulieren», meinte Rasmus Sandin nach dem Spiel. Der Verteidiger war mit vier Punkten der grosse Motor bei den Schweden. «Trotzdem stand ich beim 4:5 auf dem Eis, ich muss die Niederlage deshalb auch auf meine Kappe nehmen», gab sich Sandin kritisch. Hatte Sandin eine sehr gute Leistung gezeigt, galt dies nur mit Abstrichen für seinen Torhüter Hugo Alnefeldt. Dieser hatte das 1:3 verschuldet und sah beim 4:4 ebenfalls nicht gut aus. Dass er in der 38. Minute mit einem unglaublichen Big Save das 3:4 verhindern konnte zeigte jedoch, dass der junge Schwede durchaus Potential hätte.

Potential schreibt man auch Yaroslav Askarov zu. Einmal mehr konnte der russische Torhüter diese Vorschusslorbeeren jedoch nicht bestätigen, so wurde er nach einer durchschnittlichen Leistung in der 45. Minute ausgewechselt. Es ist davon auszugehen, dass im Finale Amir Miftakov der Startinggoalie der Russen sein wird. Schliesslich verfügt der russische Schlussmann auch über die besten Statistiken im Turnier.  

 

Telegramm:

Schweden – Russland n.V. 4:5 (2:3, 1:0, 1:1, 0:1)

Ostravar Arena, Ostrava: 8693 Zuschauer. – Schiedsrichter: Lawrence (CAN), Vikman (FIN); Hagerström (FIN), Huseby (CAN). – Tore: 0:16 Sandin (D. Gustafsson) 1:0; 3:04 Morozov (Podkolzin, Dorofeyev; Ausschluss: Holtz) 1:1; Khovanov (Alexandrov, Denisenko; Ausschlüss: Höglander) 1:2; 12:05 Sokolov 1:3; 14:54 Fagemo (Sandin, Lundkvist; Ausschluss: Romanov) 2:3; 31:02 Sandin (Fagemo, Nässen; Ausschluss: Khovanov) 3:3; 44:25 Lundkvist (Sandin, Nässen; Ausschluss: Sorkin) 4:3; 48:35 Sokolov (Khovanov) 4:4; 63:24 Morozov (Dorofeyev) 4:5. – Strafen: 5 x 2 Minuten + 5 Minuten + Spieldauer (Höglander); 4 x 2 Minuten + 10 Minuten (Khovanov) gegen Russland.

Schweden: Alnefeldt (Eliasson); Söderström, Sandin; Lundkvist, Ginning; Björnfot, Broberg; Norlinder; Fagemo, D. Gustafsson, Höglander; Berggren, Bäck, Pasic; Holtz, Henriksson, Raymond; Öberg, H. Gustafsson, Nässen; Eriksson.

Russland: Askarov (45. Miftakhov); Romanov, Galenyuk; Pylenkov, Zamula; Misyul, Zhuravlyov; Malyshev; Denisenko, Khovanov, Sokolov; Dorofeyev, Morozov, Alexandrov; Marchenko, Voronkov, Podkolzin; Rtishev, Kruglov, Sorkin; Groshev.

Bemerkungen: Schweden ohne Portillo; Russland ohne Isayev.

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