Die Schweiz schlägt auch Finnland!

Von Pascal Zingg

Zum Abschluss des Jahres 2019 feiert die Schweizer U20-Nationalmannschaft einen Prestigesieg. Das Team von Thierry Paterlini schlägt Finnland mit 5:2. Als Gruppenzweiter trifft man nun auf Russland.

«Heute haben wir gezeigt, dass wir uns gegen einen starken Gegner verteidigen können», zeigte sich Thierry Paterlini nach dem Spiel zufrieden. Sein Team hatte im heutigen Spiel vieles richtig gemacht. Angefangen beim starken Stephane Charlin, über eine solide Defensive bis hin zur Offensive verdienten sich die Schweizer den Sieg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Auffällig war dabei, dass bisher unbekannte Spieler Verantwortung in der Offensive übernahmen. «Nach dem ersten Drittel war ich nicht zufrieden, dass wir unsere Schussgelegenheiten nicht wahrgenommen haben. Fabian Berri hat sich dies zu Herzen genommen und zwei wichtige Tore geschossen», konstatierte Paterlini. Mit den angesprochenen Schüssen konnte Berri das Spiel nach nur 19 Sekunden im zweiten Drittel ausgleichen. In der 37. Minute gelang ihm mit einem weiteren guten Schuss das vorentscheidende 3:2. Neben der Linie mit Berri zeigte sich aber auch die vierte Linie um Simon Knak von der produktiven Seite. Auch sie war mit je einem Tor von Jobin und Knak zweimal erfolgreich.

Dank einem erkämpften Empty Netter von Vakentin Nussbaumer kamen die Schweizer nicht nur zu einem verdienten 5:2-Sieg, nein sie beendeten die Vorrunde auch auf dem zweiten Platz. Einen solchen Gruppenrang hatte man letztmals bei der U20-WM 1998 in Finnland erreicht. Damals reichten zwei Siege und ein Unentschieden für den zweiten Platz. Insofern darf man diese Vorrunde als die beste überhaupt bezeichnen. Wenig überraschend sprach auch Thierry Paterlini von einer hervorragenden Vorrunde. «Erst einmal war es wichtig, dass wir ins Viertelfinale gekommen sind. Dank den guten Spielen wissen wir nun auf allen Positionen, wie wir in diesem spielen müssen, das stimmt mich positiv», analysierte der Trainer. Das Viertelfinale bestreitet die Schweizer am Donnerstag um 12:30 Uhr gegen Russland. Gegen jenen Gegner also, der vor ein paar Tagen den Kanadiern eine historische 0:6-Schlappe zufügte. Aber auch gegen jenen Gegner, der im Startspiel überraschend gegen die Tschechen verlor. Trotz einer viel grösseren individueller Klasse ist es deshalb nicht ausgeschlossen, dass die Schweizer auch diesem Gegner ein Bein stellen können. Dabei sollte man sich vor Augen führen, dass die Schweizer bei der angesprochenen U20-WM von 1998 ihre einzige Medaille geholt haben.

 

Telegramm:

Finnland – Schweiz 2:5 (1:0, 1:3, 0:1)

Werk Arena, Trinec: 1573 Zuschauer. – Schiedsrichter: Harneberg (SWE), Morozov (RUS); Lundgren, Nordlander (beide SWE). – Tore: 12:49 Honka (Heinola, Tanus; Ausschluss: Verboon) 1:0; 20:19 Berri (Schmid) 1:1; 22:18 Jobin (Aebischer, Patry) 1:2; Oden (Thomson, Nousianen) 2:2; 36:03 Berri (Wetter, Schmid) 2:3; 50:03 Knak (Berni, Aebischer) 2:4; 59:48 Nussbaumer (ins leere Tor; Ausschluss: Patry!) 2:5. Strafe: 3 x 2 Minuten gegen Finnland; 4 x 2 Minuten gegen die Schweiz.

Finnland Annunen (Patrikainen); Nousianen, Thomson; Hatakka, Heinola; Kokkonen, Utunen; Honka, Seppala; Killinen, Maccelli, Saarela; Oden, Puistola, Tanus; Erholtz, Petman; Ranta, Aa, Räty, Ak. Räty.

Schweiz: Charlin (Schmid); Berni, Aebischer; Guggenheim, Moser; Henauer, Pezzullo; Berri, Schmid, Wetter; Verboon, Nussbaumer, Kohler; Gerber, Mettler, Sopa; Patry, Knak, Jobin.

Bemerkungen: Finnland ohne Kupari (verletzt), Piiroinen (überzählig); Schweiz ohne Gross, Salzgeber (verletzt), Hollenstein (überzählig); 24. Pfosten Maccelli; 56:05 Timeout Finnland; Finnland ab 58:01 bis 59:48 ohne Torhüter.

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