USA gewinnt dank Doppelschlag

Von Pascal Zingg

Im Spitzenspiel der Gruppe B gewinnen die USA gegen Russland mit 3:1. In einem Duellok, das lange keine Tore sah, gelang es den US-Amerikanern die Entscheidung innert 6 Sekunden herbeizuführen.

Wer nach der russischen Show vom Vorabend auch am heutigen Abend ein Offensiv-Spektakel erwartet hatte, der wurde enttäuscht. Sowohl die Russen, als auch die US-Amerikaner spielten in diesem Spiel aus einer äusserst soliden Defensive heraus. Weil auch die Torhüter exzelent spielten, dauerte es fast 40 Minuten, bis die Zuschauer das erste Tor sahen. Da beide Teams insgesamt sehr hart zur Sache gingen, überraschte es nicht, dass den US-Boys ein Treffer in Überzahl gelang. Zegras hatte durch die Box gepasst und Kaliyev äusserst genau getroffen. War das 1:0 eine wunderbar herausgespielte Szene, brauchten die US-Amerikaner sechs Sekunden später das Glück des Tüchtigen. Nach einem erfolgreichen Bully und einem Pass von Wahlstrom schaffte es Nicholas Robertson irgendwie seine Schaufel an die Scheibe zu bringen. Die Scheibe spickte dabei so unglücklich ab, dass sie sowohl über den Schoner als auch den Stock von Miftakhov hüpfte. Hatte der russische Schlussmann beim 2:0 noch Pech, musste er sich beim 3:0 eingestehen, dass dieser Treffer auf seine Kappe ging. So liess der russische Schlussmann den harmlosen Schuss von Kaliyev in der 42. Minute ganz einfach fallen.

Obwohl die Russen nach diesem Treffer den Torhüter wechselten und nur 104 Sekunden nach dem Flop von Miftakov zum 3:1 kamen, war dies bereits die Entscheidung in diesem Spiel. Dies, weil die amerikanische Defensive an diesem Abend ganz einfach zu solide agierte. Trotz des Sieges war aber auch Torschütze Nicholas Robertson nicht ganz zufrieden. «Wir wachsen als Mannschaft immer mehr zusammen und spielen auch immer besser. Trotzdem haben wir heute Abend zu viele Strafen kassiert, diese müssen wir unbedingt abstellen», erklärte der Stürmer nach dem Spiel.

Für die Russen blieb derweil die Erkenntnis, dass man trotz des heroischen Sieges gegen Kanada auch nach drei Spielen nur mit drei Punkten dasteht. Will man ins Viertelfinale muss deshalb im letzten Spiel gegen Deutschland unbedingt punkten.

 

Telegramm:

USA – Russland 3:1 (0:0, 2:0, 1:1)

Ostravar Arena, Ostrava: 8693 Zuschauer. – Schiedsrichter: Campbell (CAN), Harnebring (SWE); Huseby (CAN), Lederer (CZE). – Tore: 36:41 Kaliyev (Zegras, Caufield; Ausschluss: Kruglov) 1:0; 36:47 Robertson (Wahlstrom) 2:0; 41:20 Kaliyev (Zegras, Drury) 3:0; 43:04 Romanov (Zhuravlov, Alexandrov) 3:1. – Strafen: 8 x 2 Minuten gegen die USA; 8 x 2 Minuten + 10 Minuten gegen Russland.

USA: Knight (Wolf); Samuelsson, Harris; Miller, Stastney; Jones, Emberson; York, Pivonka; Robertson, Pinto, Wahlstrom; Zegras, Drury, Kaliyev; Beecher, Turcotte, Caufield; Brink, Hall, Ford.

Russland: Miftakhov (42. Askarov); Romanov, Zhuravlyov; Misyul, Zamula; Plyenkov, Galenyuk; Denisenko, Khonovanov, Sokolov; Dorofeyev, Voronkov, Alexandrov; Marchenko, Morozov, Podkolzin; Rtishev, Kruglov, Sorkin.

Bemerkungen: USA ohne Saville; Russland ohne Isayev; 25. Pfosten Stastney; 57:55 Timeout USA; Russland ab 57:55 ohne Torhüter.

 

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