EVZ dreht Spiel mit voller Wucht

Von Daniel Gerber

Kurz vor Spielmitte sah es nicht nach einem Sieg für den EV Zug aus: Die Tschechen gingen mit 2:0 in Führung. Doch dann reagierte der EVZ mit viel Schwung und einer eindrücklichen Wende.

Jetzt kämpft der EV Zug um den Gruppensieg: Die Zentralschweizer müssten in der kommenden Woche auswärts beim HC Pilsen mit einer Differenz von drei Toren verlieren, um den ersten Rang noch zu verpassen. Nach dem ersten Kräftemessen zwischen den beiden Mannschaften deutet allerdings nichts auf ein solches Ergebnis hin.

Rückstand nicht zwingend

Der EV Zug startet eher verhalten ins Spiel, auch wenn die ein oder andere Chance vorhanden ist, spricht Lino Martschini später zurecht von einem verhaltenen Start, zu wenig Emotionen und zu wenig Engagement seitens des EVZ.

Zwingend ist die Rückstand jedoch nicht, das Gegentor ergibt sich letztlich dadurch, dass EVZ-Keeper Luca Hollenstein gleich von drei Spielern verdeckt ist und er – beim Verschieben um etwas mehr Sicht zu haben – durch einen verdeckt abgegeben Schuss erwischt wird.

Epochale Reaktion

Im zweiten Drittel startet der EV Zug mit deutlich mehr Dampf. Doch ausgerechnet in der Phase, in welcher die Mannschaft langsam Oberhand gewinnt, kracht ein durchaus sehenswerter Power-Play-Gegentreffer hoch ins Eck zur 2:0-Führung für die Gäste aus Osteuropa. Doch der EVZ lässt sich dadurch nicht brechen.

Fast postwendend gelingt Zug der Anschlusstreffer und nur wenig später ist der Rückstand bereits wieder abgetragen. Und noch vor Drittelsende scheint der Gewinner ermittelt: Zunächst trifft Lino Martschini nach einem herrlichen Gegenstoss, der mit einem Rückpass in die eigene Zone auf Raphael Diaz eingeleitet worden war: Dieser spielt auf Gregory Hofmann und der wiederum bringt die Scheibe am verschobenen Pilsen-Keeper vorbei in die Mitte zu Martschini, der zum 3:2 einschiebt.

Gruppensieg wartet

Noch im Mitteldrittel erfolgt bereits der nächste Streich: Diesmal legt Thorell für Martschini auf – dieser trifft erneut ins leere Tor und gibt den Puck nahe an den Pfosten, in dessen Richtung Pilsen-Keeper Kolar noch zu hechten versucht. Vergeblich, Zug erhöht auf 4:2.

Zuletzt gewinnen die Zentralschweizer mit 5:2 Toren und haben nun den Gruppensieg vor Augen. Ohne Hektik und Panik ist es dem amtierenden Cup-Titelträger gelungen, einen 0:2-Rückstand in einen deutlichen 5:2-Sieg umzumünzen.

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Mittwoch, 9. Oktober 2019

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2:4 (1:1 0:2 1:1)

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