Skellefteå AIK gewinnt erneut nach Penalty gegen den SCB

Von Roman Badertscher

Am fünften Spieltag der Champions Hockey League gastierten die Schweden aus Skellefteå beim SC Bern. Die Hinrunde ging aus Berner Sicht im Penaltyschiessen verloren. Skellefteå hingegen konnte gegen Grenoble keine Punkte holen. Wir waren auf die Reaktionen beider Teams gespannt.

Schwieriger Anfang, Ausgleich in der Torstatistik

Der SCB musste kurz nach Spielbeginn bereits eine kleine Bankstrafe absitzen. Trotz guter Abschlüssen der Schweden überstand der SCB die Unterzahl und auch einen gefährlichen Konter schadlos. Wenig später musste Pascal Caminada trotzdem hinter sich greifen. Adam Pettersson beförderte den Puck Boden liegend zu Albin Eriksson, der ins leere Tor einnetzen konnte und Caminada keine Chance liess.

Die Schweden waren mit ihren Angriffen deutlich gefährlicher und schneller als der SCB. Zur Drittelhälfte setzte sich die vierte Linie aber in der Offensivzone fest, Inti Pestoni sprintete mit der Scheibe einmal ums Tor herum, brachte den Pass in den Slot, wo Alain Berger richtig stand und zum 1:1 ausgleichen konnte. Der SCB fand nun besser in die Partie und überstand auch die zweite Strafe ohne Gegentreffer. Als Mark Arcobello von der Bank zurückkam, bediente er direkt Thomas Rüfenacht, der nur knapp an Gustaf Lindvall scheiterte.

Vom 2:1 zum 2:3 innert 128 Sekunden

Die Mutzen starteten besser ins Mitteldrittel und zwangen Torhüter Lindvall zu einigen Paraden. Beim Lattenschuss von Arcobello in der 25. Minute wäre auch er geschlagen gewesen. Bei Spielhälfte war er es dann auch. Alain Berger stocherte die Scheibe bei den Verteidigern durch, Inti Pestoni übernahm und traf zum 2:1. Knappe zwei Minuten später glich Skellefteå dank dem Tor von Pettersson wieder aus. Caminada war dabei die Sicht völlig verdeckt. 16 Sekunden später erhöhten die Gäste gar auf 2:3. Der SCB stand in dieser Situation nicht nahe genug an den Gegenspielern. So konnte sich die zweite Reihe von Skellefteå durchkombinieren und erfolgreich abschliessen.

Eine Strafe gegen Albin Sundsvik konnte der SC Bern nicht vorzeitig beenden. Als das Team von Tommy Samuelsson wieder komplett war, wurde Sundsvik an der blauen Linie angespielt, scheiterte anschliessend jedoch an Caminada. Wenig später kullerte der Puck bei Cami unter dem Schoner hindurch zum 2:4. Der Berner Schlussmann sah dabei sehr unglücklich aus.

Kurz darauf wurde Jacob Olofsson von Scherwey gegen die Schulter gecheckt, was korrekterweise nicht geahndet wurde. 31 Sekunden vor der Pause verkürzte Calle Andersson auf 3:4 und brachte die Spannung bei den Hockeyfans wieder zurück.

SCB mit mehr Spielanteilen

Zu Beginn des Schlussanschnitts übernahm der SCB das Geschehen in die Hand. Untersander traf mit seinem Schuss nur ans Aussennetz. Nachdem Pestoni sich beim Verteidiger Filip Berglund durchdribbeln wollte, wurde er zu Fall gebracht und holte das zweite Powerplay für die Berner heraus. Dies dauerte gerade nur 6 Sekunden! Calle Andersson traf mit einem Weitschuss ins obere entfernte Eck zum Ausgleich!

Das Spiel wurde nun bis zur 54. Minute hauptsächlich von beiden Mannschaften neutralisiert, bis der SCB mit weiteren Möglichkeiten Goalie Lindvall prüfte. Im Schlussgang sozusagen tankten sich Berger, Heim und Pestoni nochmals richtig durch und holten vor Lindvall 54 Sekunden vor der Sirene ein Bully heraus. Ein Siegtreffer gelang danach in der regulären Spielzeit nicht mehr. So kam es zur Verlängerung.

Trotz SCB-Powerplay in Overtime entschied das Penaltyschiessen

Bei der 3-3-Overtime war der SCB Skellefteå überlegen. Pestoni scheiterte einige Male an Lindvall, aber auch Ebbett und Arcobello hatten das Abschlussglück nicht auf ihrer Seite. Als Pettersson übertrieb und eine Strafe kassierte, nahm Kari Jalonen sein Time-out. Beim 4-3-System kam der SCB nochmals zu guten Chancen, es fehlte aber das Quäntchen Glück für den Sieg.

So auch im darauf folgenden Penaltyschiessen, als Lindvall den Puck von Pestoni mit der Schlittschuhkufe stoppte. Albin Eriksson entschied das Penalty-Killing als einziger Schütze.

SC Bern – Skellefteå AIK 4:5 n.P. (1:1, 2:3, 1:0, 0:1)

PostFinance-Arena. – 5‘046 Zuschauer. – SR: Kaukokari/Mollard, Kaderli/Gnemmi.

Tore: 6:59 Eriksson (Pettersson) 0:1. 9:39 Berger (Pestoni, Blum) 1:1. 29:22 Pestoni (Berger, Heim) 2:1. 31:14 Pettersson (Lundberg, Pudas) 2:2. 31:30 Wingerli (Eriksson, Pettersson) 2:3. 37:45 Hugg (Berggren) 2:4. 39:29 Andersson (Arcobello) 3:4. 44:19 Andersson (Arcobello, Rüfenacht / Ausschluss Berglund) 4:4.

Penaltyschiessen: Lindström -, Pestoni -, Möller -, Mursak -, Philip -, Calle Andersson -, Eriksson 0:1, Arcobello -, Lundberg -, Untersander -.

Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen den SC Bern, 3-mal 2 gegen Skellefteå AIK.

LGT-Topskorer: Arcobello (SC Bern), Lindström (Skellefteå AIK).

SC Bern: Caminada (Ersatz: Schlegel); Blum, Untersander; Koivisto, Burren; Beat Gerber, Calle Andersson; Colin Gerber, Krueger; Moser, Arcobello, Rüfenacht; Bieber, Mursak, Praplan; Scherwey, Ebbett, Sciaroni; Pestoni, Heim, Berger.

Skellefteå AIK: Lindvall (Ersatz: Östlund); Burström, Granberg; Lundberg, Pudas; Philip, Berglund; Sundsvik, Jacob Andersson; Möller, Olofsson, Frödén; Eriksson, Wingerli, Pettersson; Alvarez, Pyatt, Joakim Lindström; Hugg, Linus Lindström, Berggren.

Schüsse aufs Tor: 32:24 (9:12, 10:6, 13:5, 3:1)

Aktuelle Spiele

Donnerstag, 5. September 2019

Graz - Frölunda
1:5 (1:1 0:2 0:2)

Bern - Skellefteå

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Liberec - Belfast
6:1 (2:0 2:1 2:0)

Grenoble - Kärpät
2:6 (1:1 0:3 1:2)

Rungsted - Zug

Hämeenlinna - Pilsen
1:2 (0:1 0:0 1:0) n.V.

H. Kralove - Cardiff
5:2 (2:0 0:0 3:2)

B. Bystrica - München
3:2 (2:2 0:0 0:0) n.P.

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