Schweizer chancenlos gegen überragende Russen.

Von Maurizio Urech

Die Sbornaja zeigte heute sein Sonntagsgesicht und dominierte die Schweizer und gewann am Schluss verdient mit 3:0.

ür die Partie gegen die Sbornaja stellte Patrick Fischer seine Sturmlinien komplett um, Leonardi Genoni stand im Tor, bei den Russen Alexander Georgiev.

Die ersten zehn Minuten der Partie waren eine Machtdemonstration der Sbornaja. Fora kassierte eine Strafe nach 22 Sekunden, Genoni parierte einen Schuss von Dadonov, Scherwey blockte einen Schuss von Ovechkin mit dem Körper. Dann liessen die Schweizer Verteidiger Orlov zu viel Raum, und Artyom Anisimov verwertete den Abpraller zum 0:1. Ovechkin kam im Slot zum Abschluss, Gusev nach einem Fehler der Schweizer im Aufbau, Genoni stark. Nach einem Stockfehler von Georgiev kam Martschini aus spitzem Winkel zum Abschluss, dann landete der Puck nach einem Schuss von Hischier auf dem Stock von Josi, Georgiev parierte. Doch es war weiterhin die Sbornaja die den Takt angab, Ovechkin mit einem Ablenker nach einem Zuspiel von Kuznetsov. Erst in der zweiten Hälfte des Startdrittels kamen die Schweiz zu einem gepflegten Spielaufbau, Martschini mit einem Abschluss aus zentraler Position. Die erste Überzahl der Schweizer war zu kompliziert, auf der Gegenseite schneller Gegenstoss der Russen, Kucherov mit dem Rückpass für Anisimov. Die zweite Überzahl der Schweizer am Schluss des Startdrittels war besser aber die Abschlüsse kamen aus ungefährlichen Positionen.

Scherwey hatte die erste Möglichkeit des Mitteldrittels, auch Andrighetto kam zum Abschluss, Georgiev souverän. Dann tankte sich Kucherov bis vor Genoni vor und Hischer kassierte eine Strafe. Und die Russen schnürten die Schweizer ein. Nach Möglichkeiten für Dadonon und Malkin bediente Gusev mit einem Querpass Nikita Kucherov der kein Problem hatte das 0:2 zu erzielen, Grigorenko prüfte wenig später Genoni. In der zweiten Hälfte des Mitteldrittels hatten die Schweizer ausgezeichnete Chancen, weder Hofmann nach einem Zuspiel von Martschini, noch Loeffel nach dem Pass von Hischier reüssierten aus dem Slot. Die dritte Überzahl der Schweizer war die beste, Ambühl, Fiala und Hischier mit Chancen, Georgiev legte sein Veto ein. Die letzten Möglichkeiten im Mitteldrittel gehörten Dadonov und Ovechkin.

Nach einer starken Parade von Genoni gegen Malkin, kamen die Schweizer in der 48. Minute zu einem Gegenstoss Martschini mit dem Pass für Ambühl der an Georgiev scheiterte. Die Russen kamen zu einem weiteren Powerplay und Genoni glänzte mit einer Parade gegen Gusev. Fünf Minuten vor Schluss fiel die Entscheidung nach einem Gegenstoss der Russen, Anisimov mit dem Pass für Nikita Kucherov der zum 0:3 traf. Fischer nahm schon früh Genoni aus dem Tor da die Russen noch zwei Strafen kassierten, doch trotz einiger Chancen blieb es beim 0:3.

Wie beim 3:0 Sieg gegen die Tschechen liessen heute die Russen von Anfang an die Muskeln spielen. Die Schweizer verdienen trotz der Niederlage ein Kompliment denn trotz des frühen Rückstands verlor man nicht den Kopf. Das Powerplay ist weiterhin ein wunder Punkt.

Romain Loeffel:"Wir wussten dass wir gegen eine technisch starke Mannschaft spielen würden und wir wollten dagegenhalten, aber am Anfang waren wurden wir von Ihrer Wucht überrascht. Natürlich war die frühe Strafe kein Vorteil, damit haben sie sofort das Spieldiktat übernommen. Nachher hatten auch wir unsere Chancen, doch wir haben keine davon genutzt, sie waren sicher auch kaltblütiger im ausnützen Ihrer Möglichkeiten. Mit einem Tor hätte vielleicht das momentum auf unsere Seite gewechselt. Heute konnten wir unseren Gameplan nicht umsetzten. Für unser Selbsvertrauen wäre es sicherlich wichtig die Partie gegen die Tschechen zu gewinnen."

Patrick Fischer:"Ich glaube das schwache Powerplay war nur ein Problem, aber wir sind heute auch auf einen unglaublich guten Gegner getroffen, so stark habe ich die Russen noch nie gesehen, am Anfang sind wir in einen Wirbelsturm geraten, nachher haben wir uns an ihr Tempo angepasst. Sie haben uns ernst genommen und dies ist ein Kompliment für uns. Der Puck wird im Powerplay noch nicht ins Tor, daran müssen wir noch arbeiten, wir müssen schlauer werden. Niederreiter wird uns sicher helfen können, er ist ein Powerplay-Spezialist und geht in den Slot dort wo es weh tut. Wir hatten unsere Chancen, aber auch ihr Torhüter hat sehr gut gespielt."

Schweiz - Russland 0:3 (0:1, 0:1,0:1)

Bratislava – Ondrej Nepela Arena – 9'056 Zuschauer

Schiedsrichter : Bjork (SWE), Tufts (USA); Malmqvist (SWE), Oliver (USA)

Tore : 03’36 Anisimov (Orlov, Gusev) 0:1; 26’20 Kucherov (Gusev/Ausschluss Hischier) 0:2; 55’20 Kucherov (Anisimov, Zaitsev) 0:3

Strafen

Schweiz : 4 x 2 Minuten

Russland : 7 x 2 Minuten

Bemerkungen:

Schweiz ohne Torhüter von 56’23 – 60’00

58’06 Time-out Schweiz

Schweiz : Genoni; Weber, Josi; Loeffel, Genazzi; Frick, Fora; Diaz; Fiala, Hischier, Moser; Ambühl, Kurashev, Andrighetto; Hofmann, Haas, Martschini; Praplan, Bertschy, Schwerwey; Rod

Russland : Georgiev; Nesterov, Sergachyov; Orlov, Zaitsev; Khafizullin, Gavrikov; Zadorov; Malkin, Dadonov, Grigorenko; Ovechkin, Kuznetsov, Kaprizov; Anisimov, Kucherov, Gusev; Telegin, Kovalchuk, Barabanov; Andronov

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Sonntag, 19. Mai 2019

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