Davos entscheidet hart umkämpftes Spiel gegen Nürnberg für sich

Von Casper Thiriet

Der HC Davos traf im Abendspiel des zweiten Spengler Cup Tages auf die Ice Tigers Nürnberg. Die Büdner gewannen trotz zwischenzeitlichem Tief gegen Nürnberg verdient mit 2:3.

Leicht getrübt von der Niederlage gegen Team Kanada, die der HC Davos am ersten Spieltag einfahren mussten, trat man gegen die Ice Tigers aus Nürnberg an. Dass das eine einfachere Hürde, sah man bereits in den Startminuten des Spiels. Mit viel Energie hatte Davos von Anfang an den Puck im Griff und hatte hauptsächlich die guten Chancen.

Auch der Pfostenschuss von Nürnberg beeindruckte die Bündner nicht. Inti Pestoni schoss kurz darauf mit einem eleganten Lauf das 1:0. Auch der zweite Treffer liess nicht lange auf sich warten, in der sechsten Minute gab Ambühl einen Backhandpass, den Simion nur noch in das Tor buchsieren musste.

Nürnberg gab nicht auf

Trotz der Davoser Dominanz zeigte sich Nürnberg nicht scheu und zeigte den Willen sichtbar. In der 13. Spielminute nutzten sie knallhart einen Fehler in der Davoser Verteidigung und kamen zu einem Breakaway. Nur knapp verpassen sie den Anschlusstreffer.

Zwei Minuten danach erfolgte eine nächste Chance für Nürnberg. In einem ziemlichen Getümmel konnte Tigers Captain Reiner die Scheibe fast hineinstochert. Es entstand daraus aber ein kleiner Fight zwischen Bryan Lerg und Andres Ambühl.

Zwei Pfostenschüsse von Davos prägten die Restzeit im Startdrittel. Es hätte durchaus auch einen Ausbautreffer geben können: Bei einem der Pfostenschüsse ging fälschlicherweise schon das blinkende Torlicht an.

Starkes Powerplay

Nürnberg bewies im Mitteldrittel vor allem eines: Das Powerplay der Deutschen war wesentlich besser als im 5 gegen 5. Als in der 21. Spielminute Kparghai für zwei Minuten auf die Strafbank musste, konnte sich Nürnberg entfalten.

Die Nürnberger überzeugten im Powerplay und liessen den HC Davos für ein paar Momente schwach aussehen. Das merkte auch HCD Coach Vitolins, der in der 25. Spielminute deswegen ein Timeout nahm.

Zwar wirkte sich das Powerplay vor allem auf die Davoser positiv aus, weil sie die Stärkephase von Nürnberg wieder unterbinden konnten, dennoch schoss Ex-Davoser Brandon Buck in der 36. Spielminute den Anschlusstreffer und belohnte seine Mannschaft für die Leistung.

Ausgeglichen und spannend

Im dritten Drittel sah man lange nichts mehr von einem Dominator. Auf beiden Seiten gab es gute Chancen, aber niemand konnte mehr das Zepter in die Hand nehmen. Nach einer Strafe gegen Sanguinetti wegen Behinderung, konnte Nürnberg im Powerplay sogar noch den Ausgleich schiessen, was das Spiel nur um so spannender machte.

Dass Davos in der 51. Minute durch Julian Payr in Führung ging, änderte nichts an der Spannung. Die Nürnberger kämpften immer stärker. Die 2-Minuten-Strafe gegen Heldner liess sie zusätzlich mit einem Mann stärker auf dem Eis kämpfen und Nürnberg verzichtete zum Schluss noch freiwillig auf Torhüter Treutle.

Ein spannendes Spiel geht dadurch verdient an Davos. Damit ist Davos mit einem Spiel weniger auf Platz zwei der Gruppe Cattini. Team Kanada hat mit einem Spiel ebenfalls drei Punkte, Trinec hat momentan einen.

Stimmen zum Spiel

Julian Payr (HC Davos) zu seinem entscheidenden Tor: «Ich bin sehr zufrieden mit mir. Es war nicht mein erstes Tor für den HC Davos, aber sicher ein wichtiges. Und das vor einer ausverkauften Arena. Den Puck nehme ich mit nach Hause, der kommt in einen speziellen Kasten zu legen. Dort sind alle speziellen Pucks drin: Mein erstes Novizen Tor, mein erstes Elite Tor und jetzt auch dieser, das ist ein anderes Kaliber.»

Leonhard Pfoederl (Ice Tigers Nürnberg) zu der Niederlage der Mannschaft: «Wir hatten ein bisschen Startprobleme, das erste Drittel war nichts Besonderes. Aber dann wars richtig stark. Das hätten wir gewinnen müssen, die Niederlage war es sehr bitter.»

Vaillant Arena – 6300 Zuschauer (ausverkauft)

SR: Micha Hebeisen (SUI)/Brad Watson (CAN), Dario Fuchs (SUI)/Simon Wüst (SUI)

Tore: 5:32 0:1 Pestoni (Jung, Heldner), 6:36 0:2 Simion (Klasen, Ambühl), 36:57 1:2 Buck, Bast, Aronson), 48:37 2:2 Pfoederl (Gilbert, Dupuis), 51:43 2:3 Payr (Klasen, Ambühl).

Strafen: Nürnberg 4-mal 2 Minuten, Davos 2-mal 2 Minuten

Torschüsse: 35:29 (6:12, 14:13, 17:7)

Timeout: Davos 25:07, Nürnberg 59:37

Torhüter: 58:36 Treutler out.

Nürnberg:

Tor: Niklas Treutle (Ersatz: Jenike)

1. Linie: Festerling, Aronson, Reimer, Weiss, Pfoederl

2. Linie: Lalone, Mebus, Buck, Bast, Bassen

3. Linie: Gilbert, Weber, Brown, Acton, Lerg

4. Linie: Jurcina, Berner, Segal, Fox, Dupuis

Headcoach: Martin Jiranek

Davos:

Tor: Senn (Ersatz: Lindbaeck)

1. Linie: Payr, Nygren, Ambühl, Simion, Klasen

2. Linie: du Bios, Stoop, Hischier, Bader, Frehner

3. Linie: Sanguinetti, Kparghai, Pestoni, Corvi, Meyer

4. Linie: Heldner, Jung, Kessler, Aeschlimann, Egli

Headcoach: Harijs Vitolins

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