KalPa kommt, KalPa siegt – und führt die Tabelle an

Von Casper Thiriet

Im Turnierdebüt von KalPa gewinnen die Finnen das Duell gegen den tschechischen Tabellenführer Trinec mit 3:1. Dabei fiel vor allem die fehlende Effizienz der Tschechen vor dem Tor auf.

Runde 2 im Spengler Cup. Im Nachmittagsduell trafen die beiden Turnierneulinge KalPa Kuopio Hockey Oy und HC Ocelari Trinec aufeinander. KalPa hat bisher in der finnischen «Liiga» eher eine mässige Saison gespielt und ist momentan auf dem elften Rang. Trinec ist, wie wir bereits von gestern wissen, Tabellenführer in der Extraliga.

Noch während Trinec gestern im Einsatz war, ist KalPa erst angereist und hatte heute erst den ersten Ernstkampf. Währenddessen war Trinec bereits gegen Magnitogorsk am spielen und haben im Penaltyschiessen verloren haben.

Allerdings war dieses Duell für viele kein Grund, ein Ticket zu erstehen. In der Ostkurve waren viele Plätze frei und einige teile der Vaillant Arena waren sehr blaulastig, in der Farbe der Sitze.

Ruhiger Start

Ein Abtasten zu einem Duell, das so eigentlich nie stattfindet, ist üblich. Die beiden Mannschaften kamen erst in der 5. Spielminute zu den ersten Chancen. Kurz vor der zehnten Spielminute der erste Höhepunkt, mit einem genauen Passspiel konnte Vladimir Svacina mit seinen Teamkameraden beinahe den Führungstreffer erzielen.

Den Führungstreffer konnte aber KalPa erzielen, ein wunderschöner Pass von Jaakko Rissanen von hinter dem Tor direkt zu Ruuttu, der die Scheibe ins Tor schiessen konnte.

Saves nicht nur vom Torhüter

Für eine Stadionweite euphorie sorgte in der 15. Spielminute Torhüter Danecek, der mit seinem Save KalPa vom Ausgleich retten. Drei Minuten später verhinderte Trinec den Ausbautreffer, diesmal aber von einem Spieler. Martin Gernat zwang die Schiedsrichter gar ein Video-Review zu nehmen, weil er den Puck vom Eindringen ins Tor gehindert hat.

Fehlende Effizienz vor dem Tor

Immer wieder fiel Trinec auf. Auch schon im ersten Spiel kamen sie sehr häufig mittels Breakaway vor das Tor. Das war auch im Spiel gegen KalPa der Fall. Die Effizienz bei Gegenangriffen, die eigentlich immer sehr gewollt sind, ist schlecht. Oft verspielen sie sich vor dem Torhüter oder treffen das Tor nicht einmal.

Auch unter sehr günstigen Konditionen haben sie nicht getroffen, zum Beispiel in der 14. Spielminute als KalPa’s Verteidiger Riekkinnen keinen Stock zur Verfügung hatte, als er bei einem Blueliner Schuss seinen Stock abbrach. Obwohl er nicht sonderlich helfen konnte, haben die Tschechen kein Tor erzielt.

Was die Tschechen vorne beim Spengler Cup nicht erreichen, gelingt in der Verteidigung. KalPa scheiterte während mehreren Powerplay Situationen mussten die Finnen immer wieder in ihre Verteidigungszone zurück, um neu aufzubauen.

Grundsätzlich hielten beide Teams ihre spektakuläre Seite zurück. Im Mitteldrittel war vor allem die Schlägerei zwischen Seppala und Svacina ein Stimmungsbringer. Ab der 30. Spielminute jedoch ging es schnell zu und her, Trinec mit dem Ausgleich und eine Minute später KalPa mit dem erneuten Führungstreffer.

Schnelle Start im Schlussdrittel ausschlaggebend

Der schnelle Start von KalPa im Schlussdrittel war wohl der wichtigste Moment für die Finnen, um das Spiel zu gewinnen. Alexander Ruuttu, der Bestplayer vom Abend, konnte im Alleingang den Torhüter auslassen. Trinec war nicht mehr fähig, diesen Rückstand noch wett zu machen. Dafür hätte eine zu grosse Leistungssteigerung stattfinden müssen.

Damit führt KalPa gleich schon beim ersten Spengler Cup Spiel die Tabelle an, gleich dahinter Magnitogorsk mit einem Spiel und zwei Punkten, als letzter Trinec mit zwei Spielen und einem Punkt.

Martin Gernat (Einziger Torschütze Trinec) «Wir hatten zu viele Chancen in dem Spiel. In den vielen Breakaways haben wir unsere Angriffe verspielt. In den Pausen haben wir in der Kabine unsere Spielzüge analysiert und haben bemerkt, dass wir einfacher spielen müssen. Aber oft waren es auch einfach unglückliche Einflüsse, wie ein Puck, der herumspringt. Wir werden 100% Einsatz geben, dass sowas nicht mehr passiert.»

Vaillant Arena – 5141 Zuschauer

SR: Roman Gofman (RUS)/Daniel Stricker (SUI), Franco Castelli (SUI)/Stany Gnemmi (SUI)

Tore: 12:06 1:0 Ruuttu (Rissanen, Texier), 32:26 1:1 Gernat (Bujarts, Ruzicka), 33:19 2:1 Texier (Ruuttu), 40:32 3:1 Ruuttuu

Strafen: Kalpa 4-mal 2 Minuten, Trinec 6-mal 2 Minuten

Torschüsse: 24:30 (12:14, 5:8, 7:8)

Torhüter: Trinec Out zwischen 58:25 – 59:28¨

Bestplayer: KalPa – Alexander Ruuttu, Trinec – Martin Gernat

Kalpa:

Tor: Godla (Ersatz: Manzato)

1. Linie: Leskinen, Wilson, Texier, Rissanen, Ruuttu

2. Linie: Seppala, Fairchild, Klemetti, Luostarinen, Kantola

3. Linie: Riekkinen, Lappalainen, Sebok, Nuutinen, Jokinen

4. Linie: Grondahl, Makinen, Vainiola, Hyvarinen, Knuutinen

Headcoach: Sami Kapanen

Trinec:

Tor: Danecek (Ersatz: Hrubec)

1. Linie: Musil, Gernat, Ruzicka, Marcinko, Hrna

2. Linie: Galvins, Kundratek, Svacina, Polansky, Adamsky

3. Linie: Matyas, Adamek, Dravecky, Novotny, Bukarts

4. Linie: Haman, Chmielewski, Kovarcik, Cienciala, Christov

Headcoach: Zadina Marek

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