Auch ohne Del Curto bleibt die Finalrevanche aus

Von Pascal Zingg

Es war das grosse Thema am heutigen Tag, Arno del Curto tritt als Trainer des HC Davos zurück. Am Abend hatte der HCD dann gleich die Gelegenheit die neue Ära in der Bündner Sportgeschichte mit einem Sieg einzuläuten. Trotz einer ansprechenden Leistung sollte es den Davosern allerdings nicht gelingen dieses Spiel zu gewinnen. Stattdessen verlor man die Finalrevanche gegen die SCRJ Lakers mit 3:4 nach Verlängerung.

«Obwohl Remo Gross und Sandro Rizzi einen guten Job gemacht haben, war es nicht einfach dieses Spiel zu bestreiten», analysierte Dino Wieser nach der knappen Niederlage. Neben dem Abgang des langjährigen Trainers kam beim HCD auch noch das Handicap hinzu, dass man auf Grund von Verletzungen nur mit einem Ausländer antreten konnte. Wenig Überraschend war dem Rekordmeister zu Beginn dieses Spiels eine gewisse Verunsicherung anzumerken. Sicherlich nicht förderlich in dieser Situation war die Tatsache, dass Gilles Senn und Fabian Heldner die Bündner sogleich mit Strafen schwächten. Eine Einladung, die die Rapperswiler nicht ausschlagen konnten. So trafen Wellman in doppelter und Hüsler in einfach Überzahl zum 2:0.

Zu Gute zu halten ist dem HCD, dass er trotz dieses Tiefschlages nicht aufgab und sich noch im ersten Drittel mit zwei Toren von Dario Meyer (15.) und Marc Wieser (19.) zurückmelden konnte. Nicht unterkriegen liess man sich derweil auch im zweiten Drittel, als Danny Kristo die Lakers erneut in Führung brachte. Insgesamt hatte man über weite Strecken das Gefühl der HC Davos sei die bessere Mannschaft auf dem Feld. Was den Bündner jedoch fehlte war die nötige Kaltblütigkeit. Bestes Beispiel dafür war Inti Pestoni, der nach dem Ausgleich von Julian Payr (50.) das leere Tor vor sich hatte. Statt die Davoser ins Glück zu schiessen, wartete er jedoch, bis Melvin Nyffeler sich an den weiten Pfosten verschoben hatte.

Hatte man auf Seiten der Davoser sichtlich Mühe seine insgesamt sehr guten Chancen zu nutzen, zeigten sich die Lakers heute unglaublich effizient. Dies sah man auch in der Verlängerung, als Andri Spiller mit dem ersten Schuss ins Schwarze traf. Der Bündner in Diensten der Rapperswiler wurde von Leandro Profico bedient, der gleich alle drei Davoser auf sich zog. «Klar ich hatte etwas Zeit und konnte mir das Loch aussuchen, in so einer Position musst du aber einfach treffen», erklärte Spiller selbstsicher.

Trotz des vielumjubelten Sieges gibt es aber auch bei den Lakers noch einiges zu justieren. So war man heute über weite Strecken sehr passiv und musste sich zugestehen, dass man in diesem Spiel auch mal das Glück in Anspruch nehmen konnte.

Telegramm:

HC Davos – SCRJ Lakers n.V 3:4 (2:2, 0:1, 1:0, 0:1)

Vaillant Arena, Davos: 2689 Zuschauer. – Schiedsrichter: Wiegand, Urban; Fuchs, Castelli. – Tore: 9:21 Wellman (Kristo; Ausschlüsse: Senn, Heldner) 0:1; 10:55 Hüsler (Schmuckli, Iglesias; Ausschluss: Heldner) 0:2; 14:41 Meyer (Aeschlimann; Ausschluss: Berger) 1:2; 18:59 M. Wieser (Lindgren) 2:2; 21:42 Kristo (Schlagenhauf) 2:3; 49:40 Payr (Pestoni) 3:3; 61:24 Spiller (Profico) 3:4. – Strafen: 2 x 2 Minuten gegen Davos; 5 x 2 Minuten gegen die SCRJ Lakers.

HC Davos: Senn (Lindbäck); Jung, Du Bois; Barandun, Heldner; Payr, Buchli; Ambühl, Lindgren, M. Wieser; Hischier, T. Bader, Pestoni; D. Wieser, Egli, Frehner; Meyer, Aeschlimann, Kessler.

SCRJ Lakers: Nyffeler (N. Bader); Berger, Gilroy; Profico, Gähler; Maier, Hächler; Schmuckli, Iglesias; Wellman, Schlagenhauf, Kristo; Casutt, Knelsen, Spiller; Hüsler, Mason, Mosimann; Lindemann, Ness, Primeau.

Bemerkungen: Davos ohne Nygren, Corvi, Paschoud, Stoop, Rödin (alle verletzt); SCRJ Lakers Helbling, Schweri (verletzt); Aulin, Rizzello, Brem, Fuhrer (überzählig); Pfostenschüsse: 5. Lindemann, 25. Frehner.

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