Zug dominiert und fliegt trotzdem raus

Von Fabian Lehner

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar. Die Gäste aus München brauchten auf jeden Fall einen Sieg, um in die Verlängerung oder eine Runde weiter zukommen. Dennoch kontrolierten die Zuger die Partie über weite Stecken. Nur das Toreschiessen machte den Innerschweizern Mühe. Im Gegensatz dazu die Gäste aus München. Welche aus praktisch 4 Chancen 2 Tore machten. Das reichte auch zum Weiterkommen. Ganz bitterer Abend für das Schweizer Eishockey, wo gleich alle 4 Teams aus dem Wettbewerb flogen.

Die Zuger begannen stark gegen Red Bull aus München. Die erste grosse Chance vergab der neu verpflichtete Dennis Everberg. Doch Danny Ausdenbirken im Tor der Bayern hatte was dagegen. Die Zuger Druckphase wurde jäh durch eine Strafe unterbrochen. Diese überstanden sie unbeschadet und machten dort weiter, wo sie vor der Strafe aufgehört hatten. Doch wiederum wenn sie dem Treffer am nächsten kamen, bremsten sie sich selbst mit einer Strafe aus. Dieses ausbremsen und der Olympia Silbermedaillengewinner im Tor der Gäste waren der Hauptgrund, weshalb noch keine Tore gab im 1. Drittel. Zwar zeigte sich Ausdenbirken nicht immer Stielsicher, aber erhielt seinen Kasten rein. Tobias Stephan war nicht gerade arbeitslos, hatte aber deutlich weniger zu tun.

Im 2. Drittel machten die Zuger da weiter, wo sie vor der Pause aufgehört haben. Sie begannen stark, bremsten sich aber mit einer Strafe selber aus. Diese mal wurde es von den Münchnern bestraft. Justin Shugg zog von der blauen Linie ab und bezwang Stephan auf der Fanghandseite. Nachdem Treffer ging es wieder mit der gleichen Fahrtrichtung weiter. Reto Suri vergab aus aussichtsreicher Position in der 38. Minute ein der bessern Gelegenheiten. Kurz darauf vergab auch Garret Roe nach einer herrlichen Kombination über 3 Station mit seinen Sturmpartnern. Es blieb aber bei dem 0:1 nach den Ersten 40 Minuten. Ein Treffer der Zuger war aber längst überfällig.

Die erste grosse Gelegenheit gehörte den Gästen aus München. Jakob Mayenschein erwischte die Scheibe aus bester Position nicht. Auch wenn der EVZ das Spieldiktat weiterhin versuchte in der Hand zu haklten, waren die 1. 5 Minuten des Schlussabschnitt eine der besten Phasen der Gäste aus München. Ein Schuss von Yannick Zehnder brachte die Zugerfans im letzten Drittel auch wieder zurück ins Spiel. Es war eine hervorragende Stimmung für einen CHL Match. Noch selten war es so laut in der Halle wenn der EVZ in der CHL antrat. Nun schlichen sich immer wieder Fehler im Spielaufbau, was die Münchner zu Chancen einluden. Stephan oder Alatalo waren aber zur Stelle und verhinderten den GAU. Es war wie verhext heute. In der 55. Minute scheiterte Thomas Thiry aus bester Position und im Gegenstoss schiesst Frank Maurer virtuell in die Viertelfinals. 2 Minuten vor Schluss kassierten die Münchner noch eine Strafe und Zug somit die Gelegenheit im Powerplay zumindest die Verlängerung klar zu machen. Die Zuger nahmen noch den Torhüter raus, doch der Olympiaheld der Deutschen liess sich nicht mehr bezwingen. Somit war es ein für die Schweiz ein ganz bitterer Abend an dem alle 4 Mannschaften ausschieden.

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Dienstag, 20. November 2018

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