ZSC Lions bezwingen Frölunda Indians im Penaltyschiessen

Von Andreas Bernhard

Mit einer klar besseren Leistung als gegen Aalborg gewannen die Lions gegen die favorisierten Frölunda Indians im Penaltyschiessen. Severin Blindenbacher und Dave Sutter brachten die Lions zweimal in Führung. Am nächsten Donnerstag folgt bereits das Rückspiel in Göteborg

Die Frölunda Indians gelten auch in dieser Saison als einer der grossen Favoriten auf den Champions Hockey League Titel. Die Schweden konnten sich den Pokal bereits zweimal sichern. Im ersten Spiel am vergangenen Donnerstag siegten sie gegen die Vienna Capitals ohne Probleme mit 4:1 und hatten damit den klar besseren Start als die ZSC Lions, die erst in der Verlängerung gegen die Aalborg Pirates gewannen. Die Zürcher freuten sich auf einen prominenten Rückkehrer. Fredrik Pettersson konnte heute sein Debut geben. Die Schweden legten gleich los wie die Feuerwehr. Lukas Flüeler musste sich nach wenigen Sekunden gleich beweisen. Ab der zweiten Minute übernahmen aber die ZSC Lions das Spieldiktat. Roman Wick scheiterte zunächst mit einem Buebetrickli. Eine halbe Minute später traf Pius Suter aus bester Position die Scheibe nicht richtig. So wurde aus seinem Schuss auf Pass von Denis Hollenstein nur ein Schüsschen. Frölunda kam erst in der siebten Minute wieder gefährlich vors Zürcher Tor. Sebastian Stalbergs Schuss blieb an der Schulter von Flüeler hängen. Severin Blindenbacher musste nach dieser Szene auf die Strafbank. Die Lions überstanden die Strafe ohne Probleme. Die beste Möglichkeit der Schweden hatte Joel Lundqvist als er die Scheibe nicht richtig traf. Die Zürcher kamen am Ende der zwölften Minute zu ihrem ersten Powerplay, das viel besser funktionierte als noch am Donnerstag. Sie kamen zu vielen guten Abschlüssen. Die beste Chance vergab dabei Simon Bodenmann, der aus wenigen Metern einen Slapshot zu hoch ansetzte. Die Zürcher spielten vorallem defensiv eine Klasse besser als gegen Aalborg. Die Frölunda Indians kamen nur ganz selten gefährlich ins Zürcher Drittel. In der 18. Minute kam eine dieser seltenen Momente. Mats Rosseli-Olsen wurde an der blauen Linie vergessen und konnte alleine auf Flüeler loslaufen. Der Zürcher Keeper konnte die Situation bereinigen. Praktisch im Gegenzug erzielte Severin Blindenbacher im Fallen den Führungstreffer. Wie die ganze Mannschaft spielte auch Blindenbacher einiges besser als vor zwei Tagen. In der Defensive souverän, zeigte er sich auch immer wieder gerne in der offensiven Zone.

Das Mitteldrittel war geprägt von vielen Strafen, ohne dass das Spiel einen gehässigen Charakter annahm. Frölunda kam verbessert aus der Kabine und hatte durch Joel Lundqvist in der 24. Minute die erste gute Szene des Drittels. Mit Severin Blindenbacher auf der Strafbank gelang Max Friberg der Ausgleich. Lukas Flüeler war nicht ganz unschuldig an diesem Treffer. Er konnte einen Schuss von Charles Genoway nicht blockieren und hatte dann gegen den Nachschuss von Friberg keine Chance. In Vollbestand standen die beiden Teams selten auf dem Eis. Die Lions liessen in der 34. Minute eine 40 Sekunden lange doppelte Überzahl ungenutzt. Kurz darauf wurde Roman Wick für einen Ellbogencheck mit 2+2 Minuten bestraft. Bei der Aktion lag sein Gegenspieler bereits auf dem Eis. Eine Absicht konnte dem Zürcher nicht unterstellt werden. Eine Strafe gegen Kristoffer Gunnarsson entschärfte die Situation für die Lions. Es kam gar noch besser. Bei je vier Feldspielern gab Dave Sutter ein leichtes Schüsschen von der blauen Linie. Der Puck wurde von einem schwedischen Schlittschuh ins Tor abgelenkt. Die Lions lagen wieder in Führung. Roman Wick sass immer noch auf der Strafbank als Drew Shore in der 38. Minute für einen Stockschlag bestraft wurde. Frölunda konnte seinerseits 1:36 Minuten in doppelter Überzahl spielen. Flüeler hielt stark und verhinderte den Ausgleich. Als Wick von der Strafbank zurückkehrte kam Pius Suter zu einem Break, scheiterte aber knapp an Johan Mattsson im Tor der Schweden. Die 2:1 Führung nach 40 Minuten war für die Zürcher auf keinen Fall unverdient.

Die Führung der Lions hielt im dritten Drittel nicht lange. Die Zürcher kassierten kurz hintereinander zwei Strafen und mussten in der 44. Minute in doppelter Unterzahl den Ausgleich entgegennehmen. Gustav Lindström traf genau in die rechte obere Ecke und sorgte mit seinem Tor für ein Pfeiffkonzert, da die beiden Strafen nicht für alle im Stadion nachvollziehbar waren. Bei einfacher Unterzahl verhinderte Lukas Flüeler mit einer Glanztat gegen Joel Mustonen die erstmalige Führung für Frölunda. Nachdem Samuel Fagemo in der 50. Minute alle stehen liess und erst an Flüeler scheiterte drückten die Lions vehement auf den dritten Treffer. Fredrik Pettersson und Phil Baltisberger scheiterten in der 52. Minute knapp. Simon Bodenmann zwang Mattsson in der 55. Minute zu einer guten Parade und Raphael Prassl sah in der 56. Minute seinen Schuss ebenfalls abgewehrt. Auf der Gegenseite scheiterte Mats Rosseli-Olsen in der 58. Minute. Wie schon gegen Aalborg kam es zur Verlängerung. Blindenbacher hatte in der 62. Minute die beste Möglichkeit für die Zürcher. In der 63. Minute rettete Flüeler mirakulös gegen Ryan Lasch. Johan Mattsson hielt 27 Sekunden vor Schluss sicher gegen Roman Cervenka. In der allerletzten Sekunde traf Cervenka. Frölunda war zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl, weil sie für zuviele Spieler auf dem Eis bestraft wurden. Im Video sahen die Schiedsrichter, dass die Zeit schon abgelaufen war, als die Scheibe die Linie überquerte. Das Penaltyschiessen musste entscheiden:

Max Friberg trifft

Roman Cervenka trifft

Charles Genoway trifft

Maxime Noreau scheitert

Ryan Lasch scheitert

Pius Suter scheitert

Samuel Fagemo trifft

Denis Hollenstein trifft

Jonathan Sigalet scheitert

Fredrik Pettersson trifft

Roman Cervenka scheitert

Charles Genoway scheitert

Fredrik Pettersson trifft

Ryan Lasch scheitert

Schüsse aufs Tor: 43:38 (17:9;12:14;9:11;5:4)

Bully: 35:29 (10:11;15:6;8:9;2:3)

Turnover eigene Zone: 7:1 (2:1;3:0;0:0;2:0)

Aufstellung:

ZSC Lions: Flüeler (Ersatz: Schlegel); Blindenbacher, Sutter; Marti, Noreau; Phil Baltisberger, Klein; Berni; Herzog, Prassl, Chris Baltisberger; Wick, Cervenka, Pettersson; Hollenstein, Suter, Bodenmann; Miranda, Shore, Bachofner; Hinterkircher.

Frölunda Indians: Mattsson (Ersatz: Gustafsson); Lindström, Genoway; Sigalet, Norstebo; Ekbom, Gunnarsson; Grönlund, Fjällström; Nässen, Lundqvist, Lasch; Rosseli-Olsen, Mustonen, Friberg; Stalberg, Hjalmarsson, Fagemo; Söderlund, Pathrik Westerholm, Ponthus Westerholm.

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Samstag, 1. September 2018

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