Schweiz gewinnt Heimturnier souverän

Von Pascal Zingg

Die Schweizer Nationalmannschaft zeigt zum Abschluss der Swiss Ice Hockey Challenge eine gute Leistung und bezwingt Weissrussland gleich mit 6:1. Weil die Schweizer vieles richtig machten, geht der Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung. Bericht folgt ...

Es war fast ein bisschen unschweizerisch, wie die Eisgenossen den Gegner aus Weissrussland im heutigen Finalspiel der Swiss Ice Hockey Challange vom Eis fegten. So waren die Schweizer den Weissrussen körperlich überlegen. Der Höhepunkt in dieser Hinsicht war Sciaronis Check in der 11. Minute, bei welchem der Tessiner seinen Gegenspieler Roman Dostanko über die Band beförderte. Die körperliche Präsenz machte sich auch vor dem Tor bemerkbar. Wenig überraschend gelang es den Schweizern auch von den Abprallern des Weissrussischen Torhüters zu profitieren. Sowohl das 1:0 durch Sciaroni (5.), als auch das 2:1 von Hollenstein (12.) waren solche Abpraller-Tore. Jenes von Geering zum 3:1 (19.) kam derweil nur dadurch zu Stande, weil Karnaukhov im Weissrussischen Tor die Sicht versperrt war.

Dass die Weissrussen auch ihre Qualitäten haben, bewiesen sie in der 11. Minute, als Denisov einen Konter zum 1:1 abschliessen konnte. Trotz des Tores waren die Gäste im ersten Drittel jedoch klar unterlegen. Dies änderte sich zu Beginn des Mitteldrittels. „Wir waren zu euphorisch und wollten gleich, wie im ersten Drittel weiter powern, dadurch agierten wir etwas konfus und wild“, erklärte Reto Suri. Der Coaching-Staff erkannte dies jedoch und griff im beim ersten Powerbreak korrigieren ein. Fortan, waren die Schweizer wieder spielbestimmend. Was ihnen zur Spielmitte jedoch fehlte war das Glück des tüchtigen. So traf Untersander die Latte (28.) und Suri den Pfosten (30.) zudem wurde ein Tor von Morris Trachsler wegen einer Torhüterbehinderung nicht gegeben. Die Schweizer liessen sich jedoch nicht beirren. So nutzte Fabrice Herzog in der 37. Minute einen weiteren Abpraller zum 4:1.

Dank einem beruhigenden Vorsprung verkam das letzte Drittel zu einem Schaulaufen. Haas und Hollenstein lenkten bereits nach 20 Sekunden einen Diaz-Schuss unhaltbar für Karnaukhov zum 5:1 ab. 86 Sekunden vor dem Ende traf schliesslich auch noch Eric Blum mit einem Weitschuss zum Schlussresultat von 5:1. Alles in allem war das Spiel somit eine runde Sache. Die Schweizer spielten wie schon gestern solide in der Defensive, konnten dabei aber auch offensive Akzente setzen. Reto Suri war deshalb mit dem Turnier zufrieden. „Ich glaube wir haben in beiden Spielen eine gute Leistung gezeigt. Gestern war es noch etwas harzig. Heute waren wir in der Offensive einiges konsequenter und geradliniger. Über die 120 Minuten gesehen haben wir aber bestimmt eine gute Leistung gezeigt, weshalb wir zwei Mal verdient gewonnen haben.“ Auffällig war in beiden Spielen, dass die Schweizer den Gegner in der Defensive im Griff hatten. Gerade um diese Defensive zu stärken hatte man bekanntlich Tommy Albelin geholt. Dieser sei jedoch nicht alleine dafür verantwortlich meinte Suri: „Der ganze Coaching-Staff hat gute Arbeit geleistet. Er hat uns ein klares Konzept verpasst. Die Mannschaft hat dieses Konzept aber auch gut umgesetzt. Auch die Torhüter haben zwei sehr gute Spiele gezeigt und uns den nötigen Rückhalt gegeben.“ Nach der durchzogenen Bilanz am Deutschland Cup im November darf man bei Swiss Ice Hockey nun also etwas aufatmen. Schliesslich hat man am Heimturnier in Biel gegen zwei direkte WM-Konkurrenten gezeigt, dass man auf Kurs ist.

Telegramm:

Schweiz – Weissrussland 6:1 (3:1, 1:0, 2:0)

Tissot Arena, Biel: 3527 Zuschauer. – Schiedsrichter: Müller (SUI), Vinnerborg (SWE); Fluri, Stuber (beide SUI). – Tore: 4:57 Sciaroni (Froidevaux) 1:0; 10:29 Denisov 1:1; 11:25 Hollenstein (Praplan) 2:1; 18:55 Geering (Baltisberger) 3:1; 36:11 Herzog (Bodenmann, Helbling; Ausschluss: Karaban) 4:1; 40:20 Haas (Hollenstein, Diaz) 5:1; 58:34 Blum (Bodenmann; Ausschluss: Dostanko) 6:1. – Strafen: 3 x 2 Minuten gegen die Schweiz; 7 x 2 Minuten gegen Weissrussland.

Schweiz: Hiller (Genoni); Diaz, Furrer; Untersander, Blum; Geering, Helbling; Marti; Praplan, Hollenstein, Haas; Bodenmann, Moser, Almond; Blatisberger, Trachsler, Bieber; Froideveaux, Herzog, Sciaroni; Suri.

Weissrussland: Karnaukov (Trus); Denisov, Graborenko; Dostanko, Ivanov; Kazakevich, Mitskevich; Ambrozeichik, Boyarchuk, Gavrus; Lopachuk, Karaban, Turkin; Demkov, Kitarov, Volkov; Razvadovski, Stefanovich, Parfeyevets; Kogalev.

Bemerkungen: Schweiz ohne Rathgeb; Weissrussland ohne Stasenko; 28. Latte Untersander; 30. Tor Trachsler wegen Torhüterbehinderung nicht gegeben; 30. Pfosten Suri.

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