Es ist alles offen in Prag

Von Roman Badertscher

Heute kam es als einziges Spiel in der Champions Hockey League zum Viertelfinalduell zwischen dem SC Bern und Sparta Prag vor 14‘567 Zuschauern. Bereits gestern konnten sich Fribourg-Gottéron und die Frölunda Indians mit ihren Siegen einen Vorteil fürs Rückspiel verschaffen.

Der SC Bern musste bereits früh eine erste Strafe hinnehmen. Das finnische Headschiedsrichter-Duo ahndete einen hohen Stock von Justin Krueger. Die Tschechen konnten das Powerplay nicht ausnutzen. Nur kurze Zeit später konnten die Berner für 23 Sekunden doppelte Überzahl spielen, womit sich die Spieler ziemlich schwer taten. Im weiteren Spielverlauf sah man gute Chancen auf beiden Seiten, die besten konnten die Berner mit 5 gegen 5 kreieren. Eine weitere Überzahl der Berner konnten die Spartaner mit gutem Forechecking entschärfen. So ging es mit einem 0:0 in die Kabine.

28 Sekunden nach Wiederbeginn traf Martin Gernat den Pfosten, Glück für Leonardo Genoni. Die Gäste wurden in der Offensivzone aufsässiger und konnten so auch das erste Tor markieren. Bern brauchte aber nicht lange, um zu reagieren. Nachdem sich der SCB im tschechischen Drittel festsetzen konnte, traf Ramon Untersander aus kurzer Distanz zum Ausgleich. Simon Moser und Martin Plüss kamen zu hochkarätigen Chancen, doch Tomas Popperle zeigte sein ganzes Können. Die Partie wurde spannender und intensiver. Es kam zu einer Rauferei zwischen Maxim Noreau und Petr Kumstat. Da diesem Vergehen bereits ein hoher Stock von Noreau vorausgegangen ist, rächte sich Kumstat. Beide bekamen je zwei plus zwei Minuten aufgebrummt. Das Spiel wurde gehässiger, als Alain Berger zu einem Check ansetzte und mit zwei Minuten in die Kühlbox geschickt wurde. Diese Strafe konnte man geben, da zuvor ein hoher Stock von Andrew Ebbett nicht gesehen wurde.

Der SC Bern überstand die kritische Phase zu Beginn des letzten Drittels. Die Torchancen nahmen im letzten Drittel ab, jedoch blieb die Spannung nach wie vor erhalten. Beide Teams liessen nicht viel zu, so spielten auch beide Torhüter konstant. Auch als Andersson an der blauen Linie die Scheibe vertändelte, konnte kein Tscheche reüssieren. Vier Minuten vor Schluss starteten die Spartaner einen gefährlichen Angriff, doch auch diese Möglichkeit machte Genoni zunichte. Es blieb beim 1:1 Unentschieden. Nächsten Dienstag findet in Prag das Rückspiel statt.

Bern – Sparta Prag 1:1 (0:0, 1:1, 0:0)

PostFinance-Arena. – 14‘567 Zuschauer. – SR Boman (FIN)/Kaukokari (FIN); Kaderli/Obwegeser.

Tore: 24:25 Hlinka (Mikus) 0:1. 26:52 Untersander (Arcobello) 1:1.

Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Bern, 5mal 2 Minuten plus 1mal 10 Minuten Disziplinarstrafe (Prochazka) gegen Sparta Prag. Im Detail: 5:05 Krueger (2‘ hoher Stock); 10:44 Gernat (2‘ Beinstellen); 12:21 Piskacek (2‘ Halten); 15:57 Noreau/Prochazka (je 2‘ übertriebene Härte); 15:57 Prochazka (10‘ Disziplinarstrafe); 27:15 Hischier (2‘ hoher Stock); 37:53 Noreau (2‘ hoher Stock plus 2‘ übertriebe Härte); 37:53 Kumstat (2‘ plus 2‘ übertriebene Härte); 39:38 Berger (2‘ Beinstellen).

Cramo-Topskorer: Arcobello, Pech.

Bern: Genoni (Ersatz: Aebi); Blum (A), Untersander; Gerber, Noreau; Krueger, Jobin; Kamerzin, Andersson; Moser, Arcobello, Ruefenacht; Scherwey, Plüss (C), Hischier; Bodenmann, Ebbett (A), Lasch; Müller, Reichert, Berger.

Sparta Prag: Popperle (Ersatz: Novotny); Mikus, Piskacek; Svrcek, Kalina; Nedomlel, Gernat; Barinka, Eminger; Klimek, Vrana (A), Hlinka (C); Uher, Cingel, Kudrna; Kumstat (A), Pech, Forman; Cernoch, Ihnacak, Martin Prochazka.

Head Coachs: Kari Jalonen (Bern), Jiri Kalous (Sparta Prag).

Bemerkungen: Bern ohne Kreis, Macenauer, Randegger, Ness, Dubois, Wüthrich, Burren, Meyer. Sparta Prag ohne Hrbas, Havel, Ondrej Prochazka, Skarek, Repik, Ruzicka, Komarek, Safin, Cajkovsky, Netik. – 20:32 Pfostenschuss Gernat.

Schüsse aufs Tor: 29:28 (13:8, 12:10, 4:10).

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