Die Slowakei zeigt der Schweiz die Grenzen auf

Von Fabian Lehner

Die mit KHL gespickten Slowaken zeigten der Schweiz vor aus verkaufter Hütte (5300) die Grenzen auf. Praktisch durch das ganze Spiel waren sie am Drücker und schnürten die Schweizer im eigenen Drittel ein. Dank Zurkirchen verlor die Schweiz “nur” mit 4-0

Die Slowaken zeigen von Beginn, dass sie vor der gut gefüllten Halle gewin-nen wollen und schlagen ein horrendes Tempo an. Zurkirchen muss immer wieder eingreifen. Bezeichnend ist das die erste Chance der Schweizer eher ein Zufallsprodukt war. Den ersten richtigen Schreckmoment gibt es in der 7. Minute. Statsny checkt Kamerzin auf offenen Eis. Dafür wird er mit 5 Minuten unter die Dusche geschickt. Auch für Kamerzin ist das Spiel vorbei. Immerhin kann er nach dem er sehr lange auf dem Eis lag gehend das Eis verlassen. Kurz darauf muss auch noch Viedensky auf die Strafbank. Das Powerplay sieht gut aus, aber leider ohne zählbaren Erfolg. Danach übernehmen wieder die Slowaken das Spieldiktat. Dies wird in der 13. Minute mit dem 1-0 belohnt. Corvi verliert die Scheibe an der blauen Linie. Die Scheibe wird in den hohen Slot gespielt. Dort schiesst Hrnak und Lusnak fälscht ab. Keine Chance für Zurkirchen. Doch es kommt noch dicker für die Schweiz: 2 Minuten vor Schluss erhöht Bakos auf 2-0. Aus dem Slot schiesst er die Scheibe nach Pass von Dej unter die Maschen.

Im Zweiten Drittel findet die Schweiz etwas besser ins Spiel, aber die Slowa-ken bleiben der Taktgeber.Folgerichtig erhöhen sie in der 24. Minute auf 3-0. Scherwey kriegt den Puck an den Rücken und verliert die Orientierung. Da-nach ist Vandas zuerst an der Scheibe und spielt sie in die Mitte. Dort vollen-det Hrnak. Nach Ablauf der Strafe gegen Guerra in der 31. Minute Beginnt die stärkste Phase der Schweizer. Innert kürzester Zeit tauchen Mottet und Scherwey alleine vor dem Tor auf. Erst mit der Strafe gegen Rathgeb wird diese Phase gestoppt. Rathgeb kommt nach Ablauf der Strafe aufs Feld und kann den Befreiungsschlag erreichen. Er tankt sich vors Tor, wird aber von Mezaros mit einem Crosscheck gestoppt. Mezaros hat aber nicht genug und gibt ihm noch einen mit. Daraus ensteht eine Keilerei mit dem Resultat: 2+2+10 Minuten für Mezaros und 2 Minuten für Rathgeb. Dadurch kann die Schweiz das drittel in Überzahl beenden. Es bleibt aber beim 3-0.

Kaum ist das Powerplay vorbei, übernimmt die Slowakei wieder das Diktat. Der Druck wird immer grösser auf Zurkirchens Tor. Besonders im Powerplay sind die Slowaken nahe am 4-0. Doch entweder hilft das Glück oder Zurkir-chen ist zur Stelle. Somit übersteht die Schweiz diese Heikle Phase bis in die 47. Minute. Die Schweizer wirken leicht frustriert und das Spiel wird ruppiger. Auch wenn man den Schweizern ansieht, dass sie bemüht sind, bleiben die Slowaken näher am 4-0 als die Eisgenossen am 3-1. Die letzten 10 Minuten Spielen nur noch die Slowaken. 4 Minuten vor Schluss wird der Druck dann wieder zu Hoch. Dej erhöht auf 4-0 auf Pass von Bakos. Dennoch können sich Patrick Fischer und Reto von Arx bei Zurkirchen bedanken, das es nur mit 4-0 endet. Die mit zahlreichen KHL Spielern angereisten Slowaken haben dieser jungen Truppe die Limiten aufgezeigt, und mehr als nur verdient gewon-nen.58

Stimmen Zum Spiel:

Zdeno Ciger (Head Coach Slowakei): Die Schweiz hatte einen guten Start und eine gute Chance gleich zu beginn. Danach wurde es nochmals schwierig mit der 5 Minuten strafe und der doppelten Überzahl. Der Schlüssel zum Sieg für uns war, das Überstehen dieser doppelten Überzahl und die 2 Tore im ersten Drittel.

Guerra: Ich denke wir konnten das Tempo gut mitgehen. Sie hatten aber die nötigen Kilos mehr auf den Schultern und Spielten "dreckiger", härter. Vom Niveau her, war es in der CHL etwas höher ab den 1/4 Finals. Man kann es mit den Vorrunden-Spielen vergleichen.

Schweiz: Zurkirchen(Ersatz: Mayer); Helbling, Genazzi; Guerra, Rathgeb; Frick, Untersander; Huguenin, Kamerzin; Bertaggia, Schäppi, Baltisberger; Scherwey, Corvi, Simion; Mottet, Froidveaux, Bodenmann; Lammer, Alb-recht,Parplan.

Slowakei: Hudacek(Ersatz: Melichercik); Sersen, Mezaros; Mikus, Cajkovsky; Svarny, Janosik, Sedivy, Ceresnak; Stastny, Viedensky, Cehlarik; Skalicky, Marcinko, Dravecky; Dej, Hudacek, Bakos; Hrnka, Lusnak, Vandas;

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Samstag, 13. Februar 2016

Slowakei - Schweiz

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