Vom grossen Bruder in die Relegation geschickt

Von Pascal Zingg

Weissrusslands Ausgangslage vor dem heutigen Spiel gegen Russland war relativ simpel. Wollten sie die Relegatiion noch verhindern, musste sie mindestens einen Punkt holen.

Nicht ganz überraschend, waren es bei Spielbeginn die Weissrussen, die sich gute Szenen erarbeiten konnte. Die beste von ihnen hatte Karaban, der in der dritten Minute nur den Pfosten traf. Der russische Bär befand sich unterdessen noch im Winterschlaf. So kurvte die Sbornaja während zehn Minute ziemlich unmotiviert übers Eis. Statt den Bären quasi im Schlaf zu erlegen, machten die Weissrussen jedoch einen entscheidenden Fehler: sie kassierten Strafen. Wie schon gestern gegen die Finnen, zeigten die Russen auch heute wieder, wie stark ihr Powerplay ist. So nutzten Lazarev und Polunin gleich die ersten beiden Überzahlspiele zum 0:2. Als Kamenev 101 Sekunden vor der Pause auch noch das 0:3 gelang, war das Spiel bereits gelaufen. Spätestens ab dem zweiten Drittel verkam das Spiel bei den Russen deshalb zu einer Trainingseinheit. Statt das Score weiter in die Höhe zu schrauben begann man nun zu zaubern. Oder besser gesagt, man versuchte es. Das beste Beispiel dafür war Lazarev, der sich in der 46. Minute vor dem leeren Tor verdribbelte. Dank dieser Verspieltheit sollte es den Weissrussen gar gelingen den Ehrentreffer zu schiessen. Patsenkin profitierte in der 47. Minute von der einzigen Unsicherheit Ilya Samsonovs. Wirklich beunruhigen liessen sich die Russen ab diesem Resultat jedoch nicht. Bereits 87 Sekunden später traf Polunin zum Schlussstand von 1:4. Wie erwartet stehen die Weissrussen als erster Relegationsteilnehmer fest. Hier wären sie ein potentieller Gegner der Schweizer.

Telegramm:

Weissrussland – Russland 1:4 (0:3, 0:0, 1:1)

Hartwall Arena, Helsinki: 2342 Zuschauer. Scheidsrichter: Ansos (LAT), Pesina (CZE); Hribar (SLO), Jensen (DEN). –Tore: 10:00 Lazerev (Kamenev, Kaprizov; Ausschluss: Busko); 0:1; 15:42 Polunin (Kraskovski, Koshkov; Ausschluss: Vorobei) 0:2; 18:19 Kamenev (Provorov, Lazarev) 0:3; 46:14 Patsenkin (Buskov) 1:3; 47:41 Polunin (Korshkov, Zhuldikov) 1:4. – Strafen: 3 x 2 Minuten gegen Weissrussland; 3 x 2 Minuten gegen Russland.

Weissrussland: Verbitski (Ospikov); Romanovich, Bokun; Falkovski, Gocharov; Tabolin, Vorobei; Sushko; Buinitski, Veremyov, Belevich; Filippovich, Chernikov, Karaban; Bobko, Vasilchuck, Malinovski; Patsenkin, Sharangovich, Busko; Patsenkin.

Russland: Samsonov (Georgiev); Rykov, Zhuldikov; Boikov, Provorov; Sergeyev, Sharipzyanov, Svetlakov; Mikulovich, Voronkov; Kraskovski, Polunin, Korshkov; Svechnikov, Kaprizov, Kuzmenko; Fazleyev, Lauta, Dergachyov.

Bemerkungen: 3. Pfosten Karaban

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