Schweden dank Enroth, Eriksson und Sedin-Brüder im Final
Finnland
Schweden
Spielbericht
Der Gastgeber Schweden steht nach einem 3:0-Sieg über den Co-Gastgeber Finnland im Finale. Die Tre Kronor waren enorm kaltblütig und erzielten die ersten beiden Tore jeweils in Überzahl, nachdem die Finnen teils arg Druck ausübten. Jonas Enroth zeigte aber eine starke Partie, während die erste Offensivlinie für die Tore besorgt war.
Gastgeber gegen Co-Gastgeber, Schweden gegen Finnland. Die Affiche für den ersten Halbfinal war perfekt, nur der Zeitpunkt für die Zuschauer im nicht gefüllten Ericsson Globe offenbar nicht. Dennoch wurde von Beginn weg von den beiden Teams gutes Eishockey gezeigt, bei welchem der Co-Gastgeber den leicht besseren Start erwischte. Den Schweden gelang es nämlich nicht so richtig die finnische Defensive zu durchdringen und zugleich hatten die Finnen die besseren Chancen. Darunter auch ein Abpraller, nachdem Niklas Hagmann die Scheibe über die Schaufel rutschte und er folgedessen nicht einschieben konnte. Bald einmal übernahm aber das schwedische Team die Überhand im Spiel, insbesondere auch weil die Gangart der weiss-blauen stetig ruppiger und bestraft wurde. Bei der zweiten Möglichkeit entstand schliesslich erneut dank der ersten Linie eine gute Möglichkeit, wobei Henrik Sedin im Slot Loui Eriksson mit einem leichten Heber anschoss und die Scheibe damit über die Linie brachte. Schweden war auch fortan besser und setzte ausserdem den Gegner hartnäckig und früh unter Druck. Dies behagte den Finnen offenbar nicht, zunehmend verloren sie Spielanteile.
Ohne ein weiteres Tor wurde die Partie schliesslich im zweiten Abschnitt erneut aufgenommen. Dieser war dann aber weit unspektakulärer. Abermals übernahmen die Finnen zu Beginn das Spieldiktat, Chancen entstanden aber nur aus eher harmlosen Weitschüssen, bei welchen Jonas Enroth im Tor der Schweden nicht überraschen liess. Erneut wendete schliesslich eine Strafe die Partie. Denn während Petri Kontiola auf der Bank sass spielten die Sedin-Brüder ein geduldiges Powerplay und warteten auf die Lücke. Nach 67 Sekunden Überzahlspiel war sie dann da; Henrik Sedin spielte auf Loui Eriksson vor dem Tor, der zum 2:0 entgegen dem Spielverlauf einschob.
Auch im letzten Abschnitt nahm die Arbeit von Jonas Enroth nicht ab. Der Torhüter der Buffalo Sabres stellte aber sein ganzes Können unter Beweis und hielt sein Team bis ganz am Schluss in Front. Dort entstand dann sogar ein offener Schlagabtausch mit Möglichkeiten zur Entscheidung wie auch zum Anschlusstreffer. Finnland hingegen drückte weit mehr und schien dem Anschlusstreffer näher zu sein. Im Vergleich zum zweiten Abschnitt blieben sie aber der Strafbank fern und konnten dadurch den Druck aufrecht erhalten. Als es dann mit der Zeit knapp wurde nahmen die Finnen ihr Time-Out und spielten ohne den ebenfalls starken finnischen Torhüter Antti Raanta. Letztlich war es aber ein weiteres Mal Henrik Sedin, der für die Entscheidung besorgt war und die Scheibe im leeren Tor unterbrachte.
Damit stehen die Schweden an ihrem Heimturnier nach einem eher schlechten Start doch noch im Final und kämpfen vor Heimpublikum um Gold. Eckpunkt für diesen Erfolg war die erste Offensivlinie rund um die Sedin-Gebrüder sowie Loui Eriksson und Jonas Enroth mit einer 100-prozentigen Fangquote bei 30 Schüssen auf sein Tor.
Finnland – Schweden 0:3 (0:1, 0:1, 0:1)
Globe Arena. – 11674 Zuschauer. – SR: Olenin/Reiber, Dedioula/Wilmot. – Tore: 11. Eriksson (Henrik Sedin, Daniel Sedin/Ausschluss Melart) 0:1. 37. Eriksson (Henrik Sedin, Daniel Sedin/Ausschluss Kontiola) 0:2. 60. Henrik Sedin (Eriksson, Tallinder/aufs leere Tor) 0:3. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Finnland. 2mal 2 Minuten gegen Schweden.
Finnland: Raanta; Lepisto, Hietanen; Laakso, Mantyla; Vaananen, Jalasvaara; Kukkonen, Mekart; Pestonen, Kontiola, Aaltonen; Salminen, Korpikoski, Granlund; Savinainen, Koskiranta, Pihlstrom; Hagman, Anttila, Hytonen.
Schweden: Enroth; Falth, Tallinder; Fransson, Gustafsson; Kronwall, Granberg; Eriksson, Sedin Daniel, Sedin Henrik; Hjalmarsson, Persson, Landeskog; Pettersson, Lundqvist, Danielsson; Ericsson, Axelsson, Thornberg; Lindberg, Jarnkrok.
Bemerkungen: Finnland ohne Engren, Haataja und Viitaluoma. Schweden ohne Edler (gesperrt), Gustafsson und Jamtin. 58. Time-Out Finnland. 58:13-59:37 Finnland ohne Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers.
