Die Schweiz verliert auch zum Abschluss
USA
Schweiz
Spielbericht
Auch im letzten Spiel gegen die USA gab es gegen einen „Grossen“ kein Erfolgserlebnis und so verlor die Mannschaft von Sean Simpson am Ende mit 2:5.
Für das Team von Sean Simpson war das grosse Ziel bei diesem Abschlussspiel gegen die USA möglichst zu gewinnen um fix für die Olympischen Spiele in Sotschi 2014 qualifiziert zu sein. Dieser Zwang war dank der erneut hohen Niederlage der Deutschen (1:8 gegen Tschechien) noch vor Spielbeginn weggefallen. Die USA hingegen benötigte einen Sieg um auf den Platz 2 vorzustossen. So entwickelte sich ein munteres Spiel, wobei die Schweiz nach dem Ausfall von Nino Niederreiter nur 20 Spieler auf das Eis schickte.
Für beide Mannschaften gab es in der Folge gute Einschussmöglichkeiten, wobei in der letzten Minute Reto Berra mit drei bravourösen Abwehraktionen das torlose Startdrittel absicherte.
Das Mitteldrittel startete gut für die Nati und Ivo Rüthemann brachte in einer etwas unübersichtlichen Situation die Schweiz nach nur 21 Sekunden mit 1:0 in Führung. Doch diese Führung hielt nicht lange und nur etwas mehr als zwei Minuten später traf Bobby Ryan zum 1:1-Ausgleich für die USA.
Nachdem in den folgenden Minuten eher Reto Berra im Mittelpunkt stand, bekam US-Goalie Jimmy Howard in der 45. Minute eine ordentliche Aufgabe von Roman Wick, der US-Amerikaner löste den Test aber mit einem Big Save. Drei Minuten vor der Pause ging aber doch die USA in Führung. Ein schöner Pass von Paul Stastny zum in der Mitte sich gut lösenden Cam Fowler brachte die 2:1-Führung der Amerikaner.
Die USA hatte auch die erste grosse Chance im Schlussdrittel doch der Torpfosten kam Reto Berra zu Hilfe. Eine Strafe gegen Severin Blindenbacher brachte in der 46. Minute die Vorentscheidung. Paul Stastny nutzte den freien Platz vor dem Tor, um mit seinem zweiten Scorerpunkt in diesem Spiel die 3:1-Führung herzustellen und nur 58 Sekunden später legte Alex Goligorski noch einen weiteren US-Treffer drauf.
Die zahlreichen Fans der Nati die auch heute wieder das Team lautstark unterstützten, durften indes nochmals jubeln, als Morris Trachsler auf 2:4 verkürzte. Den Schlusspunkt sicherten sich aber wieder die Amerikaner, die durch Jeff Petri den Endstand von 2:5 aus Schweizer Sicht herstellten.
Mit dieser Niederlage gab es zum Abschluss erneut kein Erfolgserlebnis und so fliegt das Team nur mit den beiden Siegen gegen Kasachstan und Weissrussland zu Beginn des Turniers zurück in die Schweiz. Dies bedeutet der sechste Gruppenrang und der 11. Schlussrang. So schlecht schnitten die Schweizer seit dem Aufstieg 1997 noch nie ab.
Für die verantwortlichen sowie dem Trainerstab gibt es in den kommenden Tagen sicherlich genug Arbeit, um diese nicht gerade erfolgreiche Weltmeisterschaft richtig zu analysieren um für die Zukunft ähnliche Fehler zu vermeiden und das Team wieder dorthin zu bringen, wo es vom Potenzial sicher auch hingehört, nämlich auf einen Viertelfinalplatz.
Denis Hollenstein meinte nach dem Spiel auf die Frage, ob es schwer war sich auf das Spiel zu konzentrieren: „Bis knapp vor dem Spiel ging es ja noch um die Quali für Olympia. Danach war es sicher nicht einfach, aber als Spieler will man jedes Spiel gewinnen. Aber natürlich ist die Vorbereitung auf so ein Spiel besonders hart. Schade, dass es aber wieder nicht mit einen Sieg geklappt hat."
Auch für Roman Wick war es ähnlich: „Nach den ganzen Ereignissen ist es sehr schwer gewesen sich auf dieses Abschlussspiel zu konzentrieren, im Spiel ist es dann aber gegangen"; meinte der Kloten Stürmer nur kurz.
