Die Schweiz verliert gegen die Slowakei

Von Andreas Robanser

Praktisch 60 Minuten spielte die Schweizer Nati auf das Tor der slowakischen Mannschaft, am Ende gewann aber die Slowakei mit 1:0 und steht an der Stelle der Schweizer vor dem Viertelfinal-Einzug.

Nach der gestrigen Niederlage gegen Frankreich und dem heutigen Sieg der Amerikaner führte der Weg in das Viertelfinale nur noch über den heutigen Gegner aus der Slowakei. Mit Reto Berra im Tor sollte hinten dicht gemacht werden. Die Verteidigung musste nach der Sperre von Bezina ebenfalls neu formiert werden. Die Slowakei brauchte aber ebenfalls Punkte um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. So begannen beide Mannschaften sehr vorsichtig, wobei sich das Spiel meist in der Hälfte der Slowaken abspielte.

In der fünften Minute hatte die Schweiz die erste gute Chance. Zdeno Chara rutschte aus und in der Folge kam der Puck zu Damien Brunner, doch dessen Schuss wurde vom slowakischen Torhüter Jan Laco pariert. Die Slowaken ihrerseits brauchten bis in die 10. Minute um mit einem Schuss von Tomas Starosta erstmals Reto Berra zu prüfen. Nun kam die Slowakei öfters aus ihrem Verteidigungsdrittel heraus und zwei Minuten vor der ersten Pause schloss Tomas Tatar eine schnell gespielte Kombination zur 1:0-Führung der Slowaken ab, nachdem Roman Josi die Scheibe hinter dem Tor verloren hatte.

In der zweiten Periode änderte sich nach einem Überzahlspiel für die Slowaken, Damien Brunner sass für zwei Minuten auf der Strafbank, nicht wirklich viel am Spielverlauf. Die Schweiz versuchte weiter mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln zu einem Treffer zu kommen. Doch mehr als ein Schuss von Thibaut Monnet schaute dabei nicht heraus.

In der 32. Minute ergab sich die erste Powerplay-Möglichkeit für die Schweiz. Doch ausser zwei guten Aktionen blieb die wirklich ganz grosse Ausgleichschance aus.

Die Slowakei verlegte sich weiter auf das Kontern. Dies brachte sie auch immer wieder vor das Tor von Berra, der im zweiten Abschnitt wie sein Gegenüber Laco aber keinen Treffer zuliess.

In den letzten 20 Minuten ging die Mannschaft von Sean Simpson mit mehr Risiko zur Sache und Damien Brunner fand nach einem Alleingang seine bereits zweite sehr gute Einschussmöglichkeit vor, doch wieder war Jan Laco im Duell gegen den Zug-Stürmer siegreich. Dieser Schwung führte aber auch zu Gegenangriffe, wo die Slowakei weiterhin gefährlich war.

Je länger dieses Drittel dem Ende entgegen ging, je stärker wurde der Druck auf Jan Laco. Luca Sbisa war es, der vier Minuten vor dem Ende einen Schuss nur knapp über das Tor setzte . Mit einem Frustfoul nahm mit Damien Brunner einer der wohl aktivsten Spieler der Schweiz dem Team endgültig die Chance noch den Ausgleich zu erzielen. Somit ist das Thema Viertelfinale bei dieser WM abgeschlossen.

Kanada, die USA und Finnland sind fürs Viertelfinale gesetzt und die Slowakei steht nun kurz vor dem Einzug. Frankreich hat noch eine Chance, falls es sowohl Weissrussland wie auch die Slowakei in 60 Minuten bezwingen kann.

Nino Niederreiter zeigte sich sehr enttäuscht: „Wir konnten einfach keinen Puck in das gegnerische Tor bekommen. Wir haben das Ziel damit wieder nicht erreicht., der Punkt war das Frankreich Spiel, das hätten wir gewinnen müssen. Leider ist es alle Jahre das gleiche, gut gespielt aber das Ziel nicht erreicht.“

Ivo Rüthemann: Wir sind in das Spiel gegangen, in der Defensive stabiler zu stehen als gegen Frankreich, dies gelang uns sehr gut ausser bei dem einen Gegentreffer.

Positiv ist das wir bei jedem Spiel dabei waren, leider hat dies aber wieder nicht für das Viertelfinale gereicht.“

Der Torschütze zum 1:0 Tomas Tatar meinte dass dieses Tor sein schönsten und wichtigstes in seiner bisherigen Karriere war. „Der beste Mann bei uns war Torhüter Jan Laco“ fügte Tatar noch hinzu und Tomas Kopecky meinte zum Torhüter:“Da ich in der NHL spiele habe ich Jan Laco bisher nicht gekannt, jetzt kenne ich ihn!“

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