Gut gekämpft - doch 3:2 verloren

Von Andreas Robanser

Die Schweizer-Nati zeigte auch gegen Kanada viel Kampfgeist und gutes Eishockey. Am Ende reichte es aber gegen einen Grossen wieder nicht zu einem Punktegewinn.

Drittes Spiel der beiden Mannschaften innerhalb der letzten 14 Tage und genau im richtigen Moment gelang der Schweizer-Nati ein Traumstart.. Die Kanadier scheinbar noch nicht richtig im Spiel liessen in der zweiten Minute die Schweizer Angreifer agieren und so kam der Puck über Kevin Romy und Goran Bezina zum frei stehenden Damien Brunner der mit dem ersten richtigen Torschuss nach genau 100 Sekunden die Schweiz mit1:0 in Führung brachte.

In den folgenden Minuten kam aber kaum etwas von den Kanadiern, nur John Tavares konnte mit einem Schuss für Gefahr sorgen. In der achten Minute verletzte sich Bezina bei einem Duell mit einem Kanadier eigenen Tor am rechten Fuss, dies zwang den Servette Spieler in der Folge eine Strafe zu nehmen. In diesen zwei Minuten machte Kanada mächtig Druck, doch die Verteidigung um Torhüter Tobias Stephan hielt.

Auch in den nächsten Minuten war die Schweizer Mannschaft beweglicher und so schien es das diese Führung recht einfach in die erste Pause zu bringen war.

In die zweiten 20 Minuten startete Kanada aber mehr als hell wach. Innerhalb von wenigen Sekunden fanden die Kanadier zwei gute Möglichkeiten vor und Jordan Eberle nutzte diese Phase nach nur 35 Sekunden zum 1:1 Ausgleich. Nun spielte nur noch die kanadische Mannschaft. In der 24. Minute wieder eine Chance für die Schweiz, Roman Wick brachte den Puck an dem bereits geschlagenen Torhüter Cam Ward vorbei, doch der Torschütze zum 1:1 konnte mit der Hand den Puck noch für sein Team aus der Gefahrenzone bringen. Stephan blieb aber im Mittelpunkt und der Servette Torhüter konnte sich in den folgenden Minuten einige Male auszeichnen. In der zweiten Hälfte des Mitteldrittels schaffte es die Schweiz sich vom Druck der Kanadier etwas zu befreien. Für offensive Akzente blieb aber auch wegen Strafen kaum Zeit Fünf Minuten vor der Pause ein Fehler von Damien Brunner an der gegnerischen blauen Linie und Evander Kane lief alleine auf Tobias Stephan zu der im Duell mit dem Kanadier siegreich blieb. Die Schweiz konnte in den beiden Schlussminuten zwei Mal gefährlich werden wobei einmal Brunner und Wick scheiterten.

Die letzten 20 Minuten starteten aus Sicht der Schweizer leider gleich wie der Abschnitt 2. Jordan Eberle sorgte nach einer schönen Einzelaktion mit seinem Backhand Schuss unter die Latte nach nur 41 Sekunden erneut für einen schnellen Treffer der Kanadier. Nun musste die Mannschaft von Sean Simpson reagieren und dass tat sie auch. Nachdem Severin Blindenbacher den kanadischen Torhüter prüfte war es kurze Zeit später Goran Bezina der eine sehenswerte Powerplay Kombination zum 2:2 Ausgleich abschloss. nur wenige Sekunden nachdem Ausgleich musste erneut ein Schweizer verletzungsbedingt das Spiel beenden. Daniel Rubin bekam einen Schuss eines Kanadiers ab und kam nicht mehr aus der Kabine zurück. Nun wollte es einfach nicht mehr für die Schweiz laufen und der Kapitän des kanadischen Teams Ryan Getzlaf konnte mit einem mächtigen Schuss Stephan ein drittes Mal zur erneuten Führung der Kanadier bezwingen. Die Schweizer liefen und kämpften doch die ganz ganz grossen Möglichkeiten zum Ausgleich blieben aus.

Damien Brunner meinte nach dem Spiel dass es leider so lief wie am Vorabend gegen Finnland. Die Kanadier standen vor dem Tor sehr kompakt, zuviel Strafen haben uns um einen oder möglicherweise mehrere Punkte gebracht.

Für Felicien du Bois kommen nun die beiden besonders wichtigen Spiele für das Schweizer Team und wenn alles gut läuft sind am Schluss auch noch zwei Punkte gegen die USA möglich. Dass man im zweiten Drittel den Faden verloren hatte sah der Kloten Flyers Verteidiger als Spiel entscheidend.

Etwas nüchterner sah die Sache Kanada Andrew Ladd: „Wir hatten die bessere Defensive und haben öfters in das Tor getroffen, so einfach ist das.“

Aktuelle Spiele

Mittwoch, 9. Mai 2012

Schweden - Deutschland
5:2 (1:1 2:1 2:0)

Kanada - Schweiz

Norwegen - Italien
6:2 (2:1 2:1 2:0)

Slowakei - Kasachstan

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