Weltmeister Finnland setzt sich durch

Von Andreas Robanser

Das Schweizer Team lieferte gegen Finnland wieder eine gute Vorstellung ab. Zwei Tore von Valtteri Filppula im Schlussdrittel sicherten Finnland am Ende den Sieg.

Im Duell der beiden bisher noch ungeschlagenen Mannschaften hatte im Vorfeld des Spiel Schweiz-Trainer Sean Simpson noch eine schwere Aufgabe. Nach der Nachmeldung von Thibaut Monnet stellte sich die Frage der Linieneinteilung. Das Team um den Kanadier entschied sich den Block einfach durch den Lions-Spieler zu ergänzen. Im Tor der Finnen stand zum zweiten mal Kari Lehtonen.

Wie erwartet boten sich beide Mannschaften einen Kampf um jeden Zentimeter auf dem Eis, wobei in den ersten Minuten die Schweiz die besseren Möglichkeiten vorfand. Dass die Finnen zu Beginn etwas gebremst wurden, lag auch daran, dass es nach nur 36 Sekunden bereits die erste Überzahlsituation für die Schweiz ergab. Zwei gute Chancen konnte sich die Nati auch erarbeiten. Die Finnen fanden aber auch zu guten Möglichkeiten und so musste einmal Mark Streit mit einer gewagten, aber sicher ausgeführten Aktion alleine vor zwei Finnen klären.

In der siebten Minute musste Daniel Rubin auf die Strafbank. Dieses erste Powerplay nutzte Finnland nach nur 11 Sekunden zur 1:0 Führung. Janne Niskola schoss den Puck über die rückseitige Bande zu Jarkko Immonen, der alleine stehend Reto Berra bezwang. In der Folge schaffte es der Schweizer Defensivabteilung aber immer wieder Platz vor dem Tor zu schaffen und so ging es mit diesem 0:1-Rückstand erstmals in die Kabinen.

Im zweiten Drittel kam der Gastgeber rasch zu einer Überzahl. Damien Brunner hielt den finnischen Torhüter an der Schulter zurück. Diese zwei Minuten überstand man aber ohne grössere Probleme. In der 26. Minute erkämpfte sich Luca Spisa den Puck und der NHL-Legionär leitete mit einen Pass auf Andres Ambühl einen Turnover ein. Zusammen mit Roman Wick lief der ZSC Spieler auf Torhüter Lehtonen zu und bezwang den finnischen Goalie mit einen satten Schuss zum 1:1. Damit war nach 134 Minuten und 16 Sekunden die Torsperre der Finnen gebrochen. Doch wie gewonnen so verronnen: Nur 21 Sekunden später gelang es gleich zwei Schweizern nicht, Leo Komarov vor dem Tor stehend am Schuss zu hindern, und so stellte der Russe im Finnen-Trikot die rasche Führung für den regierenden Weltmeister wieder her.

Die Linie Ambühl-Wick-Niederreiter zeigte sich an diesen Abend besonders auffällig und wirbelte die finnische Defensive einige Male ordentlich durcheinander. Doch anstelle des Ausgleichs nutzten die Finnen einen ersten wirklichen Fehler der Verteidigung zum 3:1 aus. Die Finnen fanden plötzlich sehr viel Platz vor dem Schweizer Tor vor und Jarkko Immonen liess sich kein zweites mal bitten um zum zweiten Mal in diesem Spiel Reto Berra zu bezwingen. Doch die Schweiz hielt sich durch ein Powerplay-Tor in der 38. Minute durch Roman Wick im Spiel.

Die Finnen erhielten auch zu Beginn des Schlussdrittels rasch ein Überzahlspiel zugesprochen, doch viel Glück und Mark Streit verhinderten einen weiteren Gegentreffer.

Kurz darauf gab es als Brunner alleine auf Lehtonen zu lief Tor Alarm, doch irgendwie gelang es dem finnischen Torhüter, den Puck noch vor der Linie zu stoppen. Nun machte die Schweiz Druck und Roman Wick und Andres Ambühl fanden gute Chancen zum 3:3 vor, doch der Puck wollte einfach nicht in das Tor des WM-Gastgebers. In der 50. Minute eine sehr harte Strafe gegen Goran Bezina und dieses Powerplay nutzten die Finnen wieder rasch für einen Treffer. Nach nur 19 Sekunden Überzahl traf Valtteri Filppula zum 4:2.

Die Schweiz war sofort wieder im Vorwärtsgang, musste aber nur zwei Minuten später erneut durch Filppula das 2:5 hinnehmen. Mit diesem Tor sicherte sich der Weltmeister den Sieg endgültig ab und die Schweiz muss sich trotz einer starken Leistung mit einer Niederlage abfinden.

Für Nino Niederreiter fiel die Entscheidung erst im letzten Abschnitt. "Beide Mannschaften hätten gewinnen können, doch den Finnen gelangen die Tore. Wir hatten viele Chancen und gut gespielt am Ende zählen aber die Tore", sagt der junge Stürmer.

Roman Wick sieht es ähnlich: "Zwei Drittel haben wir gut mitgespielt und eine dumme Strafe hat im letzten Abschnitt zum entscheidenden Tor der Finnen geführt. Man sollte die Niederlage aber nicht auf diese Strafe schieben. Dies ist ein Turnier, in dem wir nun zwei Spiele gewonnen und eines verloren haben."

Goran Bezina zeigte sich sehr enttäuscht, waren diese zwei Minuten aus seiner Sicht keine Strafe. "Diese zwei Minuten haben auch den Ausschlag für die Niederlage bedeutet", sagte Bezina, "Vorher hatten wir viele gute Chancen bei 5 gegen 5."

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