Biel bleibt dran

Von Pascal Zingg
Rapperswil-Jona Lakers
1
0 - 1 - 0
EHC Biel
3
1 - 1 - 1
27.01.2012
National League
Zuschauer: 3897
0:1‧1:1‧0:1
Spielbericht

Der EHC Biel feiert in Rapperswil-Jona einen 3:1-Sieg. Nach drei Niederlagen in Serie war dies ein wichtiger Sieg um im Rennen um einen Playoff-Platz weiter dabei zu sein.

Der EHC Biel wirkte zu Beginn des Spiels eher nervös. Die Rapperswiler konnten jedoch nicht von der Nervosität der Bieler profitieren. Sie taten sich im Gegenteil schwer mit der Defensiven Spielweise der Bieler. In einem langweiligen ersten Drittel war das 1:0 durch Gaëtan Haas das einzige Highlight. Haas lenkte vor dem Tor einen Schuss von Sébastien Bordeleau unhaltbar ab.

Den Start ins zweite Drittel gelang den Bielern erneut nicht. Im Gegensatz zum ersten Drittel wusste Rappi diesmal jedoch Druck zu machen. Topscorer Stacy Roest fand seinen Mannschaftskollegen Antonio Rizzello, der zum 1:1 ablenkte. 170 Sekunden nach dem 1:1 hatten die Lakers gar die Gelegenheit mit einem Mann mehr zu agieren. Sie konnten aus dieser Phase jedoch keinen Profit schlagen, was wiederum den Bielern half. Die Seeländer kamen nun wieder besser ins Spiel und konnten in der 39. Minute erneut in Führung gehen, Beaudoin hatte getroffen.

Das dritte Drittel war ein Abbild des zweiten. Wieder startete Rappi besser ins Drittel. Nach fünf Minuten hiess das Schussverhältnis 5:0. Kevin Schläpfer nahm deshalb ein Timeout, dies schien den Bielern zu helfen. Ahren Spylo scheiterte unmittelbar nach der Auszeit alleine vor Daniel Manzato. Anders als in den ersten Minuten gelang es den Rapperswilern nun nicht mehr sich im Drittel der Bieler festzusetzen. Die logische Folge war daher ein Empty Netter von Truttmann in der letzten Minute.

Ein Sieg für die Moral

Biels Coach Kevin Schläpfer sprach nach dem Spiel von wichtigen drei Punkten. „In Rapperswil haben schon andere Mannschaften verloren, es war deshalb wichtig mit der richtigen Einstellung hierher zu fahren. Wir waren heute nervös und konnten deshalb nicht unser bestes Hockey zeigen, einen Playoffteilnehmer machen in meinen Augen aber genau solche Siege aus.“ Aus Schläpfers Sicht war der Sieg jedoch nicht nur der Punkte wegen wichtig. Schliesslich galt es nach drei Niederlagen in Serie auch Moral zu tanken für den morgigen Showdown gegen den HC Genf-Servette.

Wichser würde gerne bleiben

Auf Rapperswiler Seite sah Stürmer Adrian Wichser das Spiel etwas nüchterner. Zwar ist die heutige Niederlage gleichbedeutend mit dem Fall in die Playouts, doch hatte sich dieser nicht erst heute abgezeichnet. Wichsers Analyse fiel dann auch recht allgemein aus. „Im Gegensatz zu den letzten Heimspielen haben wir es nicht geschafft dem Gegner unser Spiel aufzudrücken. Gerade gegen vermeintlich schwächere Gegner müssen wir dies noch lernen.“

Viel interessanter als das Spiel ist zur Zeit jedoch die Personalsituation von Adrian Wichser, läuft sein Leihvertrag doch am 31. Januar aus. Für Wichser ist derweil klar, wo er gerne spielen möchte. „Ich wollte unbedingt nach Rappi kommen und spiele auch sehr gerne hier. Entscheiden müssen schlussendlich jedoch die Lions, sie haben einen Vertrag mit mir. Da ich während meiner Zeit bei den Lakers nie etwas aus Zürich gehört habe, gehe ich jedoch davon aus, dass ich bis Ende Saison hier bleiben kann.“ Wichser gibt im Gespräch zu verstehen, dass er gerne auch länger bei den Lakers bleiben würde. „Ich glaube der Verein hat grosses Potential. Die Leute sind mit grossem Herzblut dabei. Da macht es Spass für diesen Verein zu spielen.“

Resultat:

1:3

A. Rizzello
E. Beaudoin, G. Haas, M. Truttmann