Rappis Saison endet, wie sie begonnen hat

Von Pascal Zingg
HC Ambrì-Piotta
2
1 - 1 - 0
Rapperswil-Jona Lakers
3
0 - 0 - 2
26.03.2011
National League
Zuschauer: 3436
1:0‧1:0‧0:2
Spielbericht

Brandon Reid entscheidet ein spannendes Spiel in der Valascia. Diese Schlagzeile trifft sowohl auf das erste wie auch auf das letzte Spiel der Rapperswil-Jona Lakers zu.

Es war einmal mehr ein Nervenspiel, dass den Fans in Ambrì geboten wurde. Bis zum bitteren Ende und dem 16. Penalty bekämpften sich die Teams. Am Schluss war es Ambrì, das zum vierten Mal in Folge den Kürzeren zog. Diese Tatsache wiegt umso schwerer, als Ambrì zu Beginn des dritten Drittels noch mit 2:0 führte. Die Leventiner waren in der 12. Minute durch einen Treffer von Roman Botta in Führung gegangen. Nach diesem Treffer mussten sich die Lakers glücklich schätzen, dass sie nicht weiter in Rückstand gerieten. Ambrì drückte nach dem Treffer wehement auf den Ausgleich und traf zwei Mal den Pfosten. Im zweiten Drittel waren die Lakers eigentlich das bessere Team, doch war es wieder Ambrì, das traf. Ronny Keller liess sich von Brunner überlaufen und dieser erhöhte das Score auf 2:0.

Ambrìs Kartenhaus brach zusammen

Wie schon in Spiel drei mussten die Lakers im letzten Drittel einem Rückstand nachrennen. Immerhin kam der Anschlusstreffer bereits in der 43. Minute. Es zeigte sich nun, wie leicht man das Ambrì-Kartenhaus zum Einsturz bringen kann, denn nur 109 Sekunden nach dem 2:1 war das Spiel wieder ausgeglichen. Das Momentum hatte somit schlagartig zu den Eisblauen gewechselt. Die Lakers versuchten dann auch das Spiel in der regulären Spielzeit zu entscheiden, dies blieb ihnen aber verwehrt. Auch in der Verlängerung waren die Lakers besser. Roest (63.), Richard (73.) und Burkhalter (75.) konnten das Spiel trotz guten Chancen jedoch nicht entscheiden. Zu allem Übel kassierte Claudio Neff in der 77. Minute auch noch eine dumme Strafe. Nun kam auch Ambrì nochmals zur Chance das Spiel zu entscheiden. Dies sollte aber auch ihnen nicht gelingen. Es kam zum Penaltyschiessen. In diesem rannten die Lakers noch einmal einem Rückstand nach, ehe Brandon Reid mit den 15. Penalty verwertete. Inti Pestoni musste nun treffen, scheitert aber an Daniel Manzato. Reid beendete die Saison damit genau gleich wie er sie begonnen hatte. Im ersten Saisonspiel an gleicher Stelle hatten die Lakers im Schlussdrittel nämlich ein 2:5 aufgeholt, ehe Reid in der Verlängerung zum 6:5 traf.

Unbeschreiblich

Nach dem entscheidenden Penalty gingen die Emotionen hoch zu und her bei den Lakers. Es war allen anzuspüren, wie erleichtert sie über den Ligaerhalt waren. Reto Suri versuchte seine Gefühle in Worte zu fassen: „Es ist unbeschreiblich. In Genf hatte ich enge Serien in den Playoffs erlebt, doch hier geht es ums Überleben, das kostet noch einmal etwas mehr Nerven. Wir haben auch heute wieder mit viel Herz und Charakter das Glück auf unsere Seite gezwungen, ich bin stolz, dass wir dies geschafft haben.“ Igor Pawlow war indes bescheiden wie immer: „Wir haben das getan, was wir tun mussten. Es ist mir gelungen, die Spieler davon zu überzeugen, dass sie gut sind. Natürlich dürfen wir auch den Gegner nicht ausser Acht lassen. Ambrì ist ein gutes Team, das bis zum Umfallen kämpft, die haben nie aufgegeben, das hat mich beeindruckt.“ Trotz ihres Unbändigen Willens reichte es den Biancoblu jedoch nicht zum Sieg über die Lakers, so müssen sie ihren Kampfwillen in einer weiteren Serie gegen den EHC Visp unter Beweis stellen.

Resultat:

2:3 nP

R. Botta, A. Brunner
A. Rizzello, S. Roest