Berns Krise definitiv vorbei – die von Fribourg dauert an

von Christian Wassmer
SC Bern
6
3 - 0 - 3
HC Fribourg-Gottéron
2
0 - 2 - 0
10.12.2004
National League
Zuschauer: 16220
3:0‧0:2‧3:0
Spielbericht

Bern legte einen Blitzstart hin: Furrer (4.), Reichert (5.) und Brennan (8.) im Powerplay schossen innerhalb 211 Sekunden den Schweizer Meister mit 3 zu 0 in Front. Bern wurde unkonzentriert und ermöglichte so den Freiburgern zu reagieren. Durch Tore von Sprunger in der 28. und Montandon in der 40. Minute wurde es vor 16220 Zuschauern nochmals spannend. Dazwischen verschoss der SCB-Spieler Brière einen Penalty. Im Schlussabschnitt konnte sich die Fribourg nicht mehr gegen die vierte Niederlage in Folge wehren. Bern setzte sich schliesslich souverän mit 6:2 durch. Wieder Reichert (43.), Bordeleau (48.) und Sarault (58.) sorgten für den Schlussstand.

Der SC Bern gewährte dem neuen Fribourg Trainer Mike McParland keine Schonfrist: von der vierten bis zur achten Minute schossen die Berner drei Tore innert 211 Sekunden. Furrer, Reichert und Brennan im Powerplay hiessen die Torschützen. Fribourg hätte zuvor jedoch selbst in Führung gehen können, als plötzlich der Ex-Berner Patrick Howald in der zweiten Minute alleine vor dem von Marco Bührer gehüteten Tor auftauchte. Nachvollziehbar, dass McParland nach dem Berner Zwischenspurt bereits sein Timeout nehmen musste und dass das Heimteam danach wieder einen Gang zurück schaltete und das Spieldiktat mehrheitlich Fribourg überliess. So kamen die Gäste zu weiteren, jedoch nicht zwingenden Chancen.

Im Mittelabschnitt setzte sich fort, was sich schon nach der (zu) schnellen Berner Führung abzeichnete. Das Heimteam agierte zunehmend unkonzentriert und überliess überwiegend Fribourg das Spiel. Nach knapp 28 Minuten wurde dieses Verhalten mit dem ersten Gästetor bestraft. Fribourgs Jung-Star Julien Sprunger konnte einen scharfen Querpass von Mikael Karlberg nahe dem Torraum ins Berner Tor ablenken. Luca Cereda konnte ihn nicht mehr daran hindern. Der SCB, genauer Daniel Brière, hatte nur 14 Sekunden später die Chance diesen Lapsus zu korrigieren, als Head-Schiedsrichter Bertolotti die Arme zum Penalty kreuzte - Brière jedoch verschoss. Nichtsdestotrotz waren es nunmehr wieder die Berner, welche das Spieldiktat an sich rissen. Allerdings weder Brière (zweimal), Sarault, Schrepfer, Reichert und weitere konnten den Dreitore-Vorsprung nicht wiederherstellen. Im Gegenteil: Julien Sprunger profierte 30 Sekunden vor Drittelsende davon, dass SCB-Goalie Bührer ein Schüsschen von Sprunger nicht blockieren konnte und Bordeleau/Jobin die Scheibe gemeinsam ins eigene Tor lenkten. So stand es statt 4:1 nur noch 3:2.

Bern liess sich jedoch nicht beeindrucken von der Aufholjagd der Sahnestädter. Zu Beginn des Schlussdrittels hätten die Fribourger in der Person von Valentin Wirz gleichwohl den Ausgleichstreffer auf dem Stock gehabt. Doch Bern knüpfte wieder an die Leistung des ersten Drittels an: stand gut in der Defensive und kontrollierte das Spiel von eben dort. Rückkehrer Marc Reichert erhöhte in der 43. Minute zum 4:2. Sechs Minuten später tanzte Bordeleau den Fribourger Torhüter Mona elegant aus. Das Spiel war entschieden – diesmal definitiv. Bern liess nichts mehr anbrennen, setzte sogar mit einem Tor von Yves Sarault in der 58. Minute noch einen drauf zum Schlussstand von 6:2.

Mit dieser Niederlage setzt Fribourg seine Negativserie fort (vierte Niederlage in Serie), während der SCB seine Krise nun definitiv überwunden hat und bereits 5 Punkte Abstand zum Strich hat. Zu viel einbilden dürfen sie sich darauf jedoch nicht, zu schwach war die Gegenwehr. Als beste Spieler ihres Teams wurden Julien Sprunger (2 Tore) für Fribourg und Marc Reichert (2 Tore) für Bern gewählt. Daneben erzielten André Rötheli und Rolf Schrepfer je 3 Assists.

Resultat:

6:2

M. Reichert (2), R. Brennan, P. Furrer, S. Bordeleau, Y. Sarault
J. Sprunger (2)